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Kreisklinik-Neubau: Kreistag hat das letzte Wort

„Wollen das Krankenhaus in Bad Reichenhall halten“ und Piding nur „Plan B“?

Bürgermeister Hannes Holzner CSU Piding Oberbürgermeister Christoph Lung
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Die Kliniken Südostbayern wollen den Neubau des Klinikums in Bad Reichenhall realisieren und nicht in Piding. Die Bürgermeister der betroffenen Ortschaften äußern sich gegenüber BGLand24.de zur Entscheidung.

Der Aufsichtsrat der Kliniken Südostbayern empfiehlt Bad Reichenhall als Standort für den Neubau der Kreisklinik. BGLand24.de hat bei Pidings Bürgermeister Hannes Holzner und Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Christoph Lung nachgefragt: Wie stehen Sie zu der Entscheidung? Und: Der Standort-Plan ist noch lange nicht in trockenen Tüchern.

Bad Reichenhall/Piding/Traunstein - Es wird immer konkreter: Der Aufsichtsrat der Kliniken Südostbayern (KSOB) empfiehlt Bad Reichenhall als künftigen Standort des Klinik-Neubaus im Berchtesgadener Land.

„Großer Erfolg“: Klinik-Neubau in Bad Reichenhall

In Bad Reichenhall wird gejubelt: „Ich freue mich sehr über den Empfehlungsbeschluss des Aufsichtsrates, der die Gesundheitsstadt Bad Reichenhall als künftigen Klinikstandort vorsieht“, so Oberbürgermeister Christoph Lung (CSU) auf Nachfrage von BGLand24.de. Lung hatte bereits mehrmals klargestellt, dass die Stadt weiterhin gerne Standort der Kreisklinik im Berchtesgadener Land sei.

Die Empfehlung des Aufsichtsrates sei ein „großer Erfolg und sicherlich auch auf die große Geschlossenheit zu diesem Thema im Stadtrat zurückzuführen. Ich bedanke mich bei allen, die unseren Vorschlag unterstützt haben“, so Lung weiter.

Kreistag entscheidet: Piding oder Bad Reichenhall als Klinik-Standort?

Sofern die Anforderungen an den Zeit- und Kostenrahmen, Hochwasserschutz und die Verkehrsanbindung erfüllt werden, steht dem Krankenhaus in Bad Reichenhall also so gut wie nichts mehr im Wege - solange auch der Kreistag am 17. Dezember für den Standort Bad Reichenhall stimmt. Die Mitglieder haben das letzte Wort: Piding oder Bad Reichenhall?

2022 soll dann bereits in die Planungen für den Neubau der Klinik eingestiegen werden. Lung (CSU) hofft sehr, „dass der Kreistag dem Empfehlungsbeschluss des Kliniken-Aufsichtsrats folgen wird, weil dies die beste Lösung für den gesamten Landkreis ist.“

„Ambitionierter Zeitplan“: Auf die Stadt Bad Reichenhall wartet viel Arbeit

Landrat Bernhard Kern (CSU) verdeutlicht, dass die baurechtlichen Voraussetzungen seitens der Stadt Bad Reichenhall zeitnah geschaffen werden sollten: „Hierfür und für den Verkauf der Flächen an die Kliniken Südostbayern bedarf es der Bereitschaft und Mitwirkung der Stadt Bad Reichenhall. Nach den bisherigen Gesprächen ist der Wille der Stadt Bad Reichenhall zur Realisierung des Vorhabens deutlich spürbar.“

Auch interessant: Finanzen, Bobbahn und Diskussion um Klinikstandort - Das sagt Landrat Kern

Das bestätigt auch der Oberbürgermeister: „Wir wissen, dass wir als Stadt uns tatkräftig dabei einbringen müssen, dass die Klinik auch zeitgerecht gebaut werden kann. Da liegt zweifellos viel Arbeit vor uns. Aber wir sind in guten Gesprächen, damit wir die an uns gestellten Anforderungen auch erfüllen. Eine feste Zusage meinerseits ist und bleibt: Wir werden uns so aufstellen, dass der ambitionierte Zeitplan funktionieren kann. Auch dazu besteht im Stadtrat eine ganz klare, einmütige Haltung, die da lautet: Wir wollen das Krankenhaus in der Stadt Bad Reichenhall halten und sind bereit, die für den Neubau notwendigen Maßnahmen zu treffen!“

Entscheidung verwundert nicht: „Piding als Alternative“

In Piding kann man die Entscheidung derzeit nur „zur Kenntnis nehmen“ wie Bürgermeister Hannes Holzner (CSU) im Gespräch mit BGLand24.de erklärt. Man habe noch keine offizielle Mitteilung seitens des Aufsichtsrates bekommen, deswegen gebe es auch noch keine Reaktion aus dem Gemeinderat.

Doch Holzner ist nicht verwundert über die Entscheidung: „Es war ja schon immer der Sprachgebrauch, dass Piding als Alternative und Standort B gehandelt worden ist.“ Man würde zur Verfügung stehen, „wenn es im Landkreis keine Alternativmöglichkeiten zu Bad Reichenhall gibt“. Man müsse miteinander das beste für den Landkreis herausbringen, so Holzner weiter. Denn: „Das schlimmste wäre, wenn gar kein Standort im Landkreis möglich wäre.“ Es gehe um die Entwicklung des ganzen Landkreises.

ce

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