Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Sparkasse-BGL reagiert offensiv auf BGH-Urteil

Gebühren für 40.000 Konten zunächst wieder wie im März 2018

Eine Baustelle - wie hier bei der Sparkasse in Freilassing - ist auch
die Frage, wie der Kunde in Zukunft Kontogebühren
akzeptieren muss, eine neuerliche Erhöhung im Herbst steht bevor.
+
Die Sparkasse Berchtesgadener Land - hier die Zweigstelle in Freilassing, neben der die Sparkasse wichtigen Wohnraum und in Zusammenarbeit mit der Stadt eine Kita schafft - reagiert offensiv auf ein BGH-Urteil und setzt die Gebühren auf den Stand von März 2018 zurück.
  • Michael Hudelist
    VonMichael Hudelist
    schließen

Das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom April dieses Jahres zu den Gebühren der Banken - und auch anderer Branchen - hat nun auch die Sparkasse Berchtesgadener Land erreicht. Das Gericht stellte fest, dass Kunden neuen Gebühren ausdrücklich zustimmen müssen, die bisherige Praxis, Kunden nur zu informieren sei „nicht ausreichend verbraucherfreundlich“, so das Gericht. Für den dreiköpfigen Sparkassen-Vorstand in Bad Reichenhall bedeutet das, „dass wir in Zukunft wahrscheinlich bei Preisänderungen das ausdrückliche Einverständnis unserer Kunden brauchen“. 

Bad Reichenhall/Freilassing - Bis dahin bietet die Sparkasse eine pragmatische Lösung an: die Gebühren für die rund 40.000 privaten Konten werden wieder auf den Stand vom März 2018 zurückgesetzt, „dies geschieht automatisch, ohne dass Kunden tätig werden müssen“, so Tobias Kastner, Sprecher der Sparkasse BGL gegenüber BGLand24.de. Ob die Sparkassen-Kunden die zu viel bezahlten Gebühren zurückbekommen, sei indes noch nicht abschließend geprüft - nur so viel: „Wenn der Kunde eine Erstattung will, muss er dies beantragen“, so Kastner: „Konkret heißt das, er bekommt entweder einen Pauschalbetrag vergütet oder er rechnet sich die genaue Differenz aus und legt dies vor“.

Die Sparkasse will ihre Transparenz unterstreichen, indem sie jetzt schon mitteilt, dass die alten, niedrigeren Gebühren nur eine Übergangslösung sind, „das kommunizieren wir ganz offen“. Die Preise werden dem Vernehmen nach noch in diesem Herbst wohl wieder auf den bisherigen Stand erhöht, dann allerdings mit einer ausdrücklichen Zustimmung des Kunden, wie es zum Beispiel bei Mieterhöhungen auch üblich ist. 

Gut hundert Reaktionen nach BGH-Urteil

Nach Auskunft Kastners hätten bereits nach dem BGH-Urteil im April gut hundert Kunden reagiert und von der Sparkasse eine Reaktion eingefordert. „Jetzt nach dem Schreiben an rund 40.000 Kunden haben wir am ersten Tag nur einige wenige Anrufe und Nachfragen erhalten“, versichert Kastner. 

Zum Hintergrund: Bisher machten es sich Banken, Sparkassen und auch andere Branchen bei Preiserhöhungen einfach, sie schickten eine Mail oder druckten es auf die Kontoauszüge und wer nicht ausdrücklich widersprach hatte sie schon automatisch akzeptiert. Nach Ansicht der Sparkasse habe diese Form auch „niedrige Kosten für die Kontoführung“ ermöglicht. Ein Kunde einer Postbank hatte gegen diese Praxis geklagt und am Ende auch vom Bundesgerichtshof Recht bekommen. „Wir gehen davon aus, dass diese Entscheidung künftig von allen Banken zu beachten sein wird“, so der Vorstand der Sparkasse BGL in dem Schreiben an die Kunden. 

hud

Kommentare