Bauprojekte, Sperrungen und andere Entwicklungen

Das erwartet uns 2021 im Berchtesgadener Land

Grund- und Mittelschule CJD Asthmazentrum Buchenhöhe, Schießstätte Bad Reichenhall, Bundestagswahlen, Matulusgarten Freilassing, Baustelle B20 Bischofswiesen
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Wiederaufbau, Neubau und Sanierung prägen das Jahr 2021 im Berchtesgadener Land, außerdem wird im September ein neuer Bundestag gewählt.

Berchtesgadener Land - Obwohl noch keiner weiß, was 2021 genau auf uns zukommt, hat BGLand24.de einen Überblick für euch, welche Projekte sicher umgesetzt werden, welche Termine fix anstehen und in welchen Fällen bindende Entscheidungen getroffen werden.

Bundestagswahl im September


Ein Termin für 2021 steht tatsächlich schon sicher fest: am 26. September ist Bundestagswahl. Die Wahlvorschläge aus den einzelnen Wahlkreisen müssen bis 19. Juli eingereicht sein. Das Berchtesgadener Land bildet zusammen mit dem Landkreis Traunstein einen Wahlkreis. Einzig die AfD hat schon ihren Direktkandidaten nominiert.

Kreisrat und Kreisvorsitzender der AfD in Traunstein Joachim Bernshausen setzte sich in der Nominierungsversammlung gegen Hansjörg Müller durch. Der AfD-Vorsitzende aus dem Berchtesgadener Land sitzt bereits im Bundestag. Er war 2017 über die AfD-Liste gewählt worden. Außerdem ist der Wahlkreis 225 mit Dr. Peter Ramsauer (CSU) und Bärbel Kofler (SPD) derzeit in Berlin vertreten.


Touristische und wirtschaftliche Neuordnung im Berchtesgadener Land

Bartl Wimmer freut sich auf seine neue Aufgabe als Vorsitzender der Tourismusregion Berchtesgaden Königssee, auch wenn es keine leichte wird.

Viel neues gibt es ab dem 1. Januar 2021 auch in der touristischen und wirtschaftlichen Vermarktung des Landkreises. Mit dem Jahresbeginn übernimmt der Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden - Königssee (TRBK) die Vermarktung der Marke Berchtesgaden. Das betrifft nicht nur den inneren Landkreis, sondern auch die nördlichen Gemeinden der Erlebnisregion Berchtesgadener Land.

Anger und Piding haben bereits beschlossen, eine entsprechende Vereinbarung mit der TRBK auszuhandeln. Saaldorf-Surheim und Teisendorf überlegen noch, wie es touristisch weitergehen soll. Freilassing und Laufen wollen sich selbst vermarkten. Alle haben allerdings zugestimmt, die Anteile an der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH (BGLT) zu verkaufen. Die Stadt Bad Reichenhall ist somit mit Bayerisch Gmain alleiniger Eigentümer der BGLT, die künftig nur noch die Marke Alpenstadt präsentiert.

Dr. Anja Friedrich-Hussong (vorne rechts) übernimmt die Geschäftsführung der BGLW zum 1. Januar 2021 von Dr. Thomas Birner (hinten rechts). Unterstützt wird sie vom künftigen Prokuristen Lars Holstein (vorne links). Landrat Bernhard Kern gratulierte beiden und wünschte Ihnen viel Erfolg.

Die dritte Marke Wirtschaftsservice (BGLW) steht ab dem 1. Januar unter neuer Führung. Dr. Thomas Birner orientiert sich nach 15 Jahren beruflich neu und Dr. Anja Friedrich-Hussong übernimmt die Leitung des Wirtschaftsservice. Sie war bisher als Flächen- und Immobilienlotsin und Regionalmanagerin in der BGLW tätig. Der Innovations- und Förderlotse Lars Holstein unterstützt Dr. Anja Friedrich-Hussong als Prokurist.

