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Neuwahlen und lebhafte Aussprache

Mitgliederversammlung 2021 bei Lebenswertes Bad Reichenhall e.V.

Die neugewählte Vorstandschaft: v.li. Rupert Reischl-Kassier; Manfred Hofmeister-Vorsitzender; Cynthia Meta - Schriftführerin (ab Okt21); Norbert Scheuerer –stv Vorsitzender; Auf dem Bild re Kassenprüfer Thomas Stegmann; nicht im Bild Willy Weber-Beisitzer und Schriftführerin Sylvia Hoyer (bis Okt21).
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Die neugewählte Vorstandschaft: v.li. Rupert Reischl-Kassier; Manfred Hofmeister-Vorsitzender; Cynthia Meta - Schriftführerin (ab Okt21); Norbert Scheuerer –stv Vorsitzender; Auf dem Bild re Kassenprüfer Thomas Stegmann; nicht im Bild Willy Weber-Beisitzer und Schriftführerin Sylvia Hoyer (bis Okt21).

Coronabedingt konnten die Neuwahlen von 2020 erst jetzt durchgeführt werden. Manfred Hofmeister als Vorsitzender, Norbert Scheuerer als stv. Vorsitzender und Rupert Reischl als Kassier wurden einstimmig bestätigt. Neu gewählt wurde Willy Weber als Beisitzer und Cynthia Meta als Schriftführerin, die ab Oktober der langjährigen Schriftführerin Sylvia Hoyer nachfolgen wird.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Bad Reichenhall - Kassenprüfer Thomas Stegmann bestätigte eine tadellose und sparsame Kassenführung. Der Verein hat seit 2019 einen sehr erfreulichen Zuwachs von 10 Mitgliedern. Zu Beginn der Versammlung wurde den in 2020 verstorbenen Vereinsmitgliedern gedacht. Anschließend trug Vorsitzender Manfred Hofmeister den Tätigkeitbericht vor. Der Verein setzt sich gem. Satzung für den Erhalt des Kurortcharakters von Bad Reichenhall ein, für landschaftsschonende Projekte sowie nachbarschaftsverträgliche Gewerbeansiedlungen und kann auch Anlaß bezogene Spendenaktionen durchführen, wie in der Vergangenheit bereits mehrfach erfolgt, z.B. Hochwasserhilfe Freilassing.

Im September 2020 führte der traditionelle Vereinsausflug, diese Mal nach Großgmain ins Freilichtmuseum. Die geführte Besichtigung historischer Gebäude brachte viel Interessantes und Wissenswertes, wie z.B. nachhaltiges Bauen und Verwendung regionaler Baustoffe. Ein zunehmend wichtiges Thema. Die in 2019 gepflanzten acht Streuobstbäume am Schloßweiher Marzoll entwickeln sich gut. Besonderer Dank gilt Herrn Martin Haberlander vom Gartenbauamt für die laufende Pflege.

Im März 2020 konnte der Verein durch eine spontan gestartete Spendenaktion einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt und zur Wiederbelebung des 125 jährigen Bismarckbrunnens leisten. Die Spendenaktion läuft weiter. Mittlerweile sind bereits über 16 500 € von etwa 120 Spenden gesammelt worden. Spendenkonto: Kennwort Bismarckbrunnen Lebenswertes Bad Reichenhall e.V. IBAN DE56 7105 0000 0020 2294 64 Sparkasse BGL Anwohner und Mitglieder bewegt nach wie vor die weitere Entwicklung von Türk-West.

Nach Fertigstellung des Teils A mit der völlig überdimensionierten Logistikhalle lässt der Teil B mit dem versprochenen Mischgebiet weiter auf sich warten. Die Aktivitäten auf dem ehemaligen Gelände des Abfallbetriebes deuten nicht unbedingt auf eine Umsetzung hin. Dort gibt es weiterhin massive Lärmbelästigungen nachts und an Feiertagen durch eine viel zu intensive Untervermietung. Der bisher noch gültige BebPlan alt mit Grünflächen wird weiter grob verletzt, trotz der Anmahnungen ist keine Änderung des laufenden Betriebes erkennbar.

Überflutung der Marzoller Au vor der Kläranlage auch bei Niedrigwasser

Die Simulation eines 100 jährigen Hochwassers am Kohlerbach ist Ursache, dass Bauvorhaben auf bereits bestehenden Parzellen nicht begonnen werden können. Andererseits bleiben verantwortliche Stellen (Forst und Wasserwirtschaftsamt) trotz Hinweisen seit über einem Jahr untätig angesichts der Überflutungen in der Marzoller Au. Großflächige Waldschäden und ein erhöhtes Hochwasserrisiko für die städtische Kläranlage sind festzustellen. Eine deutliche Absenkung der 2m Stauhöhe des Biberdamms ist dringend geboten.

B 21 Geschwindigkeitsbegrenzung?

