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Aus-, Weiter- und Fortbildungen sind unerlässlich 

Hochtour des Gebirgsjägerbataillons 231 auf den höchsten Gipfel Österreichs

Aufstieg an einer vereisten Seilversicherung.
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Aufstieg an einer vereisten Seilversicherung.

Bei winterlichen Bedingungen führte das Gebirgsjägerbataillon 231 im Rahmen einer Führerweiterbildung eine Hochtour im Großglockner-Massiv durch.

Kals am Großglockner - Im Zeitraum vom 12. bis 14. Oktober führte das Gebirgsjägerbataillon 231 eine Führerweiterbildung im alpinem Gelände im Raum Großglockner (AUT) durch. Inhalte der Weiterbildung waren unter anderem das Begehen von Gletschern sowie Sicherungstechniken im Eis und am Fels, um so die gebirgsspezifischen Fähigkeiten weiter zu verbessern und die körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Oberstleutnant Dennis Jahn, Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 231, führte diese Weiterbildung mit den Heeresbergführern sowie den Kompaniechefs beziehungsweise deren Vertreter seines Verbandes durch.

Nach der Verlegung ins Kalser Tal wurde zunächst am Nachmittag des ersten Tages der kurze Aufstieg zur Lucknerhütte auf 2.241 Meter ü. NN bewältigt. Bereits um 5 Uhr morgens des zweiten Tages begann bei ergiebigem Schneefall der Aufstieg in Richtung Großglockner. Die Bedingungen waren aufgrund der Neuschneemengen von rund 40 bis 50 Zentimeter sowie einsetzenden starken Winden äußerst fordernd. Über den Normalweg ging es stetig bergauf bis zur Stüdlhütte (2802 Meter ü. NN). Durch die schlechten Sichtverhältnisse und dem verschneiten Zustieg stellte sich die Orientierung als ziemlich schwierig dar. Im weiteren Verlauf führte der Weg auf den „Alten Kalser Weg“ über das Ködnitzkees. Durch den weiter andauernden intensiven Schneefall war auf der Gletscherpassage erhöhte Vorsicht geboten. Gerade bei Neuschnee lassen sich Quer- und Randspalten nur schwer ausmachen. Über eine steile, mit einem Stahlseil versicherte, Passage erreichte die Gruppe die Erzherzog-Johann-Hütte auf 3453 Metern ü. NN.

Spurarbeit bei bis zu 50 Zentimeter Neuschnee.

Nichts geht mehr

Nach dem fordernden Aufstieg bezog die Gruppe zunächst den Winterraum der höchsten Schutzhütte Österreichs. Schlechte Sicht und weiterhin starker Schneefall machten die Entscheidungsfindung nicht einfach. Ein Trupp aus Heeresbergführern mit dem Kommandeur voran entschloss sich über das „Eisleitl“ den Kleinglockner zu bezwingen und weiter Richtung Großglockner aufzusteigen. Doch diesem Vorhaben schoben die Naturgewalten einen Riegel vor. Einzelne kleinere Lawinen gingen auf der Westseite des Kleinglockners ab, sodass der Aufstieg circa 150 Meter unterhalb des Gipfels abgebrochen werden musste. „Heute geht hier nichts mehr“, war der einstimmige Entschluss der Bergführer. Behutsam und unter andauerndem Schneefall traten die „Reichenhaller Jager“ den Rückweg Richtung Tal an. Hinweg über Gletscher und Stüdlhütte konnte am späten Nachmittag der Ausgangspunkt, die Lucknerhütte, erreicht werden.

Abseilen über eine Steilstufe.

Im Hochgebirge, unter fordernden und schwierigen Bedingungen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, verlangt den Heeresbergführern und Soldaten der Gebirgsjägerbrigade alles ab. Nicht ohne Grund lautet der Wahlspruch der Heeresbergführer: „Vor sich selbst bestehen können.“

Pressemitteilung Gebirgsjägerbataillon 231

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