Zeitplan und Herausforderungen

Deichsanierung in Bad Reichenhall: So geht es weiter

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Im Herbst 2019 wurden im Naturpark in der Nähe der Nonner Rampe im Auftrag des Wasserwirt- schaftsamts Traunstein mehrere hundert Quadratmeter neue Waldfläche angelegt.

Bad Reichenhall - Die Deichsanierung in Bad Reichenhall wird im Sommer fortgesetzt. Dafür notwendige Gehölzarbeiten starten schon jetzt. 

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Für den zweiten Bauabschnitt der Deichsanierung, die sogenannte Binnenentwässerung, beginnen im Sommer die Bauarbeiten. Geplant sind zwei Ableitungskanäle, einmal in die Marzoller Au und einmal in den Grabenbach. Für den Bau müssen im Bereich des Umspannwerks, am Grabenbach, im Bereich des Bolzplatzes und in der Marzoller Au einzelne Gehölze entnommen werden. Zum Schutz der Brutvögel müssen die dazu notwendigen Rodungsarbeiten bis Ende Februar 2020 abgeschlossen sein. Sie werden durch die Flussmeisterstelle Piding des Wasserwirtschaftsamts Traunstein ab Mitte Februar durchgeführt. Bei den Gehölzarbeiten wird darauf geachtet, sie so verträglich wie möglich durchzuführen und die Fällungen soweit wie möglich zu begrenzen.

Deichsanierung in Bad Reichenhall:

Was bisher geschah

Im Zuge der Deichsanierung in 2019 wurde auf der Luftseite des Deichs zusätzlich eine Drainage eingebaut. Diese Drainagerohre sollen verhindern, dass sich das Hochwasser einen Weg unter dem Schutzdeich bahnt und auf der Luftseite als Qualmwasser zu Tage tritt. Das gefasste Wasser wird in Schächten gesammelt und soll künftig über die zwei Ableitungskanäle zum nächsten Vorfluter transportiert werden. Führt die Saalach kein Hochwasser findet durch die Drainage keine Entwässerung statt, da der mittlere Grundwasserstand deutlich unterhalb des Drainagesystems liegt.

Wie bereits im ersten Bauabschnitt werden die Planer auch bei den bevorstehen Kanalbauarbeiten zu Speziallösungen gezwungen. Grund hierfür sind die zahlreichen Kabel und Kanäle, die das Planungsgebiet an diversen Stellen kreuzen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Bahnkörper von beiden Kanälen unterquert werden muss.

Deshalb soll der Kanalbau beim „Ableitungskanal Ost“ zwischen Staufenbrücke und Marzoller Au vollständig unterirdisch ausgeführt werden. Auch der „Ableitungskanal West“ zwischen Umspannwerk und Grabenbach soll über weite Strecken ohne offene Baugrube gebaut werden. Die Arbeiten rund um den Bauabschnitt 02 sollen im Sommer 2020 starten.

Bereits nach Abschluss des ersten Bauabschnitts wurde der Waldverlust an anderer Stelle ausgeglichen. Der gesetzlich vorgeschriebene Waldausgleich wurde vollständig auf einer Ausgleichsfläche neben dem Mühlbach in Saaldorf-Surheim vorgenommen. Obendrein wurden entlang des sanierten Deichs an geeigneten Stellen Einzelbäume gepflanzt und im Naturpark in der Nähe der Nonner Rampe zusätzlich mehrere hundert Quadratmeter Waldfläche neu angelegt.

Pressemitteilung Wasserwirtschaftsamt Traunstein

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