Fit durch unser Gmoa - 2021 digital

Auch 2021 veranstaltet die Gemeinde Schönau am Königssee ihre Fitnesswochen „Fit durch unser Gmoa“ - diesmal allerdings digital. Von Donnerstag, 21. Januar bis Freitag, 5. Februar gibt es online Vorträge und Kurse zum Thema „Faszination Gehirn“. Nähere Informationen gibt es unter https://www.fitdurchunsergmoa.de/.

Gebirgsjäger weiter im Mali Einsatz

Das Gebirgsjägerbataillon 232 aus Bischofswiesen wird im Frühjahr das Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall in Mali ablösen. Für die Soldaten der 2. Kompanie steht damit ein Termin im neuen Jahr fix im Kalender. Die Gebirgsjäger sind in Afrika Teil des Stabes für MINUSMA (Multidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali). Sie sind für die Sicherung des Camp Castor in Gao zuständig und nehmen im Rahmen der Aufklärungsoperationen vorwiegend Schutz- und Sicherungsaufgaben für die Soldaten des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 aus Füssen wahr.

Nur selten ist Holger außerhalb des Koulikoro Training Centers unterwegs, dann ist es eine gelungene Abwechslung zum Büroalltag.

Vor knapp einem Jahr hat Stabsfeldwebel Holger R. BGLand24.de geschildert, wie der Einsatz in Mali für ihn abläuft, was die Soldaten dort zu tun haben und wie es ist, Weihnachten weit weg von den Liebsten zu feiern.

Probleme, die 2021 gelöst werden sollen

Schönau am Königssee: In diesem Jahr soll die Sperrung des Bereichs um den Königsbachfall im Nationalpark Berchtesgaden rechtskräftig werden. Der Wasserfall am Königssee entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit vom Geheimtipp zum Instagram-Hotspot. Der Weg, um ein Foto in den Gumpen des Wasserfalls zu bekommen ist gefährlich und auch die Gumpen nicht zu unterschätzen. Außerdem hinterlassen die Foto-Touristen viel Müll und treten neue Wege.

Mittlerweile gibt es von Seiten des Nationalparks keinerlei Verständnis mehr für den Foto-Hype am Königsbachfall am Königssee.

Ein Zustand, der für die Verantwortlichen des Nationalparks nicht mehr tragbar war. Deshalb wird eine Verordnung erarbeitet, die die Sperrung auf rechtlich sichere Füße stellt und auch eine Kontrolle ermöglicht. Der Zugang vom Wasser her soll frei bleiben.

Berchtesgaden: Für große Aufregung hat kurz vor dem Jahreswechsel das Böllerverbot der Weihnachtsschützen vor der eigenen Haustür gesorgt. Am Stand war aufgrund von Corona kein Schießen möglich, daheim ist es sprengstoffrechtlich allerdings nur mit einigen Auflagen erlaubt, die die wenigsten Schützen erfüllen können. Gemeinsam mit dem Landratsamt will der Vorsitzende der Vereinigten Weihnachtsschützen des Berchtesgadener Landes, Thomas Holm, im Frühjahr eine Lösung erarbeiten, dass künftig auch auf dem eigenen Grund geschossen werden darf.

Weihnachtsschützen feuern am 24. Dezember 2015 in Schönau am Königssee in der Dämmerung ihre Handböller beim sogenannten Christkindl-Schießen ab. Das Schießen hat seine Wurzeln im heidnischen Brauchtum.

Bad Reichenhall: Die Kurstadt braucht eine Lösung für ihr Parkproblem. Vor allem an der Padinger Alm ist die Straße oft so zugeparkt, dass keine Rettungsfahrzeuge mehr durchkommen und die Polizei anrücken muss. Oberbürgermeister Christoph Lung hat bereits angekündigt, dass an einer Lösung gearbeitet wird.

Von München und Passau, über Bad Tölz, Wasserburg, Mühldorf, und Altötting, bis nach Rosenheim, Traunstein und Salzburg kommen die Wandergäste am Hochstaufen.

