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Letzte Entscheidung hat der Deutsche Bundestag

Einsatz der Reichenhaller Jager an der NATO-Ostflanke eine von vielen Handlungsoptionen

Soldaten an der NATO-Ostflanke, Birgadegeneral Maik Keller der Gebirgsjägerbrigade 23
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Brigadegeneral Maik Keller trainiert mit den Gebirgsjäger der Brigade 23 die Landes- und Bündnisverteidigung, um gegebenenfalls die Kameraden an der NATO-Ostflanke zu unterstützen.

Die Gebirgsjägerbrigade 23 intensiviert derzeit ihre Ausbildung in der Landes- und Bündnisverteidigung. Natürlich stellt sich dabei die Frage, ob das mit dem Ukraine-Krieg zu tun hat. Dazu wird in Bad Reichenhall aber klar Stellung bezogen.

Bad Reichenhall - „Durch den langen und intensiven Einsatz in der Corona-Amtshilfe ist die Ausbildung in der Landes- und Bündnisverteidigung zu kurz gekommen“, so die klare Position der Gebirgsjäger in Bad Reichenhall. Deshalb wird dieses Defizit derzeit unter Führung von Brigadegeneral Maik Keller behoben und die Ausbildung intensiviert.

Sorgt Ukraine-Krieg für neuen Auftrag der Gebirgsjäger in Bad Reichenhall?

Natürlich drängt sich nicht zuletzt durch eine Pressemitteilung der Gebirgsjäger die Frage auf, ob das ganze im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg steht. Immerhin hieß es in der Mitteilung: „Aufgrund der aktuellen Lage in der Ukraine änderte sich für das Gebirgsjägerbataillon 231 kurzfristig der Auftrag. Anstatt sich darauf einzustellen im Oktober 2022 nach Mali zu verlegen, bereiten sich die Reichhaller Jager jetzt im Rahmen der Bündnisverteidigung als Handlungsoption für einen möglichen Einsatz entlang der NATO-Ostflanke vor.“

Auf Nachfrage konkretisiert Pressesprecherin Hauptmann Sarah Hofmann: „Derzeit sind 30 Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 als Ausbildungspersonal für sechs Monate im Einsatz. Die Gestellung zusätzlicher 150 Soldaten aus der Gebirgsjägerbrigade 23 zum Schutz des Baus einer Ausbildungseinrichtung im Raum Sevare im Rahmen der Mission EUTM (European Union Training Mission) – welche ab Oktober 2022 auf das Gebirgsjägerbataillon 231 zugekommen wäre - wird zunächst nicht weiter verfolgt.“

Das liege aber nicht an der aktuellen Situation in Europa, sondern an der aktuellen Mandatsdiskussion „Mali“, welche im Zusammenhang mit der sich wandelnden innenpolitische Lage des Landes stehe. „Alle Planungen hängen natürlich ab von einer Mandatsverlängerung des Deutschen Bundestags.“

Gebirgsjäger an der NATO-Ostflanke? Letzte Entscheidung hat Bundestag

Genau der entscheidet letztlich auch darüber, ob die Gebirgsjäger im Fall der Fälle auch an der NATO-Ostflanke zum Einsatz kommen könnten. „Der Einsatz der Reichenhaller Jager an der NATO-Ostflanke ist lediglich eine von vielen Handlungsoptionen, die aktuell geprüft werden und derzeit keine konkrete Entscheidung darstellt“, heißt es aus der Hochstaufen-Kaserne.

„Einsätze von deutschen Streitkräften werden generell im Deutschen Bundestag beschlossen. Darüber hinaus können zum jetzigen Zeitpunkt aus Gründen der operativen Sicherheit keine Aussagen zu möglichen Szenarien getroffen werden. Dass im Rahmen der Landes-und Bündnisverteidigung natürlich auch Gebirgsjäger zum Einsatz kommen können, ist dabei nicht auszuschließen. Entsprechend bereitet sich das Gebirgsjägerbataillon 231 fokussiert und professionell darauf vor.“

Gebirgsjäger insbesondere im Schwerpunkt Nordflanke - Arktis einsatzfähig

Auf Nachfrage von bgland24.de wird Hauptmann Hofmann noch konkreter: „Die (vorläufigen) Operativen Leitlinien des Heeres definieren eindeutig, dass im Falle einer Landes- und Bündnisverteidigung die Kräfte der Gebirgsjägerbrigade 23 insbesondere in den unwegsamen Randgebieten der NATO – im Schwerpunkt Nordflanke - Arktis – zum Einsatz kommen könnten oder als glaubhafte Abschreckung in diese Gebiete verlegt werden.

Mit der Gebirgsjägerbrigade 23 verfügt das deutsche Heer über einen Großverband, welcher im nationalen und internationalen Rahmen Einsätze in schwierigen bis extremen Gelände, großen Höhen und extremen Klima- und Wetterbedingungen durchführen kann und sich dort mit hohem Einsatzwert auswirkt. Damit ist die Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ als Infanteriebrigade überall einsetzbar und darüber hinaus überall dort, wo besondere Fähigkeiten gebraucht werden.“

Diese besonderen Fähigkeiten werden deshalb intensiv ausgebildet und geübt. Gleichzeitig werden die Gebirgssoldaten über die aktuellen politischen Geschehnisse durch regelmäßige politische Bildungen informiert. Im Fall der Fälle sind sie bereit.

cz

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