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Rupertus Therme zieht Bilanz über 10 Jahre

Sasse: "Weniger Gäste, dafür mehr Konsum"

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10 Jahre Rupertus Therme in Bad Reichenhall
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Bad Reichenhall - Seit 10 Jahren bringt die Rupertus Therme Erholung und Entspannung. Warum die Verantwortlichen dennoch die Qualität des Hauses den Eintrittspreisen vorziehen:

Insgesamt rund 3,6 Mio. Gäste durfte die Rupertus Therme in Bad Reichenhall bisher seit ihrer Eröffnung im Jahr 2005 begrüßen. Waren es anfangs noch 230.000 Gäste pro Jahr, strömten 2014 mehr als doppelt so viele Besucher in die Wellness- und Badebereiche. Zum 10-jährigen Jubiläum des Hauses zog der Geschäftsführer der Rupertus Therme und stellvertretende Kurdirektor Dirk Sasse nun Bilanz.

Investitionen in Erholung und Entspannung

Rund 58 Mio. Euro seien seit 2005 in die Therme in Bad Reichenhall geflossen, berichtet Sasse in seiner Bilanz. In naher Zukunft kämen zu diesem Volumen nochmal eine stolze Summe für geplante Erweiterungen hinzu. So soll in direkter Nachbarschaft ein Thermenhotel mit 80 bis 90 Zimmern entstehen. Der komplettfremdfinanzierte Bau soll dann rund 14 Mio. Euro kosten, aktuell sei der Bad Reichenhaller Stadtrat aber noch mit dem Satzungsbeschluss beschäftigt. Sasse rechnet mit einer Entscheidung im September 2015.

"Zuerst brauchen wir das Baurecht, danach folgen erst die Investoren", erklärte Sasse bei der Pressekonferenz am Dienstag. Ein Parkdeck mit 400 Stellplätzen soll dann ebenfalls entstehen; eine Notwendigkeit, so Sasse, weil das geplante Hotel bestehende Parkplätze wegfallen ließe. Hier rechnet der Geschäftsführer mit einem Investitionsvolumen von rund 4 Mio. Euro.

Therme mehr als nur ein Defizit-Geschäft

In seiner Bilanz ging Dirk Sasse auch auf die finanzielle Situation der Rupertus Therme ein. Mit einem Marktanteil von gut 26 Prozent im vergangenen Kalenderjahr, einer Verdopplung im Vergleich zu 2005, stehe der Betrieb gut da, so der Geschäftsführer. Im Vergleich zur Konkurrenz im angrenzenden Österreich und dem Einzugsgebiet in Bayern habe Bad Reichenhall hier deutlich die Nase vorne. Auf Platz zwei folgt hier die Therme Kaprun mit einem Anteil von 16 Prozent.

Dem Erlös von 9,4 Mio. Euro steht jedoch der Gesamtaufwand von 10,6 Mio. Euro gegenüber. "Eine Therme betreibt niemand, um daraus einen Gewinn zu erzielen. Ich sehe unser Haus eher als Beitrag zur Daseinsvorsorgte und zur Gesundheit", rechtfertigte Sasse das Defizit der Rupertus Therme. Positiv sah der Geschäftsführer jedoch die Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren.

Mussten die Gesellschafter 2011 noch 2 Mio. Euro Zuschuss leisten, waren es 2014 nur noch eine viertel Million Euro. Betrachte man die Therme isoliert vom Familienbad, erwirtschaftete der Betrieb im vergangenen Jahr sogar einen Überschuss von knapp 50.000 Euro. Für 2017 rechnet Dirk Sasse dann sogar, dass keinerlei Zuschüsse seitens der Gesellschafter - der Freistaats, die Gemeinde Bayrisch Gmain und die Stadt Bad Reichenhall - mehr nötig sein dürften.

"Unser Konzept geht auf", freut sich Sasse. Die Maxime "Qualität vor Preis" habe schließlich aktuell dazu geführt, dass zwar weniger Gäste in die Rupertus Therme kommen, sie bei ihrem Aufenthalt dafür aber mehr konsumieren und somit auch mehr Umsatz generieren. Besonders die sogenannte "Premiumstrategie" macht der Geschäftsführer für diesen Erfolg verantwortlich. 

Bilder vom 10-Jährigen Jubiläum

Bilder von der Jubiläumsfeier der Therme

Die Therme als Standortfaktor

"Zwei Drittel unserer Einnahmen fließen wieder zurück in die Region", so Sasse weiter. Der Geschäftsführer unterscheidet dabei nicht zwischen Deutschland und Österreich. "Unsere Gäste haben die Grenzen ja nicht mehr im Kopf". Auch die Besucherstruktur setzte sich schließlich im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre aus 60 Prozent deutschen und 40 Prozent österreichischen Besuchern zusammen.

Neben dem Wellnessangebot gehe die Arbeit der Rupertus Therme jedoch auch über die reine Erholung hinaus. Der betriebene Wohnmobilpark in Bad Reichenhall generierte seit 2011 wertvolle Einnahmen für die Stadt. Mit seinen rund 11.800 Übernachtung bewege sich der Platz aktuell bei einer Auslastung von 64 Prozent. Doch auch das weiterführende Angebot wie zum Beispiel eine E-Bike Leihstation und das neu eingeführte KombiTicket wirkten sich laut Sasse positiv auf den Tourismus in Bad Reichenhall aus.

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