Bauprojekte 2021 - Teil 1: Hier wird an Straßen gebaut

Schönau am Königssee: Anfang September haben die Bauarbeiten an der Oberschönauer Straße im Bereich des Fergerlbergs südlich von Berchtesgaden begonnen. Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer betonte: „Der Ausbau ist dringend erforderlich, um die Straße sicherer zu machen und an die künftigen Verkehrsverhältnisse anzupassen. Die Straße wird verbreitert, damit sich dort in Zukunft auch Busse begegnen können, außerdem wird die Stützkonstruktion für den Gehweg erneuert und eine Schutzplanke angebracht. Dabei unterstützen wir den Landkreis und die Gemeinde gerne und nehmen hierfür mehr als zwei Millionen Euro in die Hand.“

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme liegen bei mehr als 3,5 Millionen Euro. Sie werden zwischen dem Berchtesgadener Land, der Gemeinde Schönau und dem Freistaat Bayern aufgeteilt. Während des Winters ist die Straße wieder für den Verkehr freigegeben, aber sobald die Witterungsverhältnisse es zulassen, ist der Fergerlberg wieder komplett gesperrt, voraussichtlich bis September.

Die Stützmauern an der B305 in Schneizlreuth müssen saniert werden, das weiß auch Bürgermeister Wolfgang Simon.

Schneizlreuth: Im Bereich Weinkaser auf der B305 zwischen der Einmündung der Staatsstraße 2101 bei Wegscheid und Schneizlreuth werden die sanierungsbedürftigen Stützmauern in Stand gesetzt. Der Straßenabschnitt war im September 2020 wegen Gefahr in Verzug gesperrt worden. Die Vollsperre wird noch das gesamte Jahr dauern. Dafür werden gleichzeitig noch ein Geh- und Radweg in diesem Bereich gebaut und die beiden Brücken am Fuß des Anstieges Weinkaser vollständig erneuert.

Bischofswiesen: Seit September 2018 begleitet die Autofahrer auf der B20 zwischen Bischofswiesen und Bayerisch Gmain immer wieder die Ampel am Eisenrichterberg. Die Straße wird dort aufgrund eines Hangrutsches umfangreich saniert. Der letzte Bauabschnitt soll im Frühjahr wieder unter halbseitiger Sperrung beginnen.

Bauarbeiten in Bischofswiesen wieder aufgenommen

Die Bauarbeiten an der B20 am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen haben wieder begonnen. Der Handlungsbedarf ist teilweise deutlich sichtbar. © cz
Die Bauarbeiten an der B20 am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen haben wieder begonnen. Der Handlungsbedarf ist teilweise deutlich sichtbar. Christian Rehm erklärt es genauer. © cz
Die Bauarbeiten an der B20 am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen haben wieder begonnen. Der Handlungsbedarf ist teilweise deutlich sichtbar. Florian Paukner weiß wo genau. © cz
Die Bauarbeiten an der B20 am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen haben wieder begonnen. Der Handlungsbedarf ist teilweise deutlich sichtbar. © cz
Die Bauarbeiten an der B20 am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen haben wieder begonnen. Der Handlungsbedarf ist teilweise deutlich sichtbar. © cz
Die Bauarbeiten an der B20 am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen haben wieder begonnen. Der Handlungsbedarf ist teilweise deutlich sichtbar. © cz
Die Bauarbeiten an der B20 am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen haben wieder begonnen. Der Handlungsbedarf ist teilweise deutlich sichtbar. © cz
Die Bauarbeiten an der B20 am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen haben wieder begonnen. Der Handlungsbedarf ist teilweise deutlich sichtbar. © cz
Die Bauarbeiten an der B20 am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen haben wieder begonnen. Der Handlungsbedarf ist teilweise deutlich sichtbar. © cz
Die Bauarbeiten an der B20 am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen haben wieder begonnen. Der Handlungsbedarf ist teilweise deutlich sichtbar. © cz
Die Bauarbeiten an der B20 am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen haben wieder begonnen. Der Handlungsbedarf ist teilweise deutlich sichtbar. © cz
Die Bauarbeiten an der B20 am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen haben wieder begonnen. Der Handlungsbedarf ist teilweise deutlich sichtbar. © cz
Die Bauarbeiten an der B20 am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen haben wieder begonnen. Der Handlungsbedarf ist teilweise deutlich sichtbar. © cz
Die Bauarbeiten an der B20 am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen haben wieder begonnen. Der Handlungsbedarf ist teilweise deutlich sichtbar. © cz
Die Bauarbeiten an der B20 am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen haben wieder begonnen. Der Handlungsbedarf ist teilweise deutlich sichtbar. © cz
Die Bauarbeiten an der B20 am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen haben wieder begonnen. Der Handlungsbedarf ist teilweise deutlich sichtbar. © cz
Die Bauarbeiten an der B20 am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen haben wieder begonnen. Der Handlungsbedarf ist teilweise deutlich sichtbar. © cz