Im Bereich der Ortsausfahrt Türk in die B 21 gibt es zunehmend Schwerverkehr aus dem Logistikzentrum und aufgrund der erhöhten Verkehrsdichte auf der B 21 wird das Einbiegen in Richtung Bad Reichenhall zunehmend schwieriger. Der Stadtrat hatte im Juni 2018 mit großer Mehrheit dem Antrag, die Höchstgeschwindigkeit dort auf 80 km/h zu reduzieren, zugestimmt. Eine entsprechende Umsetzung wurde von der Regierung Oberbayern bisher abgelehnt. Viele fragen sich, ob dort erst etwas passieren muss, bevor eine Geschwindigkeitsreduzierung kommt.

Sorge um charakteristisches Ortsbild

Für das charakteristische Ortsbild von Bad Reichenhall wird es weiter einer verstärkten Aufmerksamkeit bedürfen, um darauf zu achten, dass eine Flachdach- und „Penthausarchitektur“ Bad Reichenhall und seine Ortsteile nicht der Beliebigkeit preisgeben. Charakteristiken einer Stadt sind in der baulichen Weiterentwicklung zu stärken, nicht zu schwächen, so ein Grundsatz der Stadtplanung. Bad Reichenhall verfügt dazu über eine entsprechende Bauordnung und die Leitlinien der Alpinen Perlen geben eindeutige Vorgaben zu regionaltypischer Bauweise und dem Erhalt des charakteristischen Ortsbildes.

Leider wird all das zu oft bei Entscheidungen missachtet. Das mit jahrelanger Verspätung beschlossene Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) sollte für die interessierte Bürgerschaft Gelegenheit bieten, sich in die künftige Entwicklung unserer Kurstadt einzubringen. In der Mozartstraße soll ein bis zu 7 Stockwerke hohes Gebäude gebaut werden, mit massiven Auswirkungen auf die benachbarte Klinik. Das alles in direkter Nachbarschaft zum Kurbezirk. So konträr sollte die Stadtplanung der Kurstadt nicht aussehen.

Lärmschutz an der Umgehungsstraße

An der Umgehungsstraße sollte der vorgeschlagene abschnittsweise Lärmschutz zeitnah begonnen werden. Es geht um hunderte von Lärm betroffene Wohnungen und die Lebensqualität großer Bereiche der Stadt. Die Stadtverwaltung und die Entscheidungsträger der Stadt wissen, dass die Grenzwerte für geförderten Lärmschutz in Deutschland sehr hoch sind. Deshalb ist hier die Stadt gefordert, schrittweise im Rahmen ihrer Möglichkeiten Lärmschutz aufzubauen und den Stadtratsbeschluss auch zügig zu umzusetzen.

Vollanschluss A8

Der geplante Vollanschluß in Schwarzbach wird die Ost-West Verbindung durch das kleine deutsche Eck deutlich attraktiver machen und das Verkehrsaufkommen entlang der B21 von Schwarzbach bis Melleck insgesamt erhöhen. Im Endausbau für den geplanten über 4 ha großen Lkw Parkplatz und sehr großen Kreisverkehr weite Wald- und Wiesenflächen zu opfern, stößt auf entschiedene Ablehnung der Bevölkerung, der Landwirtschaft und der Jagdgenossenschaft Marzoll. Das sei diametral gegen die Bekenntnisse der Politik zu Eindämmung von Flächenfraß und Lkw Flut. In diesem Zusammenhang beteiligt sich Lebenswertes Bad Reichenhall e.V. auch am Bündnis gegen den Transitverkehr.

Zu vielen Themen gab es auch aus Reihen der anwesenden Mitglieder zahlreiche Fragen und Anregungen; so z.B. zu Vollanschluß A8, Nutzung Kurgastzentrum, Bausünden im Stadtgebiet und Beispiele mangelhafter Wiederherstellung von Straßenoberflächen.

Gesundheitsstadt - Vorsorgehinweise zur Nutzung von Handy und WLAN

Gerade in einer Kur- und Gesundheitsstadt sollte das Thema Verbraucherschutz und Vorsorge Beachtung finden. Die explosionsartige Zunahme hochfrequent funkender Endgeräte und Einrichtungen bedarf begleitender Information. Die Verbraucherschutzorganisation Diagnose-Funk und der Wiener Ärztekammer mit den 10 medizinischen Handyregeln und die Landessanitätsdirektion Salzburg sind hier besonders zu nennen. Verkabeln der Geräte anstelle stundenlanges Arbeiten mit WLAN ist anzustreben.

Bilderschau

Zum Abschluß war eine beeindruckende Bilderschau von Dr. Thomas Spiethoff zu sehen. Ein Spaziergang in ausgewählten Bildern, beginnend in Marzoll über das Stadtgebiet bis zum Saalachsee. Hervorragende Aufnahmen mit farblichen Impressionen hinterließen einen nachhaltigen Eindruck unserer schönen heimatlichen Umgebung, für deren Erhalt sich einzusetzen eine wichtige Aufgabe für unsere Generation darstellt.

Pressemitteilung Lebenswertes Bad Reichenhall e.V.

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