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Sinnvolles Engagement und persönliche Entwicklung verbinden

Freiwilligendienste – Abenteuer „dahoam“ in Bad Reichenhall

Verantwortungsvolle Aufgaben mit Sinn – das gefällt Marco aus Bad Reichenhall an seinem Bundesfreiwilligendienst bei den Maltesern. 
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Verantwortungsvolle Aufgaben mit Sinn – das gefällt Marco aus Bad Reichenhall an seinem Bundesfreiwilligendienst bei den Maltesern. 

Der Freiwilligendienst bei den Maltesern richtet sich an junge Menschen bis einschließlich 26 Jahren. Das müsst ihr wissen:

Die Mitteilung im Wortlaut:

Bad Reichenhall - Noch immer macht Corona vielen jungen Leuten einen Strich durch die Rechnung: Auslandsaufenthalte nach dem Schulabschluss sind auch für diesen Herbst kaum planbar. Eine „neue Welt“ können junge Leute allerdings auch in Deutschland erleben: Im Rahmen eines Freiwilligendienstes bei den Maltesern begegnen sie Menschen und Situationen, mit denen die meisten zuvor noch nie in Berührung gekommen sind. Für dieses Abenteuer im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes oder Freiwilligen Sozialen Jahres bietet die Dienststelle in Bad Reichenhall ab dem Sommer oder Herbst mehrere freie Stellen in den Sozialen Diensten an.

Eine umfangreiche Ausbildung und Einarbeitung bereiten die jungen Menschen auf den Einsatz vor. Im Fahrdienst werden vorwiegend Menschen mit Behinderung, Senioren und Patienten zur Schule, Tages- oder Förderstätte, in die Arztpraxis, zur Reha oder anderen Einrichtungen befördert. Bei dieser verantwortungsvollen Tätigkeit lernen die Freiwilligen die unterschiedlichsten Menschen kennen. Im Menüservice kümmern sich Helferinnen und Helfer um das Erwärmen der Menüs und bringen sie dann zu Senioren und Menschen mit Behinderung nach Hause.

Wer als junger Mensch jetzt die Schule beendet, auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz wartet oder sich Zeit zur Orientierung nehmen möchte, kann auf diese Weise viele wertvolle Erfahrungen sammeln und sich gleichzeitig für andere Menschen einsetzen. Während das Freiwillige Soziale Jahr jungen Menschen bis einschließlich 26 Jahren vorbehalten ist, steht der Bundesfreiwilligendienst, der im Juli sein 10-jähriges Bestehen feiert, auch Menschen in anderen Lebensphasen offen.

Das sind die Voraussetzungen

Ab 27 Jahren kann dieser nach Absprache auch in Teilzeit geleistet werden. Für einen Einsatz bei den Maltesern müssen die Interessenten mindestens 19 Jahre alt sein und den PKW-Führerschein (Klasse B) sowie ein Jahr Fahrpraxis (ohne Begleitetes Fahren) haben. Darüber hinaus sollten die künftigen ‚Bufdis‘ Freude am Umgang mit Menschen, Flexibilität und Teamfähigkeit mitbringen. 

Taschengeld und Verpflegungszuschuss

Die Helfer bekommen Taschengeld und Verpflegungszuschuss in Höhe von insgesamt 500 Euro monatlich, Sozialversicherung und interessante Seminare geboten. Das Kindergeld wird während dieser Zeit weitergezahlt. Der Dienst dauert in der Regel ein Jahr, kann aber unter Umständen verkürzt oder verlängert werden. Ein Freiwilligendienst wird meistens als Wartezeit bei der Studienplatzvergabe angerechnet und als Vorpraktikum für Ausbildung oder Studium im sozialen Bereich anerkannt.

„In so einem Freiwilligendienst entwickeln sich vor allem die jungen Leute in ihrer Persönlichkeit enorm weiter“, erklärt Michael Soldanski, Kreisgeschäftsführer der Malteser im Berchtesgadener Land. „Sie sammeln wertvolle Erfahrungen, die sie nicht missen wollen.“ Er selbst ist einer von vielen Haupt- und Ehrenamtlichen, die die Malteser im ehemaligen Zivildienst oder im Freiwilligendienst kennengelernt haben und dort geblieben sind.

Weitere Informationen gibt es unter Telefon 08651-7626070 oder im Internet: www.malteser-freiwilligendienste.de.

Beispiel: Marco (21) aus Bad Reichenhall

Marco ist eigentlich ausgebildeter Speditionskaufmann. Doch seit September leistet er einen Bundesfreiwilligendienst bei den Maltesern in Bad Reichenhall. Er wollte das Jahr zur Umorientierung nutzen und ist inzwischen überzeugt, einen neuen Weg im sozialen Bereich einzuschlagen. „Es ist das Gefühl am Ende des Tages etwas Gutes gemacht zu haben“, das Marco nach eigenen Worten überzeugt. Er ist vor allem im Fahrdienst und im Menüservice eingesetzt.

An vielen Tagen holt er morgens Erwachsene mit einer Behinderung von zuhause ab und bringt sie in eine Einrichtung der Lebenshilfe. Mittags fährt er eine Essenstour und bringt Senioren ein warmes Mittagessen. Anschließend bringt er die Fahrgäste von der Lebenshilfe wieder zurück nach Hause. „Die Leute freuen sich über den Kontakt, auch wenn sie es oft nicht so ausdrücken können“, ist seine Erfahrung.

Vor allem wenn er den älteren Menschen das Mittagessen bringe, sei er oft die einzige Person, die sie am Tag sehen. Besonders bei den Stammtouren, kennt man die Leute mit der Zeit. „Da wirst du herzlich empfangen, das macht schon Freude“, sagt Marco. Ansonsten wird er bei Bedarf auch mal bei Patientenfahrten oder ab und zu in der hauswirtschaftlichen Hilfe eingeteilt.

Im Team mit den meist älteren Kollegen seien alle sehr nett und offen. „Von denen kann ich einiges erfahren und lernen…“, findet Marco und ergänzt: „… und umgekehrt.“ Von den vorgeschriebenen Seminaren war der junge Freiwillige positiv überrascht. Beim ersten Seminar, das noch in Präsenz stattfinden konnte, habe er viele Kontakte geknüpft und auch Gleichgesinnte getroffen, die sich nach einer Ausbildung ebenfalls neu orientieren wollten.

Diese Orientierung habe er nun auch gefunden. „Das soziale Jahr war ideal, denn es wird mir als berufliche Vorbildung im sozialen Bereich angerechnet, so dass ich direkt auf die BOS (Berufsoberschule), sozialer Zweig, gehen kann“, berichtet Marco von seinen Plänen. Den Freiwilligendienst bei den Maltesern werde er auf jeden Fall weiterempfehlen.

Pressemitteilung Malteser Hilfsdienst e. V. Kreisgeschäftsstelle Berchtesgadener Land

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