Bundespolizei stoppt Schleusung auf A8 bei Schwarzbach

23-Jähriger per Haftbefehl wegen Schulden bei Justiz gesucht

A8/Schwarzbach – Die Bundespolizei hat am Donnerstag einen mutmaßlichen Schleuser bei Grenzkontrollen auf der A8 festgenommen. Auch ein wegen Hehlerei gesuchter Göttinger musste seine Reise auf Höhe Schwarzbach unterbrechen.

Am späten Abend kontrollierten die Bundespolizisten die Insassen eines Pkw mit italienischen Kennzeichen. Der pakistanische Fahrer hatte lediglich abgelaufene italienische Dokumente dabei. Auch seine vier Landsleute konnten sich nicht ordnungsgemäß ausweisen. Darüber hinaus lag gegen die Pakistanin auf dem Beifahrersitz ein Einreiseverbot für Deutschland vor. Wie sich herausstellte war die 47-Jährige nach Ablehnung ihres Asylantrags Ende Juni dieses Jahres nach Slowenien abgeschoben worden. Eigenen Angaben zufolge seien die Lebensumstände dort allerdings so schlecht, dass sie nun mit ihren drei Kindern bei ihrem Bruder in Berlin leben wolle. Den 23-jährigen Fahrer habe sie zuvor nicht gekannt. Dieser sei von ihrem Bruder beauftragt worden, sich mit der dreifachen Mutter in Italien zu treffen, um sie bis München zu bringen. Ob und wieviel Geld bezahlt worden sei, konnte die Geschleuste nicht angeben. Aufgrund des bestehenden Einreiseverbots wird die Frau samt ihrer Kinder Deutschland voraussichtlich schon bald wieder verlassen müssen. Ebenso wie ihr Fahrer muss sie mit einer Anzeige wegen unerlaubter Einreise rechnen. Der 23-Jährige wird sich zudem wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen. Er durfte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Heimreise antreten.

Am selben Tag stoppten die Beamten ebenfalls in der Kontrollstelle bei Schwarzbach ein Fahrzeug mit belgischer Zulassung. Bei der Personalienüberprüfung der Insassen stießen die Bundespolizisten bei einem 23-jährigen Göttinger gleich auf zwei Haftbefehle. Wegen Hehlerei hatte das Amtsgericht Göttingen im September 2016 eine Geldstrafe von 1.400 Euro gegen den gebürtigen Serben erhoben. Der Verurteilte hatte zwar einen Teilbetrag gezahlt, sich dann aber offenbar ins Ausland abgesetzt. Auch die Staatsanwaltschaft Lüneburg suchte wegen einer Ordnungswidrigkeit nach dem Flüchtigen. Nun musste der 23-Jährige seine Justizschulden in Höhe von insgesamt rund 1.200 Euro begleichen. Er konnte die geforderte Summe aufbringen und damit einer Ersatzhaft von 48 Tagen entgehen.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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