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Bad Reichenhaller Offizier bei Afghanistan-Zapfenstreich dabei

Nach 20 Jahren: „Wertschätzung hat den Weg in die Öffentlichkeit gefunden“

Leutnant Christian Stange, Gebirgsjägerbrigade 23, Bad Reichenhall
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Leutnant Christian Stange bei einem Gebirgsmarsch mit der Gebirgsjägerbrigade 23 aus Bad Reichenhall.

Mit einem großen Zapfenstreich ist der Afghanistan-Einsatz der deutschen Bundeswehr Mitte Oktober gewürdigt worden. Mit dabei Leutnant Christian Stange von der Gebirgsjägerbrigade 23 aus Bad Reichenhall. Im Gespräch mit BGLand24.de spricht er über seine Eindrücke und die Wertschätzung der Auslandseinsätze.

Bad Reichenhall - Zweimal war Leutnant Christian Stange im Auslandseinsatz in Afghanistan. Davor bereits im Kosovo. Die Trennung von Familie und Freunden war jedes Mal eine Belastung. Dazu kamen in Afghanistan die klimatischen Herausforderungen. Bei Temperaturen um die 35 bis 40 Grad in der kargen Landschaft am Observation Post North– einer der gefährlichsten Außenposten im Afghanistan-Einsatz - nur im Zelt oder unterm Schrägdach zu schlafen ist nicht jedermanns Sache.

Bad Reichenhaller Offizier bei Afghanistan-Zapfenstreich: „formell und informell ausgetauscht“

Für Stange gehört es als Soldat aber dazu. Auch deshalb hat er nicht lange gezögert, als von der Gebirgsjägerbrigade 23 die Anfrage kam, ob er beim großen Zapfenstreich zur Würdigung des Afghanistan-Einsatzes in Berlin dabei sein möchte. Er nutzte den großen Zapfenstreich und den anschließenden Empfang vom damaligen Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, um sich formell und informell mit anderen Soldaten und Politikern auszutauschen. „Immerhin sind sie verantwortlich für unsere Auslandseinsätze.“

Gegenüber BGLand24.de zieht Stange nach dem Empfang ein deutliches Fazit: „Der Weitblick der Politik auf die Gesamtsituation ist aus meiner Erfahrung oft ein anderer als zum Beispiel der persönliche Eindruck vor Ort.“ Generell freut er sich, dass zumindest zum Abschluss der 20-jährigen Afghanistan Mission die „Wertschätzung den Weg in die Öffentlichkeit gefunden hat“.

