OB tauscht Anzug gegen Badehose

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Dr. Lackner.

Bad Reichenhall - Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner lud zum Badespaß in das neue Sport- und Familienbad ein. Beim Wellenrutschen musste er sich geschlagen geben.

Am Freitag-Nachmittag hatte Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner zum gemeinsamen Badespaß ins neue Sport- und Familienbad eingeladen. Diese Wahlkampfaktion der besonderen Art wurde rege angenommen und entwickelte sich zum vollen Erfolg: Rund 80 Reichenhaller kamen im Zeitraum von 14 bis 15 Uhr ins Sport- und Familienbad und durften für drei Stunden gratis schwimmen, rutschen und tauchen. Den Großteil der Besucher machten junge Familien und Jugendliche aus. Die Gäste wurden zumeist schon vor dem Eingang per Handschlag und einem kurzen persönlichen Gespräch mit dem Oberbürgermeister begrüßt, bevor es dann ab ins Bad ging.

Nach Ende der Einlasszeit wechselte dann auch Dr. Lackner Jacke und Pulli gegen Badehose und Handtuch und machte sich auf in Richtung Schwimmbecken. Sichtlich angetan hatte es ihm die Reifenrutsche: „Das macht einfach Freude, wenn man sieht, was hier geschaffen wurde – und vor allem, wie die jungen Menschen einen Spaß daran haben.“ Nichtsdestotrotz: Im CSU-internen Duell auf der Wellenrutsche musste sich der Oberbürgermeister knapp geschlagen geben. „Naja, das ist der einzige Wermutstropfen am heutigen Nachmittag - aber eine Revanche ist ja nicht ausgeschlossen“ meinte der OB schmunzelnd und begab sich flugs wieder zum Training auf die Reifenrutsche.

Das Sport- und Familienbad war am Freitag-Nachmittag übrigens sehr gut ausgelastet – zahlreiche Besucher bevölkerten Wasserflächen und Ruhezonen. Und auch die Rückmeldungen der Gäste zur CSU-Aktion waren ausschließlich positiv. „Wir waren heute das erste Mal im neuen Bad und finden es toll, dass wir jetzt in Reichenhall so ein schönes neues Bad haben – wir werden in jedem Fall wiederkommen“ meinte eine Mutter von zwei Kindern. Erklärtes Ziel des Sport- und Familienbades ist es, Sportlern, Vereinen, Familien und jungen Menschen die Möglichkeit zum Schwimmen zu bieten.

Während sich gerade Vereinsvertreter und Sportler sehr positiv zum Bad äußern, wird öfters Kritik an der Preispolitik laut. Besonders attraktive Angebote für Reichenhaller werden gefordert. „Wir wissen um die Problematik und werden demnächst versuchen, mit Herrn Sasse eine gute Lösung zu finden. Ich bin da zuversichtlich – und die Stadt tut auch jetzt schon eine ganze Menge, um gerade den Reichenhallern das Schwimmen möglichst kostengünstig zu ermöglichen“ versicherte Lackner.

In diesem Zusammenhang verwies der Oberbürgermeister beispielsweise darauf, dass die Stadt für die Reichenhaller Schulen die Kosten des Schulschwimmens übernimmt. Auch spezielle Preisangebote wie die Sportlerkarte, spezielle Vereins-Tarife oder die Familienkarte helfen bei der Verwirklichung des Ziels. Eines ist klar: Preissenkungen im großen Stil kann es aus wirtschaftlichen Gründen nicht geben, ein spezieller Einheimischentarif ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Dennoch laufen bereits Gespräche zwischen Oberbürgermeister und der Thermenführung, wie insbesondere für Reichenhaller noch bessere Preisangebote geschaffen werden können.

Die CSU-Ortsvorsitzende Stephanie Kunz freute sich gemeinsam mit OB Dr. Herbert Lackner über den gelungenen Bade-Nachmittag. Und um gar nicht erst Gerüchte aufkommen zu lassen, stellte Kunz klar, dass es keinen Cent Ermäßigung von der Therme gegeben hat, die nicht auch jeder Reichenhaller Bürger bekommt. „Wir bekommen ganz normal eine Rechnung gestellt und die wird unser Dr. Herbert Lackner aus eigener Tasche bezahlen – er hat persönlich eingeladen“ verriet Kunz.

Und nachdem FWG-Kandidat Martin Knabenreich via Facebook und mündlich ja behauptet hatte, der CSU stünden aus München Sondertöpfe zur Wahlkampffinanzierung zur Verfügung, konnte sich Kunz auch einen kleinen Scherz zum Abschluss des Badespaß-Nachmittags nicht verkneifen: „Ich würde Herrn Knabenreich herzlich bitten, sich mit unserem Schatzmeister in Verbindung zu setzen. Der weiß von Sondertöpfen nämlich nichts, wäre aber für hilfreiche Informationen sehr dankbar. Offenbar nimmt Herr Knabenreich aber in den letzten Wochen an einem Wettbewerb teil, der zum Ziel hat, möglichst viele wilde Behauptungen aufzustellen“ schmunzelte Stephanie Kunz bei einem gemeinsamen Abschluss-Kaffee mit einigen Teilnehmern der Badespaß-Aktion.

Pressemitteilung CSU, Ortsverband Bad Reichenhall

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