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Gebirgsjägerbrigade 23

Auf dem Truppenübungsplatz Heuberg in der Schwäbischen Alb: Reichenhaller Jager üben „scharfen Schuss“

Panzerfaustschießen auf dem Truppenübungsplatz Heuberg
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Panzerfaustschießen auf dem Truppenübungsplatz Heuberg.

Bad Reichenhall/Heuberg - Das Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall übt für zwei Wochen das Schießen mit Gefechtsmunition auf dem Truppenübungsplatz Heuberg in der Schwäbischen Alb.

Die Meldung im Wortlaut

„Halbrechts – 300 – feindlicher Panzer in Querfahrt – Feuer!“ Mit ohrenbetäubendem Knall fliegt der Geschosskopf der Panzerfaust 3 in Richtung Ziel. „Treffer, gut gemacht!“, heißt es unmittelbar darauf vom Leitenden. Das Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall übt für zwei Wochen den „scharfen Schuss“, also das Schießen mit Gefechtsmunition. Dafür haben über zweihundert Soldaten mit mehr als 40 Fahrzeugen, davon 16 GTK Boxer und vielen Handwaffen sowie tonnenweise Munition auf den Truppenübungsplatz Heuberg in die Schwäbischen Alb verlegt.

Optimale Bedingungen

Die Schießbahnen hier vor Ort bieten optimale Ausbildungsbedingungen, nicht nur für das Panzerfaustschießen. Auch das Schießen mit dem GTK Boxer wird eifrig geübt. Die Reichenhaller Jager sind als einziges Gebirgsjägerbataillon mit dem GTK Boxer - einem „8 x 8“ Transportpanzer - ausgestattet. Bewaffnet sind die Boxer mit einer „fernbedienbaren, leichten Waffenstation 200“ – kurz: FLW 200. Die FLW 200 hat als Bewaffnung wahlweise ein schweres Maschinengewehr oder eine Granatmaschinenwaffe. Gut 20 Soldaten des Bataillons wurden in den letzten beiden Wochen zum Bediener für die FLW 200 ausgebildet. Jetzt müssen sie zeigen, was sie gelernt haben und das Prüfungsschießen bestehen.

Der GTK Boxer stellt sich dem Gelände.

Unterstützung aus Ingolstadt

Tatkräftig unterstützt werden die Gebirgsjäger von ihren Kameraden des Gebirgspionierbataillons 8 aus Ingolstadt. Die Experten für Minen und Co. zeigen den Reichenhaller Jagern, wie man zum Beispiel Sperren aus Stacheldraht anlegt oder auch beseitigt und was dabei zu beachten ist. 

Junger Oberleutnant muss sich beweisen

Aufgrund eines krankheitsbedingten Personalausfalls „schlägt die Stunde“ von Oberleutnant Sebastian Grewe. Der 28-jährige ist nach Abschluss seiner Ausbildung zum Gebirgsjägeroffizier erst vor wenigen Wochen in das Gebirgsjägerbataillons 231 versetzt worden.

Mit dem erfolgreich absolviertem Lehrgang „Schießlehrer Handwaffen / Panzerabwehrhandwaffen“, welcher Teil der Offiziersausbildung in der Infanterie ist, kann er kurzfristig als Leitender des geplanten Gefechtsschießen einspringen. In der zweiten Woche übernimmt er sogar die Leitung beim Handgranatenwerfen. Ein besonders verantwortungsvoller Auftrag, Fehler dürfen hier nicht passieren.

Oberleutnant Grewe meistert alle Aufgaben – und freut sich schon auf die nächste Herausforderung. In wenigen Tagen wird er einen Gebirgsjägerzug mit vier GTK Boxern und über 30 Soldatinnen und Soldaten übernehmen und für die nächsten zwei Jahre führen. „Genau dafür bin ich zur Bundeswehr gegangen!“, so der junge Offizier.

Das Finale

Den Höhepunkt des Übungsplatzaufenthaltes ist das Zuggefechtsschießen der Infanterie im Zusammenwirken mit dem GTK Boxer, geleitet vom Kompaniechef der 2. Kompanie, Hauptmann Benjamin Gericke. Hier werden die einzelnen Ausbildungsabschnitte der letzten Tage zusammengefasst und die Gebirgsjäger und Pioniere können zeigen, was sie gelernt haben und ihr Leistungsvermögen unter Beweis stellen. 

Auch der Militärpfarrer vor Ort

Feldgottesdienst am Sonntag auf dem Truppenübungsplatz Heuberg.

Geistigen Beistand für den Übungsplatzaufenthalt haben die Soldaten vom katholischen Militärgeistlichen des Standorts Bad Reichenhall, Herrn Pfarrer Plümper, erhalten. Er hat seine Gebirgsjäger für einige Tage vor Ort besucht, um mit den Soldaten ins Gespräch zu kommen und gemeinsam am Sonntag einen Feldgottesdienst zu feiern.  

Ausblick

Aufgrund der aktuellen Lage in der Ukraine änderte sich für das Gebirgsjägerbataillon 231 kurzfristig der Auftrag. Anstatt sich darauf einzustellen im Oktober 2022 nach Mali zu verlegen, bereiten sich die Reichhaller Jager jetzt im Rahmen der Bündnisverteidigung als Handlungsoption für einen möglichen Einsatz entlang der NATO- Ostflanke vor. Daher liegt der Fokus des Übungsplatzaufenthaltes auf Ausbildungsthemen der Landes- und Bündnisverteidigung. Die endgültige Entscheidung darüber ist noch nicht getroffen.

Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade 23

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