Militärischer Sicherheitsbereich?

Bad Reichenhaller Gebirgsjäger informieren ab sofort über öffentliche Übungplätze

Auf den Internetseiten der jeweiligen Städte und Gemeinden kann sich jeder Interessierte über die militärischen Nutzungszeiten der Übungsplätze in der Region informieren.
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Auf den Internetseiten der jeweiligen Städte und Gemeinden kann sich jeder Interessierte über die militärischen Nutzungszeiten der Übungsplätze in der Region informieren.

Der Dialog und die Balance der Interessen von Zivilbevölkerung und Bundeswehr im Berchtesgadener Land und im Landkreis Traunstein liegt der Gebirgsjägerbrigade 23 weiterhin besonders am Herzen. Nun informiert der Bund über Öffnungszeiten für regionale Übungsplätze.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Bad Reichenhall - Die Umwandlung der Standortübungsplätze Kammer und Kirchholz seit 1. Juli 2020 sowie des Hochgebirgsübungsplatzes Reiteralpe zum 1. Juli 2021 von einem „Militärischen Bereich“ in einen „Militärischen Sicherheitsbereich“ hatte bekanntlich zu Interessenkonflikten geführt. Diese sollen – wo immer möglich – aus Sicht der Gebirgsjägerbrigade 23 weitestgehend minimiert werden. Nun löst die Brigade diesbezüglich ein weiteres Versprechen ein: Die Bevölkerung kann sich seit 1. April 2021 über die Nutzungs- und Übungszeiten der Übungsplätze auf den jeweiligen Internetseiten der Stadt Bad Reichenhall, der Stadt Traunstein, der Gemeinde Bayerisch Gmain sowie der Gemeinde Schneizlreuth informieren.

Um dem Charakter der Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein als Tourismus- und Kurregion weiterhin Rechnung zu tragen, wird auf den Websites der betroffenen Städte und Gemeinden ab sofort über die aktuellen Nutzungszeiten der regionalen Übungsplätze informiert. Dies soll die Transparenz weiter stärken und den Informationsbedarf von interessierten Bürgerinnen und Bürgern decken. Die dort aufgezeigten Informationen beinhalten die Zeiträume von Militärischen Übungen und Ausbildungen jeder Art sowie Hubschrauberflüge mit militärischem Hintergrund auf den verschiedenen Übungsplätzen der Region. Zudem sollen auch Schieß- und Sprengvorhaben auf dem Hochgebirgsübungsplatz Reiteralpe frühzeitig eingesehen werden können. So können sich Anwohner, Vertreter der Tourismus- und Kurbranche sowie Interessierte stets über aktuelle und geplante Übungen sowie Ausbildungen der Truppenteile der Gebirgsjägerbrigade 23 informieren.

Betretungsverbot bleibt weiterhin bestehen.

Das absolute Betretungsverbot der „Militärischen Sicherheitsbereiche“, auch außerhalb der militärischen Nutzungszeiten, bleibt dennoch weiterhin bestehen.

Aus gegebenem Anlass wird bezüglich der Nutzung des Hochgebirgsübungsplatzes Reiteralpe darauf hingewiesen: Ab dem 1. Juli 2021 wird der Übungsplatz in grundsätzlich zwei Kategorien – „Militärischer Bereich“ und „Militärischer Sicherheitsbereich“ – eingeteilt. Der Militärischer Sicherheitsbereich ist für die Öffentlichkeit gesperrt und daher nicht zugänglich, da in diesem Bereich Spreng- und Schießvorhaben durchgeführt werden. Dies betrifft nur den Bereich Hirschwies sowie die Lenzenkaser 1 bis 3 und deren Biwakbereiche. Im Militärischen Bereich hingegen liegen die Wanderwege und Steige, wie zum Beispiel der Wachterl-, Lauf-, Mittersteig sowie die Saugasse. Sie bleiben weiterhin grundsätzlich bis zur Traunsteiner Hütte frei zugänglich. Das gilt grundsätzlich auch für die Mehrseillängen-Kletterrouten vom Hinteren Feuerhörndl, Alphorn über das Übeleck bis hin zum Bärenkareck. Bei Spreng- und Schießvorhaben müssen die oben genannten Militärischen Bereiche jedoch aus Sicherheitsgründen zeitlich begrenzt für einige Stunden gesperrt werden. Diese Sperrungen sind dann zeitgerecht auf der Internetseite der Gemeinde Schneizlreuth sowie auf den Wanderparkplätzen in Oberjettenberg und Wachterl ab 01. Juli auf Tafeln einsehbar.

Der inzwischen wieder aus dem Einsatz in MALI zurückgekehrte Standortälteste Oberst Peter Eichelsdörfer bedankte sich im Zuge der Schaffung der neuen Internetplattformen bei den Städten und Gemeinden für die praktizierte gute Zusammenarbeit: „Durch die Mitnutzung der Internetauftritte von Städten und Gemeinden wurde eine weitere wichtige Plattform zur Informationsgewinnung für die Bevölkerung geschaffen und ein weiteres „Versprechen“ eingelöst.‘‘

Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade 23

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