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OB Lung stellt Pläne vor

So will Bad Reichenhall die Energiewende schaffen

Saalach Bad Reichenhall
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An der Saalach sollen Wasserkraftwerke für eine sichere Energieversorgung in Bad Reichenhall sorgen.

Regional, nachhaltig, sicher: So sollte die Energieversorgung in Bad Reichenhall sein. Oberbürgermeister Lung hat dafür einen Plan vorgestellt. Teile davon dürften jedoch Jahre für die Umsetzung brauchen.

Bad Reichenhall - Solarenergie und Wasserkraft sind neben der Fernwärme die große Stärke Bad Reichenhalls - zumindest auf dem Papier des Energienutzungsplans. Oberbürgermeister Christoph Lung (CSU) will die notwendigen Maßnahmen zum Energiesparen und den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben. Dafür hat Lung dem Stadtrat am Dienstag (15. November) einen Fünf-Punkte-Plan vorgestellt.

Fünf-Punkte-Plan: Bad Reichenhall will auf Solarenergie und Wasserkraft setzen

Die Stadt will den Bau der umstrittenen Wasserkraftwerke „Nonner Rampe“ und „Luitpoldwehr“ an der Saalach vorantreiben (BGLand24.de hat in einem extra Artikel berichtet). Der dritte Punkt des Plans dreht sich um die leeren Dächer der städtischen Gebäude: Der Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromeinspeisung im Stadtgebiet betrug 2020 gerade einmal 18 Prozent, wie der Oberbürgermeister in seinem Sachvortrag erklärt. 17 Prozent kommt aus der Wasserkraft und nur ein Prozentpunkt entfällt auf Photovoltaik.

„Sowohl in der Strom- als auch in der Wärmeerzeugung bestehen erhebliche Potenziale durch Sonnenenergie“, so Lung. Bad Reichenhall stehe in der Pflicht, den eigenen Verbrauch durch Solarenergie zu decken. Die Stadtverwaltung prüft bereits mögliche Standorte für Photovoltaik und Sonnenkollektoren auf den eigenen Gebäuden. Zusätzlich sollen auch städtische Gesellschafter Solarenergie nutzen. Darauf will Lung hinwirken.

Förderungen für Klimaschutz nutzen

„Kommunales Energiemanagement etablieren und Fördermöglichkeiten zum Klimaschutz nutzen“ heißt der vierte Punkt. Energie sparen sei neben dem Ausbau erneuerbarer Energien die zweite wichtige Säule, so Lung. Das Bayerische Umweltministerium fördert diverse Projekte mit Klimaschutzbezug: ein kommunales Energiemanagement, um Einsparpotenziale zu finden, Klimaschutzkonzepte, generell Vorhaben zum Klimaschutz und zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels oder auch Informations- und Weiterbildungsprogramme. Lung will gemeinsam mit dem Landkreis passende Förderprojekte erarbeiten. Als letzten Punkt nennt Lung die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED. Diese wolle der Oberbürgermeister vorantreiben.

Der Stadtrat hat dem Beschluss zugestimmt. Finanzielle Auswirkungen hat der Fünf-Punkte-Plan aber noch keine. Sollte der Oberbürgermeister ein konkretes Projekt umsetzen, muss dieses wieder vom Stadtrat bewilligt werden. Mögliche Projekte in der Energieerzeugung durch Solar- oder Wasserkraft umzusetzen, könnte Jahre dauern. Den Energienutzungsplan, auf den sich die Stadt beruft, gibt es bereits seit 2017 für das gesamte Berchtesgadener Land und dessen Kommunen.

Auch andere Gemeinden im Landkreis, etwa Saaldorf-Surheim, nutzen bereits die Förderungen des Freistaats Bayern. Dass man Energie einsparen müsse, sei schon vor dem Ukraine-Krieg ein Thema gewesen, meinte etwa Andreas Buchwinkler, Bürgermeister von Saaldorf-Surheim. Dafür hätten aber oft die nötigen Ressourcen gefehlt. Dies ändern etwa Förderprogramme, die extra Personalstellen in den Gemeinden finanzieren.

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