"Garnison noch enger mit Stadt vernetzen"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Bad Reichenhall - So lautet das Fazit von OB-Kandidat von Bündnis90/Die Grünen, Manfred Hofmeister, nach einem Besuch der Gebirgsjägerbrigade 23.

Lesen Sie auch:

Der OB-Kandidat von Bündnis90/Die Grünen und unabhängiger Bürger Manfred Hofmeister führte einen interessanten Informationsaustausch mit dem Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Brigadegeneral Johann Langenegger, dem Vertreter des Standortältesten, Oberstleutnant im Generalstab Stefan Leonhard und Offizieren des Brigadestabes. Begleitet wurde er dabei vom Ortsvorsitzenden Bruno Rettelbach, dem Fraktionssprecher Michael Nürbauer und dem Kreisvorsitzenden Dr. Bernhard Zimmer.

Für Manfred Hofmeister ist die Brigade ein bekanntes Terrain. War er doch über 9 Jahre selbst am Standort Bad Reichenhall, dem damaligen Gebirgsartilleriebataillon 235 sowie Abteilungsleiter im Stab der Gebirgsjägerbrigade 23. Dennoch ist es wichtig, sich aktuell aus erster Hand über die Veränderungen und neuen Entwicklungen am Bundeswehrstandort Bad Reichenhall informieren zu können.

Kompetent und mit großer Offenheit wurden wichtige Themenbereiche und Fragen erörtert. Insgesamt wurde deutlich, dass die Bundeswehr als größter Arbeitgeber der Stadt Bad Reichenhall ein absoluter Glücksfall für die Stadt ist. Trotz großer allgemeiner Reduzierungen, z.B. ca. 20.000 in Bayern, wird der Personalbestand der Garnison in der neuen Struktur sogar gering aufwachsen, auf über 2000.

Im Personalbestand der Einheiten mit ehemals hohem Anteil an Wehrpflichtigen, gibt es derzeit natürlich noch einen Fehlbestand und es wird sicher nicht leicht auf volle Personalstärke zu wachsen. Die jüngsten Einstellungszahlen berechtigen aber zu Optimismus hinsichtlich Qualität und Quantität der Bewerber.

Lesen Sie auch:

Mit der Umstellung von der Wehrpflicht auf freiwillig dienende junge Menschen wird sich das soziale Gefüge der Einheiten am Standort ändern. Es werden vermehrt auch junge Soldaten und Soldatinnen an den Standort kommen und möglicherweise hier auch eine Familie gründen. Mit einher gehen damit der Bedarf an Plätzen in Kinderhorten, Kinderbetreuung sowie bezahlbare Wohnungen und Arbeitsmöglichkeiten für Partner. Gerade der Zuzug junger Leute in den Standort liegt im Interesse der Stadt. Bad Reichenhall soll nicht nur Dienstort, sondern auch Heimatstadt für die Soldaten sein. Die Herausforderung für die Stadt ist dabei im Verbund mit der Bundeswehr für diese Entwicklung zu attraktiven Lösungen und Angeboten beizutragen. Ein neues „Wohngetto“ wird sicher niemanden begeistern können. Eine Durchmischung der Bevölkerung und Berufsgruppen und die soziale Einbindung in das Leben am Standort ist besonders wichtig. Hier gilt es die engen Verbindungen der Stadt mit der Bundeswehr weiter zu intensivieren und die Belange der Bundeswehr in das Bewußtsein der Öffentlichkeit und regionalen Arbeitgeber zu tragen. Hier muß die Stadt eine Katalysatorfunktion übernehmen.

Im weiteren Verlauf wurden auch die Möglichkeiten der Energienutzung in der Kaserne (z.B. Dachflächen) angesprochen. Hier liegt die Verantwortung zentral Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Zumindest die Prüfung dieser Thematik sollte durchgeführt werden. Vielleicht können sich daraus Projekte entwickeln. Auch das Modernisierungsprogramm für die Unterkunftsgebäude wird Möglichkeiten für das regionale Handwerk beinhalten.

Lesen Sie auch:

Anschließend wurde das Bundeswehr Dienstleistungszentrum (BwDLZ) Bad Reichenhall besucht. Der Leiter Herr Regierungsoberamtsrat Werner Wackerle skizzierte den Auftrag und die künftigen Herausforderungen seiner Dienststelle. Grundsätzlich geht es darum, daß die zivilen Mitarbeiter der Wehrverwaltung den Betrieb, Infrastruktur, Bekleidung, Verpflegung und Verwaltungsaufgaben für die Truppe sicherstellen. Mit etwa 280 Dienstposten ist das BwDLZ ein wichtiger Bestandteil des Bundeswehrstandortes. Hier ist festzuhalten, daß Bad Reichenhall eines von nur noch 11 verbliebenen BwDLZ im gesamten süddeutschen Raum ist. Die neue Struktur der Bundeswehr hat ebenso Auswirkungen auf diesen Bereich. So wird das Kreiswehrersatzamt in Traunstein aufgelöst, so daß im Bereich des BwDLZ möglichst viele der 50 dort beschäftigten Personen unterzubringen sind. Auf jeden Fall werde dies sozialverträglich geschehen.

Das Büro Wohnungsfürsorge des BwDLZ steht den neu zu versetzten Soldaten bei der Wohnungssuche hilfreich zur Seite. Auch von diesem Bereich kann die Stadt wichtige Informationen und Erfahrungswerte erhalten, wenn es darum geht ein attraktives Wohn-und Betreuungsangebot für alle Bürger am Standort zu erarbeiten.

Fazit: Die Garnison soll noch enger mit der Stadt vernetzt werden.

Pressemitteilung Bündnis90/Die Grünen Kreisverband Berchtesgadener Land

Zurück zur Übersicht: Bad Reichenhall

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser