Mehrere Straßensperren und Ampelregelungen im Landkreis

Hier geht nichts weiter: Vollsperren im BGL und ihre Auswirkungen

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Hier geht es nicht weiter! Wie noch vor drei Wochen in Karlstein, ist ab Montag (15. Juli) die B21 zwischen Schneizlreuth und Unterjettenberg gesperrt.
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Berchtesgadener Land - Die Baustellen sind bereits bekannt oder zumindest angekündigt, ab Montag (15. Juli) kommt es im Berchtesgadener Land zu zwei Vollsperren, zwei Baustellendurchfahrten werden außerdem mit Ampeln geregelt.

Bereits Ende Juni hatte sich der Bad Reichenhaller Stadtrat mit der ab Montag, 15. Juli, geltenden 14-tägigen Vollsperre auf der Bundesstraße B21 zwischen Schneizlreuth und Unterjettenberg beschäftigt. Eine großräumige Umleitung des Schwerlastverkehrs über das große deutsche Eck wurde gefordert und von Oberbürgermeister Herbert Lackner per Brief an Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart weitergeleitet. Die Absage kam am 10. Juli ins Postfach des Oberbürgermeisters. Reichhart zeigte darin durchaus Verständnis für die Anliegen des Bad Reichenhaller Stadtrates und der Bevölkerung, aber eine großräumige Umleitung sei aufgrund der Kurzfristigkeit der Abstimmungsgespräche mit Österreich nicht realisierbar "und in Anbetracht der relativ kurzen Bauzeit von zwei Wochen auch nicht zweckmäßig".

Er bezeichnete die Umleitung über die Staatsstraße 2101 am Thumsee als einzige kleinräumige Alternative, sie sei als Staatsstraße auch dafür bestimmt, überörtlichen Verkehr aufzunehmen. "Sie stellt die kürzeste und für die Verkehrsteilnehmer einzig zumutbare Umleitungsstrecke dar, die geeignet ist, den Umleitungsverkehr verkehrssicher und leistungsfähig abzuwickeln", schrieb der Bayerische Verkehrsminister. "Mir ist durchaus bewusst, dass der Umleitungsverkehr spürbare Beeinträchtigungen für die Anlieger und die Erholungssuchenden am Thumsee mit sich bringen wird. lch bitte aber um lhr Verständnis, dass in Ermangelung annehmbarer Alternativen diese zeitlich überschaubaren Beeinträchtigungen leider hinzunehmen sind. Die Große Kreisstadt Bad Reichenhall kann natürlich in ihrer Zuständigkeit als Untere Straßenverkehrsbehörde zur Linderung der Verkehrsprobleme präventiv oder anlassbezogen zusätzliche Anordnungen treffen."

Oberbürgermeister Herbert Lackner will die Gefährdung am Thumsee während der Umleitung so gering wie möglich halten.

Diese zusätzlichen Anordnungen traf Lackner bereits vergangenen Montag (8. Juli). In der Zeit der Vollsperre auf der B21 gilt am Thumsee Tempo 30. Sowohl die kommunale Verkehrsüberwachung, als auch die Bad Reichenhaller Polizei haben verstärkte Kontrollen zugesagt. "Ich will mit der Temporeduzierung gefährliche Situationen verhindern", bekräftigte der Oberbürgermeister.

Weitere Vollsperre und Ampelregelungen im inneren Landkreis

Die B21 ist nicht die einzige Straße, die voll gesperrt ist. Von Montag, 15. Juli, bis voraussichtlich Freitag, 19. Juli, ist die Staatsstraße 2097 an der Einfahrt in die Stanggaß voll gesperrt. Dort werden drei Asphaltschichten aufgebracht. Es ist der erste Teil, des neuen Kreisverkehrs, der asphaltiert wird. Mit der abschließenden Asphaltierung unter Vollsperrung der B20 und der Staatsstraße ist laut Staatlichem Bauamt Traunstein in der zweiten Septemberhälfte zu rechnen.

Neben diesen beiden Vollsperren wird der Verkehr seit Mitte Mai am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen durch eine Ampel geregelt und jetzt soll auch in Ramsau am Dienstag und Mittwoch (16. und 17. Juli) eine Ampel aufgestellt werden. Dort sollen an der Baustelle des neuen Kreisverkehrs an der Ortseinfahrt ebenfalls Asphaltierungsarbeiten stattfinden.

Mit einem Banner will die Verkehrsinitative transitfreies Karlstein auf die zerstörerische Wirkung des Verkehrs auf die Natur aufmerksam machen.

Der Leiter des Staatlichen Bauamtes, Christian Rehm, geht davon aus, dass es zu keinen größeren Verkehrsbehinderungen kommen wird, auch wenn vier Großbaustellen in der Region gleichzeitig abgewickelt werden. "Natürlich wird es Verkehrsbeeinträchtigungen geben, aber es gibt Möglichkeiten, den Verkehr abzuwickeln. Im Falle von Bad Reichenhall hat Schneizlreuth den Verkehr während der Asphaltierungsarbeiten in Karlstein abbekommen, jetzt ist es anders herum", äußerte er auf Nachfrage von BGLand24.

Die Verkehrsinitiative transitfreies Karlstein hat rechtzeitig zum Start der Bauarbeiten auf der B21 zwischen Schneizlreuth und Unterjettenberg ein Banner beim ehemaligen Kaitlwirt angebracht. Es zeigt das Thumseegebiet hoch über dem See und soll den Auto- und Lkw-Fahrern die zerstörerische Wirkung des Verkehrs auf die Natur und auf das für Reichenhall wichtige Erholungsgebiet Thumsee aufzeigen. "Es soll ausdrücken, es gibt Widerstand! Wenn man zusammensteht und sich für eine Sache engagiert, kann man auch scheitern. Doch die bisherigen Erfahrungen sind positiv und die Karlsteiner haben festgestellt, wenn man etwas macht, geht oft mehr als man anfangs gehofft hatte", heißt es in einer Presseaussendung.

cz

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