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Trachtenverein „Alt-Reichenhall“ feiert 100-jähriges Bestehen

Stilvolles Trachtenfest trotz Dauerregens

Zum Festgottesdienst hatten sich die Fahnenabordnungen bereits rund um den Altar auf der Zeltbühne aufgestellt, als Stadtpfarrer Markus Moderegger und Diakon Matthias Friedl die Festmesse feierlich eröffneten
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Zum Festgottesdienst hatten sich die Fahnenabordnungen bereits rund um den Altar auf der Zeltbühne aufgestellt, als Stadtpfarrer Markus Moderegger und Diakon Matthias Friedl die Festmesse feierlich eröffneten.

Nach der langen Vorbereitungszeit und der Vorfreude auf das 100. Gründungsfest musste sich der Festverein „Alt-Reichenhall“ am Sonntag (19. September) schweren Herzens entscheiden, den Festgottesdienst im Festzelt am Reichenhaller Festplatz zu feiern, da es in Strömen regnete. Der geplante Kirchen- und Festzug durch die Fußgängerzone zum Kurpark musste leider entfallen. Der Feierlaune des Festvereins, aber auch der eingeladenen Gastvereine, tat dies aber keinen Abbruch.

Bad Reichenhall - Zum Festgottesdienst hatten sich die Fahnenabordnungen bereits rund um den Altar auf der Zeltbühne aufgestellt, als Stadtpfarrer Markus Moderegger und Diakon Matthias Friedl die Festmesse feierlich eröffneten.

Für die musikalische Umrahmung sorgte die Musikkapelle Piding unter Leitung von Stefan Eder, die seit 1926 Vereinsmusik des Festvereins ist. Pfarrer Moderegger stellte an den Anfang seiner Predigt den Spruch: „Dahoam, is dahoam!“ oder „Zuhause ist es doch wirklich am schönsten!“ „Was aber ist Zuhause“ warf er als Frage auf. Es könnte bedeuten, gemütlich Brotzeit zu machen, gute Gespräche zu führen, hier in dieser wunderbaren Landschaft leben zu dürfen.

„Abbild des Himmels“

Sicher gehörten aber auch die Traditionsvereine dazu, die mit ihren wunderbaren Trachten „ein Abbild des Himmels sind“. Auch Glaube und Kirche waren eine Heimat, „a` dahoam.“ Heute sei dies, wegen Verfehlungen in der Kirche, aber auch, „weil wir den Herrgott vergessen ham, weil wir alles haben, alles machen können und vielleicht verlernt haben, zu hauswirtschaften“.

Alle müssten daran arbeiten, das Leben lebenswert zu gestalten und alle müssten daran teilhaben, auch die, die es nicht so gut haben, kein Zuhause haben, oder aktuell Angst haben es zu verlieren. Dank gebühre deshalb den Gründern der Alt-Reichenhaller und allen, die den Verein in guten und schlechten Zeiten geführt und geprägt haben.

Trachtenverein kein Relikt

Für ihn sei ein Trachtenverein kein Relikt der guten alten Zeit. Vielmehr habe dieser die Aufgabe, Menschen ein Zuhause zu geben: „denen, die nichts haben oder in unserer Zeit wahrlich entwurzelt sind! Es geht als Trachtenverein nicht darum, die Asche anzubeten, sondern Feuer und Energie für die Zukunft weiterzugeben. Wir sollten Verantwortung übernehmen für andere, die nichts haben, aber auch für unser gemeinsames Haus, die Schöpfung, für Freiden und Gerechtigkeit im Kleinen und in der großen Welt.“, so Moderegger abschließend.

Schirmherr des Festes, Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung, überreichte auch ein Geschenk.

Der Schirmherr des Festes, Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung stellte fest, dass Tradition ein Sprungbrett, aber kein Ruhekissen sein sollte. Die Alt-Reichenhaller handelten in den 100 Jahren ihrer Geschichte genau so und stifteten der Stadt Bad Reichenhall so immer wieder Identität. Dafür ein herzliches Vergelts Gott. Deshalb sei es selbstverständlich, nicht mit leeren Händen, sondern mit einem Geschenk zu kommen, welches er den beiden Vorständen Horst Joiser und Peter Moosleitner übergab.

Dank auch von Landrat Kern

Auch Landrat Bernhard Kern dankte dem Verein für die Pflege des Brauchtums und der Tracht sowie insbesondere für die wichtige Kinder- und Jugendarbeit. Er sei sich sicher, dass die Traditionsvereine in Bad Reichenhall zum Wohle aller gut zusammenarbeiteten. Dafür spreche er allen Verantwortlichen, Beteiligten und den Organisatoren des Geburtstagsfestes den Dank des Landkreises Berchtesgadener Land aus. Für den Trachten-Gauverband gratulierte dem Festverein dessen stellvertretender Vorsitzender Alfred Gehmacher.

Verfolge man die Medien, müsse man glauben, dass es nur noch Krisen gebe. Anders sei es wohl bei der Gründung des Vereins vor 100 Jahren, kurz nach dem ersten Weltkrieg gewesen. Seither habe sich der Verein in vielfältiger Weise für die Volks- und die Trachtenkultur eingesetzt.

Ehrengeschenke und Aufführungen

Für die Zukunft wünsche er den Alt-Reichenhaller immer genügend Nachwuchs und engagierte Mitglieder, dies sich für ihn einsetzten. Weitere Ehrengeschenke überbrachten Christoph Graschberger vom Bürgerbräu, die Musikkapelle Piding und das Ehrenmitglied Rupert Walch.

Zu Ehren des Jubiläumsvereins brachten unter anderem die gemeinsame Kinder- und Jugendgruppe der Reichenhaller Trachtenvereine den Auftanz und das Mühlradl, der Patenverein D`Funtenseer den Zwoasteirer, D`Reiteralmer den Sterntanz und die Saalachthaler den Kronentanz zur Aufführung, sehr zur Freude der Festbesucher und des Jubelvereins. In bester Stimmung feierten alle zusammen das Jubiläum bis in die Abendstunden.

wb

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