Für das Wohl von Bad Reichenhall!

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Beisitzer Herr Kilian Spiethoff, Schriftführerin Sylvia Hoyer, 1. Vorstand Herr Manfred Hofmeister, 2. Vorstand Herr Norbert Scheuerer und Kassier Herr Adolf Schäfer.

Bad Reichenhall - Sich um den Erhalt von Bad Reichenhall kümmern, dies will die neue Bürgerinitiative "Lebenswertes Bad Reichenhall". Worum es dem Bürgerverein im Einzelnen geht:

Im vollbesetzten Trachtenhaus in Marzoll erfolgte am 27. Januar die Gründung des gemeinnützigen Vereins „Lebenswertes Bad Reichenhall e. V.“.

Ausgehend von einem Vorschlag der Bürgerinitiative „Lebenswertes Marzoll“ haben sich darin zahlreiche Bürger parteiübergreifend zusammengeschlossen, um sich für die Interessen der Kur- und Touristikstadt Bad Reichenhall einzusetzen. Die wesentlichsten Anliegen des neuen Vereins bestehen darin, im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger einen Beitrag zur strategischen Ausrichtung Bad Reichenhalls zu leisten, nachhaltige, umwelt- und landschaftsschonende Projekte zur Tourismusförderung in der Stadt zu unterstützen, sowie sich für eine kurortverträgliche Infrastruktur und Gewerbeansiedlung einzusetzen. Diese Gründung eröffnet den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt parteiunabhängig die Möglichkeit, ihre Ideen zum Wohle Bad Reichenhalls in Zukunft noch besser einzubringen.

Die Versammlung der Bürgerinitiative „Lebenswertes Marzoll“ am Freitag behandelte zunächst das Thema der geplanten Ansiedelung des Abfallverwertungsbetriebs MSP im Gewerbegebiet Türk. Nach einer einleitenden Präsentation beeindruckender Naturaufnahmen aus der Marzoller Umgebung durch Dr. Thomas Spiethoff erörterte Manfred Hofmeister den gegenwärtigen Sachstand des Verfahrens.

Nachdem die Bürgerinitiative im Jahr 2011 mit großem zeitlichen und finanziellen Aufwand (u. a. 12.000 € für Sach- und Rechtsbeistände) die Installierung eines Betonbrechers und eines Holzschredders im Freien verhindern konnte und die Stadt Bad Reichenhall das gemeindliche Einvernehmen mit dem ersten Planungsentwurf der Entsorgungsfirma versagt hat, wurde von MSP mittlerweile eine neue Planung vorgelegt. Diese sieht jedoch unverändert eine maximale Umschlagsmenge von 84.000 t Müll pro Jahr vor. Damit steht weiterhin die Gefahr der Errichtung einer Abfalldrehscheibe für mehrere Landkreise und das benachbarte Salzburger Land ins Haus. Der Öffentlichkeit wurde dagegen seitens der Firma MSP sowie der Behörden der Eindruck eines einfachen „Umzugs“ von Bayerisch Gmain nach Bad Reichenhall vermittelt. Die Zahlen indessen sprechen eine andere Sprache. In Bayerisch Gmain darf der Betrieb derzeit bis zu 10 t Müll pro Tag sammeln; das entspricht einer Jahresumschlagsmenge von ca. 2.400 t. Für den Standort Türk ist eine Genehmigung für bis zu 84.000 t beantragt; darunter 1.500 t gefährliche Abfälle. Diese Tatsachen wurden und werden der Öffentlichkeit bis heute verschwiegen. In einem Industriegebiet mag die Ansiedlung eines solchen Unternehmens nichts Außergewöhnliches darstellen; innerhalb eines Gewerbegebiets wäre sie in dieser Größenordnung deutschlandweit einmalig. Dieses Verfahren stellt nach Ansicht der Bürgerinitiative ein Musterbeispiel dafür dar, wie die Gewerbeansiedlung in einer Kur- und Tourismusstadt nicht aussehen darf.

Entschlossen wird sich der neue Verein mit allen Mitteln auch künftig gegen diese Drehscheibe der Abfallwirtschaft im Kurbezirk wehren. Ergebnis gravierender Informationsdefizite und fehlender Zukunftsplanung Damit in Zukunft im Interesse Bad Reichenhalls und seiner Bürger kurortverträgliche Betriebe angesiedelt und somit die Stärken von Bad Reichenhall bewahrt und gefördert werden, haben die Mitglieder der Bürgerinitiative die Gründung eines gemeinnützigen Vereins beschlossen. Konsequenterweise soll die neue Organisation ihren Wirkungskreis nicht mehr nur auf den Ortsteil Marzoll beschränken, sondern generell das Gebiet des heilklimatischen Staatsbades und „Alpine Pearl“ Bad Reichenhall umfassen. In diesem Verein sollen die gemeinsamen Interessen gebündelt und gegenüber den Entscheidungsträgern noch besser als bisher vertreten werden.

In der Bürgerdiskussion ergab sich u. a. von Herrn Gustav Starzmann, MdL a. D., der Wunsch, diese allgemeinere Ausrichtung auch in der Benennung des neuen Vereins deutlich zu machen. Nach kurzer Aussprache wurde der Name „Lebenswertes Bad Reichenhall e. V.“ festgelegt. Im zweiten Teil des Abends wurde unter der Leitung von Herrn Adolf Schäfer in bewährter Manier die Vereinsgründung sowie die Vorstandswahlen gemäß der gesetzlichen Vorgaben durchgeführt.

Einstimmig gewählt wurden Manfred Hofmeister (1. Vorstand), Herr Norbert Scheuerer (2. Vorstand), Frau Sylvia Hoyer (Schriftführerin), Herr Adolf Schäfer (Kassier) und Herr Kilian Spiethoff (Beisitzer). Die Höhe der Jahresbeiträge wurden im Hinblick auf eine möglichst breite Bürgerbeteiligung bewusst niedrig festgesetzt; sie beträgt für Erwachsene 12 €, für Jugendliche 6 Euro pro Jahr.

Spontan sind bereits etwa 70 Personen dem Verein beigetreten; in Kürze darf mit zahlreichen weiteren Mitgliedern aus dem gesamten Stadtgebiet gerechnet werden. Beitrittsformulare werden demnächst auch online auf der Internetseite www.lebenswertes-bad-reichenhall.de herunterzuladen sein. Derzeit können Beitrittsformulare bei Herrn Adolf Schäfer (Untersbergstr. 4 / 83435 Bad Reichenhall) bezogen werden.

Pressemitteilung Bürgerinitiative "Lebenswertes Bad Reichenhall"

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