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Warum dem Stadtrat dann doch der Spaß verging

Ein „Humor-Festival“ für Bad Reichenhall? Alle skeptisch - außer OB Lung

Antrag im Rathaus Bad Reichenhall
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Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Christoph Lung.

Schon nächstes Frühjahr hätte es soweit sein können: Drei Monate lang sollte der Spaß in Bad Reichenhall im Vordergrund stehen - doch kaum einer konnte sich im Stadtrat für das „Humor-Festival“ begeistern...

Bad Reichenhall - „Das passt doch in die Zeit: Trotz sparen sollten wir nicht das Lachen verlernen und für unsere Stadt werben“, machte sich Oberbürgermeister Christoph Lung (CSU) am Dienstag (20. September) stark für ein „Humor-Festival“ in Bad Reichenhall. Doch praktisch der ganze Stadtrat war der Meinung: Das passt nicht in die Zeit. Weil das Stimmungsbild in der halbstündigen Diskussion so eindeutig war, setzte Lung das Thema kurzerhand wieder von der Tagesordnung ab. Zu einer Abstimmung, ob die Stadt nächstes Jahr das „Humor-Festival“ ausrichten soll, kam es dann gar nicht.

Kein „Humor-Festival“ 2023 in Bad Reichenhall

Die Idee stammt von Reinhard Wittmann, Beirat der KunstAkademie: Ein Humor-Parcours mit 60 Stationen könnte sich durch die Stadt schlängeln, ein Konzert der Philharmoniker zu Loriot, ein Auftritt von Gerhard Polt im „magazin3“, eine Cartoon-Ausstellung von Peter Gaymann oder Kabarett in der evangelischen Kirche - all das schwebte den Ideengebern vor. Fix organisiert war davon freilich noch nichts. Die geschätzten Kosten: 120.000 bis 170.000 Euro. Und Veranstalter sollte die Stadt mit ihrer Tourismus- und Marketing-GmbH sein.

„Das Konzept ist löchrig und unvollständig“, befand Rainer Hüller (Grüne): „Hat mit Polt überhaupt schon wer geredet?“ Die Mühe freue ihn ja, aber wenn man gleichzeitig Beschlüsse zum Stromsparen fassen müsse, passe das einfach nicht, so auch Friedrich Hötzendorfer (FW). Und Fraktionskollege Fritz Grübl wurde wurde ganz direkt: „Nach einem Humorfest ist mir nicht und auch der Bürger versteht das nicht.

Von Ende März bis Ende Juni hätte das Festival unter dem Namen „Humor-Frühling“ stattfinden sollen. Die Idee stellte Stefan Wimmer von der KunstAkademie im Stadtrat vor: Ein positives Image und Aufmerksamkeit für Reichenhall versprach er sich, außerdem Anschub für den Tourismus, Wertschätzung fürs Kulturangebot und „es würde die Bevölkerung mit Stolz erfüllen, dass man Austragungsort ist“. Ein vergleichbares Humor-Festival fand heuer im Sommer in Bernried am Starnberger See statt. „Respekt für die Ausarbeitung“, befand Monika Tauber-Spring (Bürgerliste) - in abgespeckter Form und mit günstigerem Konzept sollte man durchaus nochmal einen neuen Anlauf wagen, empfahl die Kulturreferentin.

xe

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