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Hoffnung liegt auf 2023

Erstmals seit 39 Jahren kein Thumsee-Triathlon - Das sind die Gründe

Spannende Positionskämpfe beim Radfahren sind nur ein Markenzeichen des Thumsee-Triathlons in Bad Reichenhall. Die Hoffnung liegt auf einer weiteren Auflage im nächsten Jahr.
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Spannende Positionskämpfe beim Radfahren sind nur ein Markenzeichen des Thumsee-Triathlons in Bad Reichenhall. Die Hoffnung liegt auf einer weiteren Auflage im nächsten Jahr.

Die für 10. Juli dieses Sommers geplante 39. Auflage des Thumsee-Triathlons findet nicht statt. Die Absage hat sowohl organisatorische als auch private Gründe:

Bad Reichenhall – Auf der Online-Startseite der Triathlon-Abteilung des TSV Bad Reichenhall stehen immer noch die Informationen und Ergebnisse der abgespeckten Wettkampf-Version des letzten Jahres. Kein gutes Zeichen. Und tatsächlich: Die für 10. Juli dieses Sommers geplante 39. Auflage des Thumsee-Triathlons muss zumindest bis 2023 warten. Erstmals seit der Wettbewerbsgründung 1983 durch Gerti und Herbert Gruber muss der beliebte Kurzdistanz-Dreikampf mit Schwimmen, Radfahren und Laufen oberhalb der Kurstadt ausfallen. Kurios, denn selbst im ersten Corona-Jahr 2020 konnte der Triathlon im Juli stattfinden. Vor einem Jahr gab es immerhin noch einen Swim & Run-Bewerb für den Nachwuchs.

Gründe für die Absage gibt es mehrere. Die Baustelle am Antoniberg-Tunnel – einhergehend mit einer Straßensperre ab Thumsee West – ist, wie TSV-Triathlon-Abteilungsleiter Werner Mayer versichert, jedoch keiner dieser Gründe. „Das Ordnungsamt hätte uns die Strecke vermutlich freigegeben, bis zur Baustelle.“ Der Organisator sagt: „Grundsätzlich wird es immer schwieriger, Veranstaltungen dieser Art – mit einer nötigen Straßensperre, vielen Streckenposten etc. – auf die Beine zu stellen“. Werner Mayer hatte 2012 das Organisationszepter von Boris Bregar übernommen und den Thumsee-Triathlon seitdem in bewährter Form ohne Unterbrechung weitergeführt. Nachdem in den letzten beiden Pandemie-Jahren aufgrund abgespeckter Bewerbe weit weniger Helfer nötig waren, hätte Mayer heuer wieder ein größeres Unterstützungsteam benötigt „Das wäre jedoch nur erschwert möglich gewesen“, sagt er. Mit dieser Ausgangslage sah sich der Triathlon-Abteilungsleiter außerstande, die 39. Auflage in diesem Jahr zu stemmen. „Letztlich wird der Aufwand immer größer und ist trotz eines eingespielten und tollen Helferteams immer eine Herausforderung.“

Absage hat organisatorische und private Gründe

Die so wichtige Sponsoren-Akquise werde ebenfalls von Jahr zu Jahr schwieriger, berichtet Mayer, wobei dabei die für die meisten Firmen schwere Pandemie-Zeit garantiert Ihr Übriges leistet. Das Geld sitzt nicht mehr so locker wie vor dem Corona-Ausbruch. Letztlich ermöglichen diese finanziellen Mittel jedoch überhaupt erst die Austragung von Veranstaltungen dieser Art. Hinzu kommt: Die meisten der Post-Corona-Bewerbe in diesem Jahr in der Region verzeichneten einen starken Teilnehmer-Rückgang. Immer mehr taggleiche Parallel-Wettkämpfe machen die Sache ebenfalls nicht einfacher. Der Thumsee-Triathlon-Organisator überlegte noch, wie 2021 zumindest den Kinder-Bewerb durchzuführen: „Am gleichen Tag, also am 10. Juli, findet jedoch der „Tri-Kids Aquathlon“ in Hallein statt. Damit hätten uns schon mal fast alle österreichischen Gäste, die einen Großteil des Starterfeldes ausmachen, gefehlt.“

Ein weiterer Grund: Gesundheitliche Gründe zwingen den gebürtigen Reichenhaller Werner Mayer, der in Österreich lebt, derzeit etwas kürzer zu treten. Gleichwohl möchte er sich, wenn diese Phase überstanden und der Kopf wieder freier ist, um zumindest einen Nachfolger – es kann freilich genauso gut ein Orga-Team sein – bemühen. Einen neuen TSV-Triathlon-Veranstalter würde er schrittweise unterstützen, so dass eine saubere Übergabe vollzogen werden kann.

Die Hoffnung liegt jetzt auf 2023, damit es nicht bei den bislang zweifelsfrei stolzen 38 Auflagen des traditionsreichen Thumsee-Triathlons bleibt

bit

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