Unternehmer stellt Details vor

Ortsumfahrung: Reichenhaller sehen Planungen positiv

Bad Reichenhall - Bad Reichenhall soll vom Verkehr entlastet werden – eine Ortsumfahrung soll's richten. Von den Reichenhallern selber werden die Planungen grundsätzlich positiv gesehen. Es gibt aber auch Kritik. Das ist bei einer Infoveranstaltung des Vereins "Lebenswertes Bad Reichenhall" am Abend deutlich geworden.

Wie die Bayernwelle Südost berichtet, hat der Freilassinger Unternehmer Max Aicher die Details der Umfahrung der Öffentlichkeit präsentiert. Ein Kritikpunkt war, dass der Bereich Kretabrücke und die obere Stadt kaum vom Verkehr entlastet werden.

Aber nicht nur die Verkehrsbelastung der Kretabrücke und der Oberstadt sind den Bürgern ein Dorn im Auge. Der geplante Eingriff in die Auwälder wirft auch Fragen im Hinblick auf den natürlichen Strom vom Grundwasser auf. Laut dem Ingenieur Martin Staller wäre das beim Bau des Auentunnels tatsächlich eine Herausforderung, die kann aber durch die nötigen bautechnischen Vorkehrungen gut bewältigt werden. Das gleiche würde dann auch für ein mögliches Hochwasser in der Zukunft gelten. Da müssten sich die Bürger laut Staller also keine Sorgen machen.

Schnelle Ausgleichsmaßnahmen bei Wiederaufforstung gehofft

Aber auch die Abgasbeseitigung ist kritisch beäugt worden. Die soll durch ein 130 Meter langes Kaminrohr am Staufen hinauf gesichert sein. Ob das so ohne Weiteres funktioniert, haben die Anwesenden bezweifelt. Rein physikalisch gesehen dürfte es hier aber nur in den seltensten Fällen zu einer erhöhten Abgasbelastung der Stadt Bad Reichenhall kommen, so die Bayernwelle.

Die vorläufige Zerstörung eines Teils der Auenwälder wäre aber nicht zu verhindern. Hier hofft man - besonders im Hinblick auf eine mögliche Landesgartenschau im Jahr 2022 - auf schnelle Ausgleichsmaßnahmen bei der Wiederaufforstung.

Vierspuriger Auentunnel soll kommen

Bei Bad Reichenhall soll entlang der Saalach ein vierspuriger Auentunnel entstehen. Dadurch soll es zu einer allgemeinen Entlastung des Stadtverkehrs kommen. Besonders die Lofererstraße würde davon profitieren – statt 30.000 Fahrzeugen würden dort in Zukunft nur noch 10.000 Kraftfahrzeuge den Verkehr belasten, heißt es. Der sogenannte Trogtunnel würde somit 2/3 des bisherigen Verkehrsaufkommen der Stadt Bad Reichenhall abfangen.

In Stein gemeißelt ist bei der geplanten Ortsumfahrung jedoch noch nichts. Was die nächsten Schritte sind und wie die dann genau aussehen sollen, muss als erstes mit dem Stadtrat von Bad Reichenhall geklärt werden.

Was Bärbel Kofler MdB dazu sagt

Die Ortsumfahrung beschäftigt auch die Bundestagsabgeordnete Bärbel Kofler: In Sachen Ortsumfahrung von Bad Reichenhall sei der vordringliche Bedarf festgestellt worden.Und zwar in Verbindung mit dem umstrittenen Kircholztunnel. Die vor kurzem im Stadtrat und gestern Abend bei einer Infoveranstaltung präsentierten neuen Planungen für eine Umfahrung verwundern Kofler deshalb, so Bayernwelle Südost.

Eine neue Trassenführung müsse erst einmal hinsichtlich ihrer Machbarkeit überprüft werden, so Kofler. Es würde sie sehr wundern, wenn entsprechende Routen durch die Behörden nicht bereits in der Vergangenheit geprüft worden wären, so die SPD-Politikerin.

Quelle: Bayernwelle Südost

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