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„Riesending” im TV

Dokumentarfilmer Freddie Röckenhaus über ein schwieriges Filmjahr - Premiere am 22. Januar

Über Wochen beherrschte das „Riesending” im Untersberg die Medienlandschaft.
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Über Wochen beherrschte das „Riesending” im Untersberg die Medienlandschaft.

Für die im Untersberg gedrehte Dokumentation „Das Riesending - 20000 Meter unter der Erde” war es ein schwieriges Kinojahr, sagt Produzent Freddie Röckenhaus im Rückblick.

Berchtesgaden/Bischofswiesen - Mittlerweile wurde der Film, der fünf Höhlenforscher auf einer Tour durch die längste Höhle Deutschlands begleitet, mehrfach ausgezeichnet. Arte zeigt die Dokumentation nun erstmalig am Samstag, 22. Januar, zur Primetime um 20.15 Uhr.

Ein Kino, in dem kaum ein Zuschauer sitzt, tut dem wirtschaftlichen Ergebnis eines Films nicht gut. Das weiß auch Dokumentarfilmer Freddie Röckenhaus. „Es war eine schwierige Zeit”, so blickt der mit dem Henri-Nannen-Preis ausgezeichnete Journalist auf das vergangene Jahr zurück. Die Dokumentation über Deutschlands größte und längste Höhle im Untersberg in Bischofswiesen war kurz vor dem Lockdown abgedreht worden, später dann mitten in der Pandemie in den Kinos gestartet - in deutlich kleinerem Rahmen als zunächst angenommen.

Die Welturaufführung fand in Berchtesgaden statt, dort durfte nur jeder zweite Platz besetzt werden. Viele Kinos öffneten erst gar nicht. Die große Masse an Kinobesuchern war also nicht zu erwarten. „Wir sind nicht besonders happy mit den Kinozahlen. Die Zeit war nicht optimal, um auf große Resonanz zu stoßen”, sagt Freddie Röckenhaus, dessen Dokus wie „Deutschland von oben” und „Russland von oben” in der Vergangenheit große Erfolge verbuchen konnten. Trotzdem ist der Filmproduzent nicht unzufrieden. Das liegt auch daran, wie der Film von Rezipienten aufgenommen wurde.

Dokumentarfilmer Freddie Röckenhaus im Kinosaal in Berchtesgaden.

Es ist nicht der klassische Kinogänger, der einen Film wie „Das Riesending - 20000 Meter unter der Erde” besucht. Vielmehr handelt es sich um ein „Spezialpublikum”, Menschen, die an faszinierenden Bildern, am Unbekannten, Interesse zeigen, sagt der Produzent. Das Innenleben der gewaltigen Höhle war zuvor noch nie so eindringlich in Bewegtbildern gezeigt worden. 

Insofern waren es im vergangenen Jahr vor allem Festivals wie das „Salzburger Bergfilmfestival”, auf denen der Film gespielt wurde. Auf dem „Internationalen Bergfilm-Festival Tegernsee” wurde der 90-Minuten-Streifen mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Auch im Ausland lief es gut, etwa in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu oder in Los Angeles, wo es Auszeichnungen gab. Es existiert inzwischen eine englische Version des Films. Dafür holte sich Freddie Röckenhaus die deutsche Stimme von Daniel Craig, bekannt als James Bond.

Für die Höhlenforscher, die das Riesending im Untersberg erkundet haben, sei es ein arbeitsreicher Sommer gewesen, sagt Freddie Röckenhaus. Sie tourten von Vorführung zu Vorführung, suchten Kontakt mit dem Publikum, so weit es möglich war, nahmen Preise entgegen. Manches Film-Festival fand wegen Corona am Ende nicht in Präsenz, sondern ausschließlich digital statt. 

Corona bringt Pläne durcheinander und fordert Anpassung an die Situation

Weil Corona vieles durcheinander brachte im Filmgeschäft, haben Dokus wie „Das Riesending - 20000 Meter unter der Erde” die Chance, auch im Jahr darauf gezeigt zu werden. „Die Festivals müssen sich der Situation anpassen, weil viele Produktionen wegen Corona gar nicht erst stattgefunden haben”, sagt Dokumentarfilmer Röckenhaus.

Die Höhlenerkundung im Untersberg soll kommendes Jahr beim Open Air in Berchtesgaden gezeigt werden. Seit Anfang Dezember gibt es den Film auch auf DVD. In der Schweiz startet der Film im Januar. Der deutsch-französische öffentlich-rechtliche Rundfunksender Arte zeigt den Film erstmalig am Samstag, 22. Januar, zur Hauptsendezeit um 20.15 Uhr. Laut Freddie Röckenhaus wird die Dokumentation danach auch in der Mediathek zu sehen sein.

Ist die Geschichte über Deutschlands längste Höhle im Untersberg auserzählt? Nein, sagt der 65-jährige Journalist. Die Höhlenforscher-Gruppe rund um Johann Westhauser und die Arbeitsgemeinschaft für Höhlenforschung Bad Cannstatt werden in das vor 24 Jahren entdeckte „Riesending” zurückkehren, so viel ist sicher. Ein Zeitpunkt steht aktuell aber noch nicht fest.

kp

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