Heimische Gebirgsjäger in Afghanistan

"Wenn man beschossen wird, schießt man zurück", erklärt Hauptmann Mike Z. den Afghanistan-Einsatz. Der Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall war zusammen mit rund 300 Kameraden ein halbes Jahr im Auslandseinsatz. © Gebirgsjägerbataillon 231
"Wenn man beschossen wird, schießt man zurück", erklärt Hauptmann Mike Z. den Afghanistan-Einsatz. Der Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall war zusammen mit rund 300 Kameraden ein halbes Jahr im Auslandseinsatz. © Gebirgsjägerbataillon 231
"Wenn man beschossen wird, schießt man zurück", erklärt Hauptmann Mike Z. den Afghanistan-Einsatz. Der Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall war zusammen mit rund 300 Kameraden ein halbes Jahr im Auslandseinsatz. © Gebirgsjägerbataillon 231
"Wenn man beschossen wird, schießt man zurück", erklärt Hauptmann Mike Z. den Afghanistan-Einsatz. Der Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall war zusammen mit rund 300 Kameraden ein halbes Jahr im Auslandseinsatz. © Gebirgsjägerbataillon 231
"Wenn man beschossen wird, schießt man zurück", erklärt Hauptmann Mike Z. den Afghanistan-Einsatz. Der Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall war zusammen mit rund 300 Kameraden ein halbes Jahr im Auslandseinsatz. © Gebirgsjägerbataillon 231
"Wenn man beschossen wird, schießt man zurück", erklärt Hauptmann Mike Z. den Afghanistan-Einsatz. Der Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall war zusammen mit rund 300 Kameraden ein halbes Jahr im Auslandseinsatz. © Gebirgsjägerbataillon 231
"Wenn man beschossen wird, schießt man zurück", erklärt Hauptmann Mike Z. den Afghanistan-Einsatz. Der Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall war zusammen mit rund 300 Kameraden ein halbes Jahr im Auslandseinsatz. © Gebirgsjägerbataillon 231
"Wenn man beschossen wird, schießt man zurück", erklärt Hauptmann Mike Z. den Afghanistan-Einsatz. Der Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall war zusammen mit rund 300 Kameraden ein halbes Jahr im Auslandseinsatz. © Gebirgsjägerbataillon 231
"Wenn man beschossen wird, schießt man zurück", erklärt Hauptmann Mike Z. den Afghanistan-Einsatz. Der Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall war zusammen mit rund 300 Kameraden ein halbes Jahr im Auslandseinsatz. © Gebirgsjägerbataillon 231
"Wenn man beschossen wird, schießt man zurück", erklärt Hauptmann Mike Z. den Afghanistan-Einsatz. Der Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall war zusammen mit rund 300 Kameraden ein halbes Jahr im Auslandseinsatz. © Gebirgsjägerbataillon 231
"Wenn man beschossen wird, schießt man zurück", erklärt Hauptmann Mike Z. den Afghanistan-Einsatz. Der Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall war zusammen mit rund 300 Kameraden ein halbes Jahr im Auslandseinsatz. © Gebirgsjägerbataillon 231
"Wenn man beschossen wird, schießt man zurück", erklärt Hauptmann Mike Z. den Afghanistan-Einsatz. Der Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall war zusammen mit rund 300 Kameraden ein halbes Jahr im Auslandseinsatz. © Gebirgsjägerbataillon 231
"Wenn man beschossen wird, schießt man zurück", erklärt Hauptmann Mike Z. den Afghanistan-Einsatz. Der Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall war zusammen mit rund 300 Kameraden ein halbes Jahr im Auslandseinsatz. © Gebirgsjägerbataillon 231
"Wenn man beschossen wird, schießt man zurück", erklärt Hauptmann Mike Z. den Afghanistan-Einsatz. Der Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall war zusammen mit rund 300 Kameraden ein halbes Jahr im Auslandseinsatz. © Gebirgsjägerbataillon 231
"Wenn man beschossen wird, schießt man zurück", erklärt Hauptmann Mike Z. den Afghanistan-Einsatz. Der Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall war zusammen mit rund 300 Kameraden ein halbes Jahr im Auslandseinsatz. © Gebirgsjägerbataillon 231

„In 20 Jahren ist einfach zu wenig öffentlich kommuniziert worden“, bedauert der Leutnant. Medien und Politik seien die Sensoren, die die Öffentlichkeit sensibilisieren könnten. „Die Bundeswehr hätte öfter dargestellt werden müssen, positiv wie negativ. Aber jeder Soldat hätte positive Presse verdient“, ist Christian Stange überzeugt.

Afghanistan-Einsatz hat Gebirgsjäger geprägt

Nicht zuletzt wegen dem, was ihn und viele seine Kameraden verändert hat. „Die Wertschätzung gegenüber dem was wir haben, wie unser Land blüht, das hat mich geprägt.“ Der Wohlstand, die Demokratie, all das ist für Leutnant Stange nicht mehr selbstverständlich. Vielleicht auch deshalb macht es ihn traurig zu sehen, was mit dem Land passiert, in dem die Bundeswehr 20 Jahre war.

Hintergrund des Einsatzes der Bundeswehr waren die Terroranschläge vom 11. September 2001. Unter Führung der NATO beteiligte sich die Bundeswehr an der Stabilisierungsmission International Security Assistance Force (ISAF). 2015 folgte die NATO-Mission Resolute Support, welche die Beratung und Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte zum Ziel hatte. „Wir haben auf dem Papier 300.000 Leute ausgebildet und waren fest davon überzeugt. Aber scheinbar ist es nicht das, was sie brauchen oder wollen“, erklärte der ehemalige Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Brigadegeneral Jared Sembritzki, nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan gegenüber BGLand24.de.

Großer Afghanistan-Zapfenstreich „würdiger Rahmen“ für alle Beteiligten

„Wie sich Afghanistan weiterentwickelt hat, kann ich nicht bewerten“, gibt sich Leutnant Christian Stange dagegen zurückhaltend. „Ich war 2013 das letzte Mal dort.“ Vor allem bei seinem ersten Afghanistan-Einsatz 2010 habe es viele Gefechte gegeben. Warum die Taliban jetzt so problemlos Afghanistan wieder einnehmen konnten, kann er aus der Ferne schwer beurteilen.

Im Nachhinein betrachtet sei der große Zapfenstreich aber ein würdiger Rahmen für die Soldatinnen und Soldaten, die im Einsatz waren, für die, die in Afghanistan verwundet wurden und für die Angehörigen derer, die dort ihr Leben ließen gewesen, resümiert Stange. Er hofft, das auch weitere Auslandseinsätze der Bundeswehr künftig mehr öffentlich begleitet werden.

cz

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