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„Hipper Garten“ am Pulverturm

Schüler des Karlsgymnasiums legen naturnahen Garten an

Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung (r.) besichtigte den naturnahen Garten am Pulverturm, den die Schüler des Karlsgymnasiums mit Lehrer Alois Hipper (2.v.r.) und Unterstützung von Stadtgartenmeister Martin Haberlander (2.v.l.) und seinem Team umgesetzt haben.
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Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung (r.) besichtigte den naturnahen Garten am Pulverturm, den die Schüler des Karlsgymnasiums mit Lehrer Alois Hipper (2.v.r.) und Unterstützung von Stadtgartenmeister Martin Haberlander (2.v.l.) und seinem Team umgesetzt haben.

Im Rahmen des Biologie-P-Seminars „Naturnahe Gärten“ der Q11 des Karlsgymnasiums Bad Reichenhall gestalteten 13 Schülerinnen und Schüler eine ca. 80 m 2 große Fläche am Pulverturm nach ihren eigenen Vorstellungen und zeigten damit ein gelungenes Beispiel naturnaher Gärten, das sich als Vorbild zur Nachahmung sehen lassen kann.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Bad Reichenhall - Das Projekt startete im Februar dieses Jahres mit den ersten Planungen und hat nun bereits Gestalt angenommen, wie sich Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung bei einem Besuch vor Ort überzeugte. Auch einigen Passanten und Gästen war das eindrücklich gestaltete Areal schon positiv aufgefallen; sie haben den Schülerinnen und Schülern ein großes Lob ausgesprochen, dem sich auch der Oberbürgermeister anschloss. Das Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung, kurz P-Seminar, ist Teil der gymnasialen Oberstufe in Bayern. Die Schülerinnen und Schüler setzen, begleitet durch eine Lehrkraft, ein Jahr lang ein Projekt zu einem vorher gewählten Thema um. Unterstützung bei der Umsetzung erhalten sie dabei von externen Partnern, wie z.B. lokalen Unternehmen oder Institutionen. Diese geben fachliche, inhaltliche und finanzielle Unterstützung. Im Fall des Projektes „Naturnahe Gärten“ haben sich die Karlsgymnasiasten die Hilfe der Reichenhaller Stadtgärtner geholt, die das Areal, welches die Stadt zur Verfügung stellte, zunächst vorbereiteten, die Schüler mit allen benötigten Materialien versorgten und ihnen mit fachkundiger Expertise zur Seite standen.

Das Geld für die entsprechenden Materialien wie Saatgut, Bäume, Pflanzen oder Schilder erhielten sie von den Sponsoren, welche sie zuvor akquiriert hatten. Hierzu hatte sich das Team zunächst organisiert, um Verantwortlichkeiten und Arbeitsaufträge entsprechend der jeweiligen Stärken und Fähigkeiten zu verteilen. „Eine Gruppe übernahm hauptsächlich die Beschaffung und Organisation, eine weitere die praktischen Arbeiten, wieder andere die mediale Betreuung sowie grafische Arbeiten“, berichtet der Schüler Felix Lechner, dessen eigene Stärke das Reden ist, wie er amüsiert verrät. „Ziel des P-Seminars ist es, die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Studien- und Berufswahl zu unterstützen und auf die Anforderungen von Hochschule und Berufswelt vorzubereiten. Die durchgeführten Projekte bieten dabei die Möglichkeit, die eigenen Wünsche, Interessen, Stärken und Fähigkeiten auszuloten und zu hinterfragen“, erklärt Lehrer Alois Hipper, dessen Name Pate für das Projekt stehen durfte. Unter „hippe_gaerten“ haben die Schülerinnen und Schüler eine Instagram-Seite ins Leben gerufen, auf der sie die Entwicklung des Projekts fortlaufend dokumentieren. Auch auf der Internetseite der Stadt Bad Reichenhall ist der Fortschritt unter dem Link „Stadtgrün“ in Bildern festgehalten.

Nach dem ersten Vermessen der Fläche und der Vorbereitung der Stadtgärtner pflanzten die Schüler einen Birnbaum und einen Apfelbaum sowie Vogelnährgehölze und Sträucher, darunter Felsenbirne, Weißdorn, Holunder, Schmetterlingsflieder, Berberitze, Hartriegel und Haselnuss. Als weiteres Gestaltungselement wurde eine Ecke mit Totholz aus dem Karlspark geschaffen, die zusätzlich wichtige Lebensräume für zahlreiche Tierarten bietet. Eingerahmt wurde die Fläche mit einem Zaun, der aus Haselnusszweigen geflochten wurde. Der Eingang ist gesäumt von zwei Weidensträuchern, die zu einem Bogen heranwachsen sollen. Abschließend haben die Schüler eine heimische Saatgutmischung aus dem Reichenhaller Tal ausgesät, die die Biosphärenregion Berchtesgadener Land zur Verfügung gestellt hatte. Besucher können die mit Rindenmulch versehene Fläche auf Baumscheiben begehen, die die Schüler ausgelegt haben. Das Projekt läuft bis Frühjahr 2023, dann sind die Gymnasiasten allerdings schwer mit dem Abitur beschäftigt. „Ich werde versuchen, das Projekt mit einem Nachfolgeseminar weiterlaufen zu lassen“, kündigte Hipper an.

Die Schüler sicherten zu, auch während und nach dem Abitur nach dem Rechten zu sehen und bedankten sich bei Stadtgartenmeister Martin Haberlander stellvertretend für seine Mitarbeiter Darius Lechner, Florian Drexler, Resi Rehrl und alle, die sie bei der Durchführung des Projektes unterstützt haben. Besonderen Dank richteten sie an die Sponsoren, die Sparkasse Berchtesgadener Land und den Rotary Club Bad Reichenhall / Berchtesgaden und die Biosphärenregion Berchtesgadener Land, die das Projekt durch ihre großzügigen Spenden ermöglicht haben. „Ich bin sehr positiv überrascht, wie die Schüler das Projekt von der Planung an umgesetzt haben, und hoffe, dass dieses Vorbild zur Nachahmung anregt“, erntete die Q11 auch ein großes Lob von Fachmann Haberlander. Der Oberbürgermeister bedankte sich bei Lehrer Hipper und den Karlsgymnasiasten für ihren gelungenen ökologischen Beitrag zur Verschönerung der Alpenstadt und zur Steigerung der Biodiversität. „Ich bin überzeugt, dass dieses Projekt nicht nur jede Menge Bienen und Insekten, sondern auch viele Besucher an den Pulverturm locken wird und es ist auch wirklich sehenswert“, befand der Oberbürgermeister abschließend.

Pressemitteilung Stadt Bad Reichenhall

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