"Irgendwo muss man anfangen!"

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"Ich bin jung und interessiert", wirbt Wolfgang Britzl um Stimmen bei der OB-Wahl.

Bad Reichenhall - Während die vier OB-Kandidaten der CSU, FWG, Grünen und der SPD bereits mitten im Wahlkampf stecken, fängt er für die Piraten erst an.

180 Unterschriften von wahlberechtigten Bad Reichenhaller Bürgern braucht Wolfgang Britzl um ebenfalls in den Kampf um den Oberbürgermeistersessel einzusteigen. Vergangenen Freitag wies die Liste 209 Unterschriften auf. Bis Dienstag können die Bad Reichenhaller noch unterschreiben, dann wird Britzl wohl offiziell als fünfter Kandidat ins Rennen geschickt.

Der 28-jährige Münchner hat BGLand24 einen Einblick gegeben, was dann auf ihn zukommt: "Zuerst müssen wir das Wahlprogramm aufstellen und Plakate drucken." Denn bisher blicken nur die vier anderen Kandidaten Herbert Lackner (CSU), Martin Knabenreich (FWG), Manfred Hofmeister (Grüne) und Adelheid Rupp (SPD) von den verschiedensten Orten auf Bad Reichenhall.

Am 11. März hat der Bürger die Wahl, wer die kommenden acht Jahre die Geschicke der Kurstadt leitet. Für Britzl ist das entscheidende dabei "Transparenz". Das ist auch das Zauberwort der Piratenpartei. Deshalb soll es von ihm auch kein klassisches Wahlprogramm geben. Unter www.aufbruch-reichenhall.de haben die Piraten die Bürger aufgefordert, ihre Wünsche, Ideen und Anregungen für Bad Reichenhall kundzutun. "Wir werden zum einen eine Rundumschau über die angesprochenen Themen geben und dann einige Aspekte herausgreifen", erklärt der 28-Jährige.

Natürlich komme auch er an den wichtigsten Themen der Kurstadt derzeit nicht vorbei. "Der Kirchholztunnel und das Pumpspeicherkraftwerk gehören anständig diskutiert", fordert er ohne Stellung zu beziehen. "Das Für und Wider in beiden Fällen muss erst noch einmal klar gemacht werden, bevor sich der Stadtrat endgültig entscheidet." So will der 28-Jährige an alle Themen herangehen. Zuerst Für und Wider darstellen und dann gemeinsam mit dem Stadtrat und den Bürgern entscheiden.

"Ich weiß, es ist eine große Nummer, fast ein bisschen dreist, sein politisches Engagement gleich mit einer Oberbürgermeister-Kandidatur zu beginnen", gibt Britzl zu. "Aber irgendwo muss man anfangen", lacht er. Er sei sich bewußt, dass Oberbürgermeister sein nicht nur bedeute, viele Geburtstage und viele Vereinssitzungen mitzumachen. "In diesem Amt trägt man viel Verantwortung." Er wisse, wie er mit der wenigen Erfahrung, die er habe, umgehen müsse, betont er.

Selbst wenn er nicht Oberbürgermeister werde, habe der Wahlkampf seinen Zweck erfüllt: "Die Piratenpartei will 2013 in den Bayerischen Landtag einziehen. "Dafür ist jede noch so kleine Kandidatur wichtig, um uns bekannt zu machen." Ob er im Fall der Fälle dann hierfür kandidiere, ist nicht bekannt.

cz

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