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Badylon Freilassing und Rupertustherme Bad Reichenhall

Und täglich fehlt der Nachweis: So gut klappt „2G-Plus“ in Schwimmbädern und Thermen

Geimpfte und Genesene dürfen Planschen gehen, fast alle anderen müssen draußen bleiben. Eine Umfrage bei den Bädern zeigt: So ganz klar ist den Gästen wohl immer noch nicht, wer jetzt wann zum Schwimmen darf und wer nicht.

Bad Reichenhall/Freilassing - ‚Geimpft oder Genesen? Und noch den Test, bitte.‘ Im Badylon in Freilassing müssen täglich Gäste abgewiesen werden, weil sie die vorgeschriebenen Nachweise beim Einlass in das Hallenbad nicht vorzeigen können. Und warum haben die Schwimmwilligen ihre 2G+ Papiere nicht beisammen? „Die sich ständig ändernden Regelungen und die unterschiedlichen Vorschriften Bayerns und Salzburgs verwirren zusätzlich“, so Daniel Beutel, Pressesprecher der Stadt Freilassing.

Verwirrung um 2G+ in Thermen und Schwimmbädern

Das Problem ist auch in der Rupertustherme in Bad Reichenhall bekannt. Gerade als die 2G+ Regelung eingeführt wurde und noch etwas Unsicherheit herrschte, war der Start eher „holprig“, erklärt Marlene Deisinger von der Unternehmenskommunikation. Dies sei mittlerweile besser. Dennoch: Manche Gäste scheinen noch unsicher zu sein, wie lange denn ein Test gültig ist. „Oft gibt es den Fall, dass ein Schnelltest schon 48 Stunden alt ist“, so Deisinger. Doch die Schnelltests verlieren bereits nach 24 Stunden ihre Gültigkeit.

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Auch bei PCR-Tests wird oft nachgefragt: Gilt der Test ebenfalls und vor allem wie lange? Anders als in Österreich sind PCR-Tests nur für 48 und nicht für 72 Stunden gültig. „Wohnzimmertests“, also Schnelltests, die man zuhause durchführt, werden ebenfalls nicht akzeptiert. „Wir brauchen zertifizierte Tests, die von einer Teststation oder einem Arbeitgeber ausgestellt werden“, so Deisinger.

Erst nach zwei Wochen: Booster statt „Plus“

Ein weiteres Missverständnis, das die Grenze mitbringt, ist die Booster-Impfung. Denn die dritte Corona-Spritze ersetzt das „Plus“. Dreifach Geimpfte müssen keinen zusätzlichen Test mehr vorweisen, um in eine Therme, ein Schwimmbad und zahlreiche andere Einrichtungen eintreten zu können. Jedoch greift die Testbefreiung erst am 15. Tag nach der Impfung. In Österreich gilt der Booster hingegen sofort.

Wann sind Kinder von 2G+ ausgenommen?

Eine Frage, die ebenfalls immer wieder gestellt wird: Darf mein Kind mit ins Schwimmbad oder in die Therme?

In der 15. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung heißt es unter Paragraph 4 „2G plus“, dass Kinder unter 14 Jahren Zugang zu den Einrichtungen haben, sprich - Genesenen oder Geimpften gleichgesetzt sind. Einen Test braucht das Kind trotzdem, außer es ist noch jünger als sechs Jahre.

Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden oder noch nicht eingeschulte Kinder brauchen ebenfalls keine zusätzlichen Test.

Bis voraussichtlich 12. Januar 2022 gibt es eine Sonderregelung für minderjährige Schülerinnen und Schüler, die in der Schule regelmäßig getestet werden. Sie sind in bestimmten Bereichen von der 2G-Regelung ausgenommen, etwa um sportliche Aktivitäten auszuüben.

Strenge Kontrollen: Ohne „Plus“ kein Einlass

Kontrolliert wird jedenfalls streng. Bei der Rupertustherme ist direkt am Eingang - noch vor der Kasse - ein Stehpult. Dort werden die Impfzertifikate gescannt und die Nachweise geprüft. Ohne die notwendigen Dokumente kommt man also gar nicht erst rein.

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Im Badylon kontrolliert das Kassenpersonal 2G+ gleich mit. In der angrenzenden Turnhalle kontrollieren die Vereine selbst. Doch: „Seit der Einführung der Regelungen haben die meisten Vereine das Training bis auf Weiteres abgesagt. Nur noch vereinzelte Vereine trainieren in der Turnhalle“, so Beutel.

Die Watzmanntherme in Berchtesgaden hat auf das „Plus“ reagiert und bietet zumindest während der Weihnachtsferien eine Teststation im Eingangsbereich an. Wer noch kein Zertifikat vorweisen kann, hat hier eine einfache Möglichkeit, sich schnell testen zu lassen.

Nur 25 Prozent: Geringe Auslastung in Thermen und Bädern erlaubt

Doch auch mit 2G+ dürfen nur wenige die Freizeiteinrichtungen nutzen. 25 Prozent der normalen Auslastung ist derzeit erlaubt. Für das Badylon heißt das: 87 Gäste können sich gleichzeitig im Hallenbad aufhalten. Offenbar ist der Ansturm gar nicht so groß. „Seit Einführung der Regel ist der Fall einer Überlastung noch nie vorgekommen“, erklärt Beutel. Waren es etwa im November 2019 bei voller Auslastung knapp unter 15.500 Gäste, sind es im November 2021 nur noch rund 6.830 gewesen.

In der Rupertustherme zeigt die 25 Prozent Regel ihr wahres Ausmaß: 350 Gäste können Therme, Sauna und Familienbad derzeit gleichzeitig nutzen. Zu Normalzeiten sind noch 1180 Personen erlaubt gewesen.

ce

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg (Symbolbild)

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