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OB Lung: Inflation belastet Kurstadt

Bad Reichenhall investiert Millionen in Schulen - und verschuldet sich weiter

Kinder Schule Investition Haushalt Geld Bad Reichenhall
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Dennoch warnt Oberbürgermeister Lung: Der Haushalt muss nachhaltiger werden.

Trotz steigender Schulden investiert die Stadt Bad Reichenhall weiter. Besonders viel Geld fließt in die Schulen. Dennoch: Um handlungsfähig zu bleiben, muss die Stadt mehr Geld einnehmen - und mehr sparen.

Bad Reichenhall - Ukraine-Krieg, Energiekrise und Inflation gehen auch nicht an der Kurstadt vorbei. Dies macht Oberbürgermeister Christoph Lung in der Bürgerversammlung (7. November) mehr als deutlich. Enorme Planungsunsicherheit und Kostensteigerungen belasten die Stadt. Das zeigt sich deutlich an aktuellen Projekten und dem finanziellen Haushalt der Kreisstadt.

Bad Reichenhall verschuldet sich weiter

Aktuell umfasst das Haushaltsvolumen von Bad Reichenhall rund 66,3 Millionen Euro. Die bereinigten Ausgaben des Verwaltungshaushalts steigen 2022 um rund 1,2 Millionen Euro. Die Schulden konnten zwar 2021 um 5 Prozent - von 18,2 auf 17,34 Millionen Euro reduziert werden, aber: „Angesichts zahlreicher anstehender Großinvestitionen gehen wir mittelfristig leider von steigenden Schulden aus.“ Lung rechnet zum 31. Dezember 2025 mit einem Schuldenstand von mindestens 25,9 Millionen Euro. „Wir werden nicht mehr alle Wünsche und Begehrlichkeiten erfüllen können. Andererseits müssen wichtige Zukunftsinvestitionen möglich gemacht werden“, so der Oberbürgermeister.

Die Stadt investiert - insbesondere in den Bildungsbereich und damit in die jüngeren Generationen. „Ein Großprojekt ist die Sanierung und Erweiterung der Grundschule an der Heilingbrunnerstraße. Bis zur Fertigstellung aller Maßnahmen im Jahr 2025 gibt die Stadt rund 9,5 Millionen Euro für das Projekt aus“, so Lung. Den früheren Kindergarten in Marzoll hat die Stadt zu einer Ganztagesbetreuung umgebaut. Gesamtinvestition: 1,6 Millionen Euro.

Extremer Kostensprung bei Großprojekt „Schulareal St. Zeno“

Dass die Inflation und die Preissteigerungen die Stadt massiv belasten, zeigt das vielleicht größte Projekt im Bildungsbereich: das Schulareal St. Zeno. „Wir bauen dort eine dreizügige Grundschule neu, führen eine Erweiterung bzw. einen Umbau der Mittelschule durch und bauen zugleich einen viergruppigen Kindergarten mitsamt zwei Kinderkrippengruppen.“ Kosten: 50 Millionen Euro. Ursprünglich rechnete die Stadt noch mit 33 Millionen Euro. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2024 starten.

„Selten zuvor war wirtschaftliches und sparsames Handeln so notwendig und schwierig wie jetzt. Um handlungsfähig zu bleiben, ist eine nachhaltige Verbesserung der Haushaltssituaion unabdingbar. Dies wird nur gelingen, wenn wir erstens die Einnahmen erhöhen, zweitens die Ausgaben senken und drittens die Steuerkraft der Stadt und damit die Zahlerbasis nachhaltig verbessern“, sagt Oberbürgermeister Lung.

ce

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