Gutes Jahr für die Malteser

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Aufwärts ging es für die Malteser im vergangenen Jahr in vielen Bereichen – im Bild das hauptamtliche Team um Dienststellenleiter Michael Soldanski.

Bad Reichenhall - Insbesondere von den Vorteilen des Hausnotrufs, der Qualität des Menüservice und der Erste-Hilfe-Ausbildung ließen sich viele überzeugen.

Aufwärts ging es für die Malteser im vergangenen Jahr in vielen Bereichen – im Bild das hauptamtliche Team um Dienststellenleiter Michael Soldanski.

Zweistellige Zuwächse im Hausnotruf und Menüservice bei leichtem Rückgang des Fahrdienstvolumens – so lässt sich die Entwicklung der sozialen Dienste der Malteser im Berchtesgadener Land mit wenigen Worten zusammenfassen. Über 50 Prozent Zuwachs bei den Teilnehmerzahlen in der Erste-Hilfe-Ausbildung sowie mehr als 1.000 ehrenamtlich geleistete Stunden im Sanitätsdienst und Katastrophenschutz tragen ebenfalls zur erfreulichen Bilanz für das Jahr 2011 bei.

Mit knapp 690.000 Kilometern Fahrleistung stellt der Fahrdienst mit 87 Prozent noch immer den größten Anteil an den knapp 790.000 gefahrenen Kilometern dar, die die Malteser insgesamt im vergangenen Jahr für hilfebedürftige Menschen im Landkreis unterwegs waren. Davon entfielen 80 Prozent auf den Tourenfahrdienst für Menschen mit Behinderung, zum Beispiel zu den Pidinger Werkstätten. Die übrigen Fahrten führten zu Ärzten, Therapieeinrichtungen oder Freizeitzielen und beinhalten sowohl sitzende Beförderung im Pkw oder Rollstuhlfahrzeug als auch Liegendtransporte. Insgesamt wurden dabei rund 75.000 Beförderungen durchgeführt.

Täglich eine vollwertige warme Mahlzeit - immer mehr Senioren schätzen den Menüservice der Malteser.

Im Menüservice konnte das Team um Dienststellenleiter Michael Soldanski erneut neue Kunden gewinnen und bei insgesamt über 30.000 ausgelieferten Mahlzeiten die Anzahl der warmen Mahlzeiten um über 13 Prozent steigern. Genauso positiv stellt sich mit einem Zuwachs von 14 Prozent der Anschlüsse der Bereich Hausnotruf dar. 75 Mal rückten die Mitarbeiter des Hausnotrufhintergrunddienstes aus, um Hilfe zu leisten. Die Kombination von Hausnotrufgeräten und Rauchmeldern überzeugte bisher lediglich sieben Prozent aller Hausnotrufteilnehmer, bedauert Soldanski und ergänzt: „Wir wollen unsere Angebote und unseren Service weiter ergänzen und verbessern, um den Bedürfnissen von Senioren wirklich gerecht zu werden“.

Trotz der insgesamt enormen Fahrleistung für alle sozialen Dienste weist die Unfallstatistik lediglich einige kleinere Zwischenfälle mit Blechschäden auf. „Im Rahmen unseres Qualitätsmanagements und der DEKRA-/TÜV-Zertifizierung‚ Sicherheit in der Personenbeförderung’ finden regelmäßig Fahrerschulungen und Sicherheitstrainings für die Mitarbeiter in unserer Dienststelle statt“, erklärt Soldanski das Konzept der Malteser Fahrdienste.

Neben dem hauptamtlichen Team investierten wieder viele Ehrenamtliche einen zum Teil beträchtlichen Teil ihrer Freizeit im Sanitätsdienst und Katastrophenschutz. Die Mitglieder der „Schnellen Einsatzgruppe“ verbrachten insgesamt über 1.100 Stunden in Einsätzen, Übungen, Gruppenabenden und Fortbildungen. Zu den geplanten Einsätzen zählten vor allem der jährliche Einsatz beim Chiemsee Reggae Summer, ein viertägiger Dienst beim Reitturnier in Seeon sowie gemeinschaftliche Einsätze mit den Maltesern aus Traunstein. Bei einem Bombenfund aus dem 2. Weltkrieg in Bad Reichenhall alarmierte die Integrierte Leitstelle Traunstein neben dem BRK die Schnelleinsatzgruppe (SEG) der Malteser. Diese rückte mit einem Mannschaftstransportwagen, zwei Liegendfahrzeugen und zwei Behindertentransportfahrzeugen aus, um im Falle einer Ausweitung der Evakuierungszone ältere oder gehbehinderte Anwohner in Sicherheit zu bringen. Auch die Feldköche und ihre Helfer kamen zum Einsatz bei der Verköstigung der Teilnehmer am Kreisjugendfeuerwehrtag in Bad Reichenhall wie auch bei der Verpflegung der Einsatzkräfte einer grenzüberschreitenden Katastrophenschutzgroßübung des Landratsamtes.

Wenige Unfälle trotz vieler Kilometer – dank regelmäßiger Fahrerschulungen und kirchlichem Segen.

Einen außerordentlichen Aufschwung nahm im vergangenen Jahr die Ausbildung in Erster Hilfe. An den verschiedenen Kursangeboten zu Lebensrettenden Sofortmaßnahmen und Erster Hilf e, Erste Hilfe Trainings und Kindernotfallkursen nahmen insgesamt knapp 500 Personen teil, was eine Steigerung von über 50 Prozent bedeutet. „Erfreulicherweise wenden sich immer mehr Firmen und Freiwillige Feuerwehren mit Kursanfragen an uns“, erklärt Robert Schnell, Leiter der Malteser Ausbildung für Traunstein und Bad Reichenhall, den Anstieg.

Wie schon 2010 gab es wieder einen „Glücksbringer“-Hilfstransport nach Bulgarien, der diesmal die Hilfspakete bereits vor Weihnachten bei den Empfängern abgeben konnte. Für diese und andere Hilfsaktionen werden nach Absprache weiterhin gebrauchte Kleidung, Spielsachen, Pflegehilfsmittel und ähnliches entgegen genommen.

 Mit dem Ausbau der haupt- und ehrenamtlichen Dienste ging ein größerer Platzbedarf einher, dem bereits Mitte des Jahres mit dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten an der Teisendorfer Straße Rechnung getragen wurde. Ausreichend Arbeits- und Parkplätze, ein moderner heller Ausbildungsraum und eine geräumige Tiefkühlzelle für den Menüservice sind die bedeutendsten Vorzüge der neuen Dienststelle, die im Oktober im Gedenken an den Gründer des Malteserordens, des Seligen Gerhard, feierlich eingeweiht wurde.

Für das laufende Jahr sind bereits zwei weitere Ereignisse geplant: Der langjährige ehrenamtliche Kreisbeauftragte Baron Dieter von Wrede übergibt offiziell die Leitung der Gliederung an seinen Nachfolger Maximilian Rauecker. Der genaue Termin wird noch festgelegt. Im Herbst wird voraussichtlich die Bevölkerung bei einem Tag der offenen Tür eingeladen, die Dienststelle zu besichtigen.

Informationen über die Angebote der Malteser und die Möglichkeiten zur Mitarbeit im Ehrenamt, Bundesfreiwilligendienst oder Freiwilligen Sozialen Jahr unter Telefon 08651/762607-0 oder www.malteser-badreichenhall.de.

Presseinformation Malteser Bad Reichenhall

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