Bauprojekte 2021 - Teil 2: Hier wird an Gebäuden und Anlagen gebaut

Bad Reichenhall: Die königlich-privilegierten Feuerschützengesellschaft (FSG) Bad Reichenhall steht in den Startlöchern, was den Wiederaufbau der im Mai 2019 abgebrannten Gaststätte Schießstätte inklusive der Schießstände betrifft. Die Stadt Bad Reichenhall hat das OK für den Wiederaufbau „wie es war“ gegeben. Sobald eine Mitgliederversammlung möglich ist und die Mehrheit den Plänen zustimmt, kann es losgehen.

Der Wiederaufbau wird die Gesellschaft an die 500.000 Euro kosten. „Dieses Geld haben wir natürlich nicht“, erklärte der 1. Schützenmeister Siegfried Perchermeier gegenüber BGLand24.de. Darum steht hinter der Finanzierung noch ein großes Fragezeichen, vor allem des Gasthauses – „zumindest der Rohbau soll aber erst einmal entstehen“. Wenn es klappt noch in diesem Jahr.

Berchtesgaden: Auch am CJD Asthmazentrum Berchtesgaden soll ab dem Frühjahr wieder gebaut werden. Die im Oktober 2019 abgebrannte Grund- und Mittelschule soll wieder aufgebaut werden. Äußerlich genau so wie vorher, innerlich mit verbessertem Raumkonzept und Barrierefreiheit. Sobald die Finanzierung geklärt und die Genehmigung vom Markt Berchtesgaden erteilt ist, kann es auf der Buchenhöhe losgehen.

Bischofswiesen: Die Standortschießanlage der Gebirgsjäger soll in diesem Jahr fertiggestellt werden. Das Bundesministerium für Verteidigung investiert über 25 Millionen Euro. 30.000 Schuss am Tag sollen dann zu Übungszwecken fallen können.

Piding: Ein kleines aber feines Projekt soll im Frühjahr seinen Abschluss in Piding finden: die Kneippanlage. Wie die Grünen Ende des Jahres mitteilten, soll dem Kneippen im Jahr 2021 nichts mehr im Weg stehen. Neben der Kneippanlage seien auch das Biotop, der Schlossweiher, in Absprache mit den Bayerischen Staatsforsten gepflegt, einige Bäume entnommen und die Wasserhaltung des Weihers verbessert worden.

Bauprojekte Teil 3: Hier wird noch geplant oder geprüft

So sieht Frank Zech von Z/Plan Architekten den neuen Hofwirt. Dabei soll das neue Hotel von der Straße nicht einsehbar sein.

Bad Reichenhall: Der Stadtrat hat in seiner vorletzten Sitzung 2020 beschlossen, das verkürzte Bebauungsplanverfahren für den Landgasthof Hofwirt einzuleiten. Das denkmalgeschützte Gebäude soll als Gasthaus und Veranstaltungsort wieder aufgebaut werden. Außerdem soll ein Hotelneubau das touristische Angebot ergänzen. Erste Pläne trafen bei den Stadtratsmitgliedern auf viel Zustimmung.

Freilassing: Der Stadtrat muss sich in diesem Jahr sicher wieder mit dem Bauprojekt Matulusgarten beschäftigen. Nachdem zwei Bürgerentscheide im Juli 2020 wegen zu wenig Abstimmenden gescheitert war, geht es jetzt darum, das Projekt über das bereits eingeleitete Bebauungsplanverfahren weiter voranzutreiben. Der Ball liegt beim Stadtrat.

