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Im Berchtesgadener Land

Fast 300 Jugendliche starten ihre Ausbildung in IHK-Berufen

Mit Anfang September treten im Landkreis Berchtesgadener Land 295 Jugendliche eine Ausbildung in IHK-Berufen an. Nach der vorläufigen Statistik zum Beginn des Ausbildungsjahres stieg die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge gegenüber dem Vorjahr um rund acht Prozent, wie die IHK für München und Oberbayern mitteilt. „Der starke Corona-Einbruch vom Vorjahr ist in diesem Ausbildungsjahr gestoppt.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Bad Reichenhall - Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels setzen unsere Betriebe mehr denn je darauf, selbst ihren Nachwuchs auszubilden. Die Ausbildungsbereitschaft ist ungebrochen. Gerade für den wirtschaftlichen Aufbruch benötigen die Unternehmen top ausgebildete und qualifizierte Fachkräfte“, sagt Irene Wagner, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Berchtesgadener Land. „Das größte Problem für viele Betriebe ist nach wie vor der Mangel an Bewerbern.“

Laut aktueller Statistik der Arbeitsagentur sind im Landkreis noch 295 Lehrstellen unbesetzt. Diesem Angebot stehen 91 unversorgte Ausbildungsbewerberinnen und Bewerber gegenüber. Rein rechnerisch kommen so im Berchtesgadener Land auf jeden unversorgten Bewerber beziehungsweise auf jede unversorgte Bewerberin mehr als drei Ausbildungsplätze.

„In den nächsten Jahren wird sich die Bewerberlücke am Ausbildungsmarkt noch weiter öffnen. Bis 2030 gehen 2,8 Millionen Erwerbstätige in Bayern in Rente. Im gleichen Zeitraum wird es aber nur 1,5 Millionen Schulabgänger als potenziellen Fachkräftenachwuchs für diese offenen Stellen geben“, sagt Wagner. Die Corona-Pandemie habe zudem heuer wie schon im Vorjahr nahezu alle Maßnahmen zur Berufsorientierung erschwert. Schnupperpraktika, Ausbildungsmessen und persönliche Bewerbungsgespräche konnten oftmals gar nicht oder nur in sehr beschränkter Form stattfinden. Auch die wichtige Bewerbungsphase im Frühjahr habe unter den außergewöhnlichen Umständen gelitten.

Unterm Strich ist im Landkreis auch die Zahl der Bewerber um eine Ausbildung im Vergleich zum Vorjahr 13 Prozent gestiegen, so die Daten der Arbeitsagentur. Diese Angaben beziehen sich auf alle Bereiche des Ausbildungsstellenmarkts, der neben dem IHK-Bereich der Betriebe in Industrie, Handel und Dienstleistungen auch das Handwerk, freie Berufe und den öffentlichen Dienst umfasst.

„Wir setzen dennoch weiter auf einen Aufholeffekt bis zum Ende des Jahres. Unversorgte und unentschlossene Schulabgänger haben auch jetzt noch alle Chancen, eine geeignete Ausbildungsstelle zu finden“, zeigt sich die IHK-Regionalausschussvorsitzende optimistisch. „Auch dieses Jahr bleibt unser erklärtes Ziel, dass jeder ausbildungswillige Schulabgänger einen Ausbildungsplatz bekommt.“

Die Vorsitzende stellt klar: „Nachdem schon im vergangenen Jahr zahlreiche Lehrstellen in der Region unbesetzt geblieben waren, haben manche Betriebe die aktive Suche nach Auszubildenden aufgegeben. Für die weiter von Corona-Beschränkungen betroffenen Branchen wie Gastronomie, Tourismus und die Veranstaltungsbranche ist die Perspektive ohnehin sehr schwierig. Selbst wer Ausbildungsplätze anbietet, hat dort mitunter große Probleme, überhaupt Bewerber zu finden“, so Wagner. Umso wichtiger sei es, dass es keinen erneuten Lockdown und die Betriebe vor allem im Tourismusbereich wieder langfristig Planungssicherheit haben.

Bei den jungen Männern ist im Landkreis der Verkäufer der beliebteste IHK-Beruf, bei den jungen Frauen ist es die Kauffrau für Büromanagement. Die Top 5 der IHK-Ausbildungsberufe insgesamt sind: Kaufleute im Einzelhandel, Kaufleute für Büromanagement, Verkäuferinnen und Verkäufer, Hotelfachleute und Köchinnen sowie Köche. Insgesamt gibt es im Landkreis fast 50 verschiedene IHK-Berufe, in denen Jugendliche derzeit eine Ausbildung absolvieren. Insgesamt bilden im Landkreis aktuell 216 IHK-zugehörige Betriebe aus. Sie stehen für rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Freie Lehrstellen mit sofortigem Ausbildungsbeginn sind noch unter www.ihk-lehrstellenboerse.de zu finden.

Pressemitteilung IHK für München und Oberbayern 

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Marijan Murat (Symbolbild)

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