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Nachgefragt beim Landratsamt

So lief die Sonderimpfaktion am Wochenende im Berchtesgadener Land

Am Wochenende um den 3. Juli wurde im Berchtesgadener Land eine Sonderimpfaktion mit Fokus auf Jugendliche durchgeführt. Wie es dabei gelaufen ist, hat BGLand24.de beim Landratsamt in Bad Reichenhall nachgefragt.

Bad Reichenhall - „An den beiden Tagen der Sonderimpfaktion haben insgesamt 527 Personen von dem Angebot Gebrauch gemacht“, berichtet Heidi Manger vom Landratsamt Berchtesgadener Land. „310 Personen waren zwischen 12 und 20 Jahre alt, 217 Impfwillige waren älter als 20 Jahre.“

Dem Impfzentrum wäre es möglich gewesen, im Rahmen der Aktion bis zu 1200 Personen zu impfen. Die Aktion hätte demnach noch besser angenommen werden können.

Bezüglich der generellen Impflage im Berchtesgadener Land sieht es aber gut aus. Auf die Frage, ob bereits jedem, der möchte, ein Impfangebot gemacht werden könne, teilt Manger mit: „Die Rückmeldungen der Hausärzte und der aktuelle Stand in BayIMCO lassen darauf schließen, dass jeder Impfwillige in sehr kurzer Zeit einen entsprechenden Termin erhält. Jedem, der sich bisher noch nicht registriert beziehungsweise mit einer Impfung auseinandergesetzt hat, wird empfohlen dies jetzt zu tun.“ Aktuell seien Impfstoffe in ausreichender Anzahl vorhanden. „Im Ergebnis kann derzeit jeder Person ein entsprechendes Impfangebot gemacht werden.

Impfung von Jugendlichen als sehr wichtig angesehen

Immer wieder äußern Bürger Sorge wegen der Sicherheit und die Bewertung der Impfung, wenn es um die junge Bevölkerung geht. Die Haltung des Landratsamtes ist hierbei klar: „Wir bewerten die Impfung von Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren als sehr wichtig, um das Infektionsgeschehen der COVID-19-Pandemie im Hinblick auf die Delta-Variante und einer erneuten Welle günstig zu beeinflussen. In den kommenden Sommerferien werden sehr viele Jugendliche in den Urlaub reisen, eine Ansteckung mit COVID-19 und eine symptomarme Infektion ist eine sehr realistische Gefahr. Ebenso pflegen Jugendliche, in der Regel, viele Sozialkontakte.“ 

Gerade in Hinsicht auf die Entwicklung im Herbst verweist Heidi Manger auf die Risiken, die die Delta-Variante mit sich bringt: „Ein wesentliches Risiko liegt in dem Beginn einer neuen Welle, insbesondere und wahrscheinlich nur mit der Delta-Variante. Eine Herdenimmunität in Deutschland ist in kurzer Zeit wohl nicht zu erwarten. Aktuellen Pressemitteilungen des RKI ist zu entnehmen, dass die Impfbereitschaft jedoch merklich nachlässt. Die Immunisierung der Jugendlichen kann somit ein starker Beitrag zur Eindämmung der Pandemie sein. Die Wirksamkeit der Impfung lag bei den Jugendlichen bei 100 Prozent.“

Generell seien Impfungen eine vorbeugend-medizinische Maßnahme, erklärt Manger. Es bedürfe einer eingehenden Risiko-Nutzen-Analyse: „Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat Ende Mai den mRNA-Impfstoff Comirnaty der Firma BioNTech/ Pfizer für Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen. Die STIKO hat auf Basis der wissenschaftlichen Daten mehrere Empfehlungen zur Impfung von Jugendlichen ausgesprochen. Die Empfehlungen beinhalten zum einen Erkrankungen, wie zum Beispiel Adipositas, aber auch gewisse soziale Umstände, wie gefährdete Personen im Umfeld.“

Die vorliegenden Daten zur Wirksamkeit und den Risiken der Impfstoffe von BioNTech/ Pfizer geben keinen Grund zur Besorgnis, teilt Manger mit. Der Impfstoff von BioNTech werde von den 12 bis 15-Jährigen gut vertragen, die Nebenwirkungen seien mit denen bei älteren Menschen vergleichbar, erklärte die EMA.

mda/cz

Rubriklistenbild: © Klaus-Dietmar Gabbert

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