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„Einer für alle, alle für Einen“ 

Abenteuer wie Robin Hood: Walderlebnisspiele in Bad Reichenhall für über 600 Drittklässler

An einem Seil, das die Klasse gemeinsam anspannte, hangelte sich eine Teilnehmerin über den Sumpf, um den Schatz zu bergen.
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An einem Seil, das die Klasse gemeinsam anspannte, hangelte sich eine Teilnehmerin über den Sumpf, um den Schatz zu bergen.

Für den legendären Helden Robin Hood und seine Vertrauten im Kampf gegen die Armut war der Wald ein sicherer Zufluchtsort, weil sie ihn gut kannten. Ihr Schlachtruf „Einer für alle, alle für einen“ war dieser Tage wieder in der Nonner Au bei Bad Reichenhall zu hören, diesmal aber von den Schülerinnen und Schülern der dritten Klassen aus dem Landkreis Berchtesgadener Land.

Bad Reichenhall – An zwei Tagen konnten dort weit über 600 Drittklässlerinnen und Drittklässler aus Schulen im ganzen Landkreis Berchtesgadener Land bei den 17. Walderlebnisspielen Abenteuer wie bei Robin Hood erleben, die den Zusammenhalt, die soziale Kompetenz und das Wissen rund um den Wald spielerisch festigen und vertiefen sollten.

Robin Hood war auch selbst anwesend und zeigte sich den Kindern an verschiedenen Stellen, formvollendet gekleidet und ausgerüstet mit dem großen Holzbogen. Christian Taler vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Traunstein (AELF) machte diese Rolle sichtlich Spaß, ebenso wie Sebastian Blaschke vom Bergwalderlebnsizentrum (BWEZ) Laubau, der als Sheriff von Nottingham den Kindern nah auf den Fersen war.

Wie Robin Hood mussten sich auch die Kinder vor dem Sheriff in Acht nehmen, denn bei groben Fehlern konnte es passieren, dass er Kinder als Gefangene nahm. Dann musste die Klasse durch geschicktes Verhandeln versuchen, die Kollegen wieder frei zu bekommen. Dafür mussten sie auch Goldnuggets abgeben, die sie bei bestandenen Prüfungen an anderen Stationen vom Forstpaten als Belohnung bekommen hatten. Der Pate begleitete die Klasse als enger Vertrauter von Robin Hood. Er hatte die Aufgabe, mit den Kindern so viele Goldnuggets wie möglich zu verdienen.

Spannendes Programm für die Kinder

Pro Station konnten maximal zehn Nuggets erspielt werden. Je besser die Leistungen der Kinder waren, umso mehr Nuggets gab es als Belohnung. Durch den Einsatz eines Zauberkrautes, das Marian, der Freund Robin Hoods, den Kindern mit auf den Weg gegeben hatte, konnten die Klassen an einer Station ihren Einsatz verdoppeln. Wann das geschehen sollte, musste die Klasse selbst entscheiden. 

Der vorbereitete Parcours hatte insgesamt sechs Stationen mit Kooperationsaufgaben, Geschicklichkeits- und Wissensspielen. Bei der „magischen Brücke“ mussten zwei Kinder aus entgegengesetzten Richtungen kommend einen schmalen Brückensteg überqueren, ohne herunterzufallen. An einer anderen Station konnte ein Schatz nur zurückgeholt werden, wenn eine Schülerin oder ein Schüler sich an einem Seil, das die Klassenkollegen durch Ziehen gespannt hielten, über einen Sumpf hangelte.

Auf einem schmalen Holzbrett mussten die Kinder aneinander vorbeigehen ohne dabei herunter zu fallen. Beim Absturz gab es Abzüge bei den Goldnuggets.

Das Bauen eines Vogelnestes mit Material, das man im Wald suchen musste, das Erkennen von Pflanzen durch riechen oder fühlen und das richtige Zuordnen von Pflanzen und Bäumen anhand von Bildchen waren weitere Herausforderungen, denen sich die Kinder stellen mussten. Ganz nebenbei, im Vorbeigehen sozusagen, erhielten die Kinder während des Übergangs von einer Station zur anderen auch einiges zu den Pflanzen und Tieren im Wald erklärt, so dass es nie langweilig wurde.

Armbrustschießen als Abschluss

Krönender Abschluß des Parcours war das Armbrustschießen, denn auch Robin Hood und seine Mannen nutzten Pfeil und Bogen, um auf die Jagd zu gehen. Jedes Kind hatte einen Schuss. Wer nicht traf, musste eine Frage in Zusammenhang mit dem Wald beantworten. Denn Robin Hood brauchte nicht nur gute Schützen, sondern auch Freunde, die sich im Wald gut auskannten.

Mit der Übergabe der Goldnuggets an Robin Hood endete ein erlebnis- und lehrreicher Vormittag für die Drittklässler, bei dem der Spaß im Vordergrund stand. „Wir wollen keinen Wettbewerb“ betonte Sebastian Blascke vom BWEZ die Absicht hinter dieser Aktion. „Wir wollen dass die Kinder Spaß haben und den Wald näher kennenlernen“. Blaschke hatte gemeinsam mit den Kollegen vom BWEZ die Walderlebnisspiele vorbereitet und war federführend für die Organisation verantwortlich. 

Weitere Termine bekannt

Neben den beiden Vormittagen in der Nonner Au werden weitere Termine in Seeon (17. Mai), Meggental (19. Mai) und in der Laubau (24. und 25. Mai) stattfinden. Insgesamt werden in diesem Jahr knapp 2200 Schülerinnen und Schüler aus 104 Klassen in den beiden Landkreisen an den Spielen teilnehmen und das im Unterricht erworbene Wissen rund um den Wald spielerisch festigen. Das sind etwa 95 Prozent der Drittklässler in den beiden Landkreisen.

An jedem der sechs Tage sind mindestens 25 Förster, Forstwirte, Pensionisten und weitere Waldpädagogen als Klassenpaten, Sheriffs oder Robin Hood im Einsatz. „Dieser enorme personelle Aufwand wäre ohne die Unterstützung durch Personal von den AELFs aus Rosenheim und Töging, den Bayrischen Staatsforsten, dem Amt für Waldgenetik, sowie der Firma Staudinger von unserem Amt nicht zu bewältigen“ so Wolfgang Madl, Bereichsleiter Forsten am AELF Traunstein. Und Alfons Leitenbacher, Leiter des Traunsteiner Amtes, der sich am ersten Tag auch als Pate zur Verfügung gestellt hatte, ermutige seine Mitstreiter: „Nehmt die Freude der Kinder mit, das kann bereichern“. 

Zu Mittag war dann Schluss mit dem offiziellen Programm. Manche Klassen nutzten das schöne Wetter noch zu Spielen im Wald oder zu einem kurzen Rückblick auf das, was man gemeinsam erlebt hatte. 

kon

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