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Symbol für Glauben, Werte und Traditionen

Neues Gipfelkreuz auf dem Zwiesel feierlich gesegnet

Pfarrer Thomas Huber und Markus Moderegger bei der Weihe des neuen Gipfelkreuzes auf dem Zwiesel
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Pfarrer Thomas Huber und Markus Moderegger bei der Weihe des neuen Gipfelkreuzes auf dem Zwiesel.

Das alte Gipfelkreuz des Zwiesels hielt die letzten 40 Jahre Wind und Wetter stand. Nun musste ein neues her, das mit einer einmaligen Zeremonie gesegnet wurde.

Meldung im Wortlaut

Bad Reichenhall - Das Gipfelkreuz auf dem Zwiesel erstrahlt in neuem Glanz. 1981 von Soldaten der Gebirgstragtierkompanie Bad Reichenhall errichtet, war es 40 Jahre lang dem alpinen Bergwetter ausgesetzt und nicht mehr zu renovieren.

Der Verein Freunde des Zwiesels e.V. hatte vor Kurzem in Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauhof und der Bundeswehr ein neues Kreuz errichtet, das nun nach der Segnung, die bei traumhaften Herbstwetter durch die Pfarrer Thomas Huber und Markus Moderegger vollzogen wurde, würdevoll den Zwiesel bekrönt.

„Wir sind stolz und freuen uns sehr, dass wir in herausragender Zusammenarbeit mit der Stadt und der Bundeswehr auf dem Zwiesel-Gipfel ein neues Kreuz errichten konnten“, so der 1. Vorsitzende des Zwiesel-Freunde-Vereines, Stadtrat Friedrich Hötzendorfer. Die Freunde des Zwiesels sind als gemeinnütziger Verein darum bemüht, verantwortungsvolles Naturerlebnis mit dem Erhalt traditioneller Almflächen zu verbinden.

„Der Einklang von Mensch und Natur führt zu Einklang von Leib und Seele“, so Hötzendorfer weiter. „Diesen Einklang symbolisiert nicht nur in Bayern das Gipfelkreuz. Mein Dank gilt allen, die an der Errichtung mitgewirkt haben, namentlich den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs, die ein handwerkliches Kunstwerk geschaffen haben. 

Das neue Zwiesel-Kreuz besteht aus Eichenholz der Bayerischen Staatsforsten aus dem Revier Bad Reichenhall, das unentgeltlich von den Bayerischen Staatsforsten bereitgestellt wurde. Das Eichenholz gibt die Gewähr, dass das neue Kreuz wieder das stolze Alter von mindestens 40 Jahren erreichen wird.“

Auch Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung dankte in seiner Ansprache allen, die an der Realisierung des Projektes mitgewirkt hatten und wies darauf hin, dass ein Gipfelkreuz unseren Glauben, unsere Werte und unsere Traditionen symbolisiert, was in der heutigen Zeit ganz besondere Bedeutung hat.  

Oberst Peter Eichelsdörfer als Standortältester der Bundeswehr in Bad Reichenhall erinnerte daran, dass vor 40 Jahren das Vorläuferkreuz von der Tragtierkompanie der Bundewehr errichtet worden war. Damals bei strömendem Regen, so dass nur eine kurze Weihe möglich war und die weiteren Festlichkeiten ins Tal verlegt werden mussten. Er stellte für notwendige Maßnahmen zum Erhalt des neuen Kreuzes die Unterstützung seiner Soldaten in Aussicht. 

Pfarrer Thomas Huber hatte kürzlich im Religionsunterricht seinen Schülern die Frage gestellt, was für sie ein Kreuz bedeute. Die Antworten gingen eher in Richtung Markierung, Kennzeichnung eines bestimmten Punktes, als in Richtung christliches Symbol. Aber ein Gipfelkreuz, so Pfarrer Huber bezeichnet nicht nur den höchsten Punkt eines Berges, sondern ist Ausdruck eines Wertes, der damit dargestellt werden soll. 

Pfarrer Moderegger wiederum nahm die Diskussion auf, die im Vorfeld bei Abbau des alten Kreuzes aufkam. Was macht man mit dem Holz? Ist es unpassend, es als Material zum Wegebau zu verwenden? Könnte sich jemand dadurch verletzt fühlen, wenn künftig Stufen des Weges zum Gipfel mit dem gesegneten Holz des alten Kreuzes befestigt sind?

Mit Verweis auf Johannes 14, 6, wo Jesus folgende Äußerung zugeschrieben ist: “Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich,” meinte Moderegger, eine bessere Verwendung für das alte Holz könne er sich gar nicht vorstellen.  

Mit musikalischer Umrahmung durch die Marzoller Bläser gestalteten die beiden hohen
Herren eine beeindruckende Zeremonie, die dem einen oder anderen Bergmuffel, den für ihn mühsamen Aufstieg vergessen ließ. Auch die Gaumenfreuden kamen nicht zu kurz beim Ausklang auf der Zwieselalm von Andreas Potschacher. So ging ein perfekter Tag zu Ende, den viele sicher noch lange in guter Erinnerung halten werden. Es hat einfach alles gepasst. 

Pressemitteilung von Friedrich K. Hötzendorfer

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