So wird die Ortsumfahrung westlich an Laufen vorbeiführen.

Laufen: Der Planfeststellungsbeschluss für die Naturlandtrasse steht. Somit bekommt Laufen seine Ortsumfahrung. Ziel des Projektes ist es, die Anwohner der Ortsdurchfahrt vom Durchgangsverkehr zu entlasten und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Regierung von Oberbayern rechnet aber mit Klagen gegen den Beschluss, was den Baubeginn noch etwas verzögern kann.

Bis der Verkehr nicht mehr durch Neusillersdorf fließt, werden noch einige Jahre vergehen.

Saaldorf-Surheim: Die Umfahrung Neusillersdorf befindet sich dagegen noch „in Planung“, wie es auf der Internetseite des Staatlichen Bauamtes Traunstein heißt. Im Januar vergangenes Jahr wurde ein grober Zeitplan im Gemeinderat vorgestellt, aber die Gemeinderäte sowie die Bürger wurden bereits darauf vorbereitet, dass es noch Jahre dauern könne, bis die Planungen für die Umfahrung wirklich umgesetzt werden.

Schneizlreuth: Sobald das wasserwirtschaftliche Gutachten des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein und die abschließenden Stellungnahme der unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Berchtesgadener Land vorliegen, kann über ein zweites Wasserkraftwerk an der Saalach entschieden werden. Die Behörde muss sich mit 46 Einwendungen gegen das Projekt befassen. Ein Erörterungstermin soll letzte Unklarheiten beseitigen, bevor dann endgültig entschieden werden kann. Wann das sein wird, ist nicht bekannt.

Von Unken bis Schneizlreuth, so sieht der Plan für das Wasserkraftwerk Schneizlreuth aus.

Projekte, Maßnahmen und Entscheidungen, die gerichtliche Folgen haben könnten

B20: Die Anliegergemeinden an der B20 ärgern sich über das Lkw-Fahrverbot, das seit 1. Juni 2020 auf der B156 und der B147 im Land Salzburg in Kraft ist. Sie sind sich sicher, dass dies eine Mehrbelastung für die B20 bedeutet. Außerdem waren sich die Bürgermeister mit Landrat Bernhard Kern einig, dass die österreichische LKW-Sperre (B 156 und B 147) gegen Europarecht (freier Warenverkehr) verstößt und wollen sich entsprechende Schritte vorbehalten.

Bad Reichenhall/Schneizlreuth: Auch die Gemeinde Schneizlreuth will den Klageweg beschreiten. Es geht um das Transitfahrverbot auf der Staatsstraße 2101, das die Stadt Bad Reichenhall im vergangenen Jahr angeordnet hat. Für Schneizlreuth bedeutet dies nur eine Verlagerung des Verkehrs keine Entlastung. Sie wollen eine gemeinsame Lösung mit Bad Reichenhall.

Die Beschneiungsanlage am Götschen soll erweitert werden.

Bischofswiesen: Auch der Ausbau der Beschneiungsanlage am Götschen in Bischofswiesen könnte noch durch eine gerichtliche Auseinandersetzung verhindert werden. Das Landratsamt Berchtesgadener Land hatte ihn eigentlich schon genehmigt, der Bund Naturschutz aber eine einstweilige Verfügung erwirkt. Daraufhin wurden lediglich die bestehenden Anlagen erneuert, die Genehmigung der Erweiterung wurde vorerst zurückgezogen.

Sonstiges

Wie bereits 2020 wird 2021 das Berchtesgadener Land wieder ein beliebter Film-Drehort sein. Serien wie Lena Lorenz oder Watzmann ermittelt entstehen im Landkreis genauso wie Szenen für den neuen Til Schweiger Film oder die neue Joyn-Serie mit Moritz Bleibtreu „Blackout“. Man darf also gespannt sein, wer 2021 ins Berchtesgadener Land kommt.

cz

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