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Flüge über den Kreisen Traunstein und BGL

„Mountain Hornet“: Multinationale Übung der Gebirgsjäger mit anderen NATO-Staaten

Eurofighter Taktisches Luftwaffengeschwader 74 Gebirgsjägerbrigade 23
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Eurofighter vom Taktischen Luftwaffengeschwader 74 waren dabei.

Unter dem Motto „Man the peaks – level the valley“ führte das Verbindungskommando der Luftwaffe zur Gebirgsjägerbrigade 23 die multinationale Close Air Support– Übung Mountain Hornet durch. Unterstützt wurde sie durch die Gebirgsjägerbrigade 23. Close Air Support bedeutet Luftnahunterstützung. Ziel war es, das Zusammenspiel von Fliegerleitpersonal und Flugzeugbesatzungen, unter alpinen Bedingungen, zu trainieren.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Berchtesgadener Land/Traunstein - Die Übung Mountain Hornet wurde vom Verbindungskommando der Luftwaffe bei der Gebirgsjägerbrigade 23 geplant und durchgeführt. Die Übung fand in der Region Berchtesgadener Land, Traunstein und der Reiteralpe vom 20. Juni bis 1. Juli statt. Unterstützt wurde das Verbindungskommando durch die Gebirgsjägerbrigade 23. „Unser Ziel bei dieser Übung war es, die JTACs und Flugzeugbesatzungen unter anspruchsvollen Bedingungen in bergigem Gelände zu trainieren“, erklärte Major 

Multinationale Übung „Mountain Hornet“ mit anderen NATO-Staaten

David Würtz, Leiter des Verbindungskommandos Luftwaffe in Bad Reichenhall. „Die Übung ist multinational. Damit wollen wir die Interoperabilität und das Verständnis zwischen Verbündeten und Partnern in Bezug auf Joint Fire Support verbessern“, fügte Major Würtz hinzu. Neben Soldaten der Bundeswehr waren auch Verbündete anderer NATO-Staaten (z.B. USA oder Italien) bei der international hoch anerkannten Übung der Gebirgsjägerbrigade 23 mit dabei. Die regionalen NATO-Partnernationen Österreich und Schweiz nahmen ebenfalls an Mountain Hornet teil, um von den NATO-Soldaten Taktiken, Techniken und Verfahren zu lernen bzw. ihr eigenes Wissen in der Luftnahunterstützung auszubauen.

Konzentriert tragen die JTACs / Fliegerleitoffiziere die Koordinaten für den Luftangriff in die Karte ein. Sauberes Arbeiten ist das A und O. 

JTACs (Joint Terminal Attack Controller) sind das „Auge am Feind“. Die Fliegerleitoffiziere weisen Kampfflugzeugen und Kampfhubschraubern vom Boden aus Ziele zu, die es zu vernichten gilt „Ich brauche zwingend die Expertise der JTACs im Gebirge zur Unterstützung der Infanterie aus der Luft, als Voraussetzung für die Einsatzbereitschaft in der Landes- und Bündnisverteidigung“, fasst Brigadegeneral Maik Keller, Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23 die besondere Relevanz der Ausbildung zusammen. 

Auch eine Kletterausbildung stand auf dem Programm. Nicht immer ist der Beobachtungspunkt leicht zu erreichen.

Reges Flugzeugaufkommen in der Region

Zum dritten Mal nach 2019 und 2021 flogen Tornados und Eurofighter der Deutschen Luftwaffe sowie zivilbetriebene Flieger der Modelle PC-12, PC-9 sowie Learjet über den Alpen im Raum Bad Reichenhall zur Unterstützung der JTAC-Ausbildung am Boden. Der Trainingsluftraum wurde speziell für vier Tage eingerichtet, um die Ausbildung realitätsnah zu ermöglichen. Hubschrauber vom Typ NH-90 und das Boden-Luft-Raketensystem ROLAND, dass durch den trinationalen Ausbildungsverbund POLYGONE betrieben wurde, simulierten feindliche Kräfte. Der deutsche Anteil von POLYGONE ist Teil des Zentrums Elektronischer Kampf Fliegende Waffensysteme. Die eingesetzten Tornados wurden durch das Taktische Luftwaffengeschwader 33 aus Büchel gestellt, die Eurofighter kamen vom Taktischen Luftwaffengeschwader 74 aus Neuburg an der Donau. „Für die entstandene Lärmentwicklung bitten wir um Entschuldigung und bedanken uns bei der Bevölkerung des Berchtesgadener Lands ausdrücklich für das Verständnis“ betont der Brigadekommandeur nach Abschluss der Übung noch einmal explizit.

Eine Delegation aus Jordanien nahm an der Übung als Beobachter teil. 

Besuch aus dem Nahen Osten

Eine Delegation aus dem Königreich Jordanien nahm als Beobachter an der Übung teil. Der Besuch diente dazu, sich mit erfahrenen JTACs aus Deutschland und anderer Staaten auszutauschen. Die Jordanier sind selbst seit längerem in der Lage, Luftnahunterstützung einzusetzen, selbst ausbilden tun sie aber erst seit kurzem. „Zu sehen, wie die an der Übung teilnehmenden Soldaten im bergigen Gelände mit verschiedener Technik arbeiten, war eine tolle Erfahrung für uns“, so Delegationsführer Major Alasaslih. Sie hoffen darauf, 2023 selbst als „richtige“ Teilnehmer an der nächsten Auflage von Mountain Hornet teilzunehmen. 

Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade 23

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