Annegret Kramp-Karrenbauer in Ramsau

Besuch der Ministerin im Video: Gebirgsjäger eröffnen Deckungsfeuer und vernichten den „Feind“

Gebirgsjägerbrigade 23, Bad Reichenhall, Besuch, Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer
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Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zeigte sich von den Fähigkeiten der Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall sehr beeindruckt.

Bad Reichenhall/Ramsau - Beim Besuch der Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bei der Gebirgsjägerbrigade 23 führten die Soldaten ihr Können in einem Steinbruch in der Ramsau vor. Bei der Ausrüstung ging eine Heeresbergführerin ins Detail.

Standesgemäß wurde Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Donnerstagvormittag (8. Oktober) mit einem Überschneefahrzeug Hägglund vorgefahren. Die Gebirgsjägerbrigade 23 hatte in einem kleinen Steinbruch am Wachterl in der Ramsau eine Gefechtsübung vorbereitet. Der Brigadekommandeur Oberst Maik Keller nahm die Ministerin in Empfang ehe rund 70 Soldaten aus den verschiedensten Bereichen der Gebirgsjäger ihr Können unter Beweis stellten.


Schnell war nicht nur die Verteidigungsministerin, sondern auch der anwesende Landrat des Berchtesgadener Landes, Bernhard Kern, und die Bürgermeister aus Bad Reichenhall und Bischofswiesen, Christoph Lung und Thomas Weber, von dem Geschehen gefesselt. Die Soldaten bezogen Stellung und machten den „Feind“ aus. Mit gezielten Befehlen rückten die Gebirgsjäger über eine steile Felswand nach, sicherten sich hinter umgestürzten Bäumen und eröffneten das Feuer auf den „Feind“.


Heeresbergführerin nutzt Besuch von AKK bei Gebirgsjägerbrigade 23 für Hinweis

Was auf die Zuschauer und auch Annegret Kramp-Karrenbauer sehr beeindruckend wirkte, ist für die Soldaten ihr täglich Brot. Wenn nicht jeder Schritt sitzt, kann das böse Folgen haben. Dabei spielt auch die Ausrüstung eine große Rolle, die die Ministerin genauer unter die Lupe nahm.

Interessiert fragte sie bei Heeresbergführerin Beatrice Soyter nach, ob die derzeitige Ausrüstung in allen Lagen genug Schutz biete. „Hier durfte ich auch noch einmal erfahren, dass wirklich die Qualität eine gute ist, bis auf den normalen Regenschutz, der kann besser werden, soll man sich mal drum kümmern. Das was wir jetzt verstärkt tun müssen, ist, dass diese gute Qualität auch in der Breite hier ankommt. Daran arbeiten wir, aber dort sind wir noch nicht so weit wie wir sein wollen“, erklärte Kramp-Karrenbauer in ihrem Abschluss-Statement.

Heeresbergführerin Beatrice Soyter zeigt Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (links) bei ihrem Besuch der Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall einen Winterstiefel.

„Es sind diese vermeintlich kleinen Dinge, also nicht die großen Kampfsysteme wie Panzer oder Hubschrauber, sondern kleinere Dinge wie Nachtsichtgeräte, Kälteschutzbekleidung, Ski- und Kletterausrüstung, die aber wichtig sind zum einen für die Sicherheit der Soldatinnen und Soldaten, aber auch für deren Motivation.“

Bei Übung für AKK: „Sturmgruppe hat ‚Feind‘ vernichtet“

Dass es dennoch nicht an der Motivation der Gebirgsjäger mangelt, bewiesen diese bei ihrer vorgeführten Übung. „Die Deckungsgruppe hat auf Befehl das Deckungsfeuer eröffnet. Nach Erledigung des Deckungsfeuer startete die Sturmgruppe eins den Angriff auf die feindlichen Stellungen über vier Abseilstellen und hat den „Feind“ vernichtet“, konnte der Sprecher verkünden.

„Das was wir heute hier gesehen haben, sind natürlich Fähigkeiten die sie für die Landes- und Bündnisverteidigung brauchen, aber eben auch im Einsatz“, schnitt die Bundesverteidigungsministerin in ihrem Statement die Einsatzerfahrenheit der Gebirgsjäger an. „Bei sämtlichen internationalen Einsätzen, die die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen von internationalen Missionen und Verpflichtungen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten angenommen hat, waren immer Gebirgsjäger mit dabei.“ Derzeit ist unter anderem ein Kontingent in Mali stationiert.

Das sei ein Zeichen, dass man hier wirklich von besonderen und einzigartigen Fähigkeiten der Gebirgsjägerbrigade 23 sprechen könne, ergänzte Kramp-Karrenbauer. „Die Gebirgsjäger sind absolute Spezialisten und jeder mit seinen speziellen Fähigkeiten bildet zusammen das, was wir wirklich ein System der Gebirgsjäger nennen.“

AKK will „verlässliche finanzielle Basis“ für Gebirgsjäger

Das System Gebirgsjäger besteht aus rund 1870 Dienstposten in Bad Reichenhall, Bischofswiesen, Mittenwald, Füssen und Ingolstadt. Allein in Bad Reichenhall sollen in den kommenden Jahren rund 87 Millionen Euro investiert werden. Unter anderem in den Bau einer Hallenschießanlage. „Dafür brauchen wir eine verlässliche finanzielle Basis“, versprach die Ministerin ihren Einsatz.

Landrat Bernhard Kern (z.v.l.) überreichte Annegret Kramp-Karrenbauer bei ihrem Besuch der Gebirgsjägerbrigade 23 auch im Namen von Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Christoph Lung (l.) und Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber (r.) ein Präsent aus der Region.

„Denn die Gebirgstruppe ist hier im wahrsten Sinne des Wortes in der Region verankert“, freute sich die 58-Jährige. Man sehe es daran, dass zwei Bürgermeister und der Landrat bei der Übung dabei gewesen seien. „Das ist auch etwas, was ich von den Soldatinnen und Soldaten gestern Abend oben auf der Reiter Alpe gehört habe. Auch von denen die aus anderen Teilen Deutschlands kommen, die sich hier sehr wohlfühlen.“

cz

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