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Verzerrte Kriminalitätsstatistik für Bad Reichenhall

Polizeibericht 2021: Knapp 1200 Verstöße am Grenzübergang Walserberg

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Polizisten kontrollieren Verkehrsteilnehmer am Grenzübergang Walserberg auf der A8 (Archivbild).

Körperverletzung, Diebstahl und Schwerverletzte bei Verkehrsunfällen: Die Polizei hatte auch 2021 ordentlich zu tun. Doch ein „krimineller Hotspot“ verzerrt die Kriminalitätsstatistik für Bad Reichenhall deutlich.

Bad Reichenhall - Ein Blick in die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2021 kann einen schon mal erschrecken. Im Raum Bad Reichenhall kommt es im Schnitt zu mehr Kriminalität als im gesamten Gebiet des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Doch Peter Huber, Leiter der Polizeiinspektion in Bad Reichenhall beruhigt: Der Grenzübergang Walserberg als „krimineller Hotspot“ wird in die Statistik mit eingerechnet und verfälscht das eigentliche Bild der Kriminalität im Stadtgebiet. Diese sei nämlich vergleichsweise niedrig, meint der Polizist in der Bürgerversammlung (7. November).

Kriminalstatistik für Bad Reichenhall: „Krimineller Hotspot“ Walserberg

Neben Anger, Bayerisch Gmain, Piding und Schneizlreuth betreut die ortsansässige Inspektion natürlich auch die Kurstadt - also rund 33.000 Einwohner. 2021 wurden insgesamt 2282 Straftaten registriert. Allein 1189 verstießen dabei gegen das Aufenthaltsgesetz, sprich insbesondere Verstöße, die bei den Grenzkontrollen am Walserberg aufgedeckt wurden.

Die registrierten Straftaten ohne Aufenthaltsgesetz setzen sich wie folgt zusammen: Straftaten gegen sexuelle Selbstbestimmung (13), Rohheitsdelikte (185), Diebstähle (187), Vermögens- und Fälschungsdelikte (252), Sachbeschädigung (117), Rauschgift (98) und Sonstige (250). Die Aufklärungsquote bei Straftaten im Bereich Bad Reichenhall im Jahr 2021 ist im Vergleich zu 2020 (79,8 Prozent) auf 87,3 Prozent gestiegen.

Vier Tote durch Verkehrsunfälle

Im Jahresvergleich sinkt die Zahl der Unfälle im Raum Bad Reichenhall. Waren es 2017 noch 656 Unfälle, sind es 2021 noch 515 Unfälle gewesen. „Ursächlich hierfür ist meines Erachtens auch der eingeschränkte Personen- und Straßenverkehr mit Zusammenhang mit Corona“, so Huber. „Im direkten Vergleich mit 2020 ist die Gesamtzahl leicht gestiegen. Der Straßenverkehr hat ja auch wieder zugenommen. Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden ist erfreulicherweise noch einmal gesunken.“

Gestiegen sei allerdings die Zahl der Schwerverletzten auf insgesamt 22 Personen im Jahr 2021. Schwer verletzt bedeutet, dass die Person in ein Krankenhaus gebracht und dort behandelt wurde. 2021 sind im Raum Bad Reichenhall insgesamt vier Menschen ums Leben gekommen - doppelt so viele wie noch im Vorjahr.

Die meisten Unfälle ereigneten sich auf Gemeindestraßen (394), gefolgt von Bundesstraßen (94), Staatsstraßen (20) und Kreisstraßen (7). Hauptursache bei schweren Verkehrsunfällen sei nach wie vor die Geschwindigkeit, etwa weil schneller gefahren wurde als erlaubt, oder die Geschwindigkeit nicht an das Fahrkönnen und die Straßenverhältnisse angepasst wurde.

Insgesamt war bei 28 der 515 Unfälle die Geschwindigkeit die Hauptursache. Deswegen messe die Polizei vor allem bei Unfallschwerpunkten die Geschwindigkeiten, so Huber. 2021 führten die Beamten 34 Messungen über eine Dauer von 83 Stunden durch. Dabei wurden über 12.000 Fahrzeuge gemessen. 410 Fahrer mussten beanstandet werden.

ce

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