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Nach Demonstration in Bad Reichenhall

Sorge um Heimbewohner: Veranstalter fürchtet um Vereinsamung unserer Senioren

Die Demonstrationsveranstaltung am 11. März in Bad Reichenhall zu den Besuchsregelungen und Quarantänemaßnahmen in Senioren- und Pflegeheimen.
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Die Demonstrationsveranstaltung am 11. März in Bad Reichenhall zu den Besuchsregelungen und Quarantänemaßnahmen in Senioren- und Pflegeheimen.

Am Donnerstag, 11. März, fand in Bad Reichenhall eine Demonstrationsveranstaltung zu Besuchsregelungen und Quarantänemaßnahmen in Alten- und Pflegeheimen statt. Veranstalter Ludwig Niederberger ist zufrieden. 

Bad Reichenhall - Laut Polizeipräsidium Oberbayern Süd nahmen 38 Menschen an der Veranstaltung, die Heimbewohnern eine Stimme geben soll, teil. „Ich bin absolut zufrieden, habe gar nicht mit mehr gerechnet, 30 waren eh die Erwarteten”, meint Veranstalter Niederberger im Nachgespräch mit bgland24.de. 

Der 68-Jährige ist auch deswegen “sehr zufrieden”, weil “vor allem ältere Leute und Angehörige” da waren. Schließlich richtete sich die Demonstrationsveranstaltung vor allem an Interessierte und Angehörige von Menschen in Senioren- und Pflegeheimen. 

Die Demonstrationsveranstaltung am 11. März in Bad Reichenhall zu den Besuchsregelungen und Quarantänemaßnahmen in Senioren- und Pflegeheimen.

Laut Polizeipräsidium Oberbayern Süd startete die Demo um kurz nach 17 Uhr und endete etwa um 17.45 Uhr. Probleme gab es keine, die Veranstaltung verlief ruhig. Lediglich eine Sache sei erwähnenswert: ein Versammlungsteilnehmer trug ein Plakat auf beiden Seiten seines Körpers, der eine mutmaßlich beleidigende Aussage gegen den bayerischen Ministerpräsidenten trug. Der Teilnehmer wurde wegen Verdachts der Beleidigung angezeigt. 

Schutz vor Vereinsamung der Heimbewohner

Wie bgland24.de bereits berichtete, ging es dem Veranstalter darum, auf “nicht mehr zeitgemäße” Regelungen in manchen Heimen aufmerksam zu machen, und eine Veränderung zu bewirken. Denn “es kann nicht mehr sein, dass eine Anmeldung der Besucher in Heimen notwendig ist, oder dass maximal drei Besuche die Woche erlaubt sind”, so Niederberger. Schließlich sei der Schutz vor Vereinsamung genauso wichtig wie der Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Laut bayerischer Regierungsvorgaben sei pro Tag pro Bewohner ein Besuch erlaubt, die Heime selbst könnten jedoch die Regelungen noch einmal individuell anpassen. 

Auch wenn die Veranstaltung am Rathausplatz in Bad Reichenhall stattfand, ginge es nicht allein um das Berchtesgadener Land, sondern um die Altenheime im Allgemeinen. Ein Ziel sei zumindest schon mal erreicht, meint Niederberger, nämlich “dass das in der Öffentlichkeit einen Stellenwert gekriegt hat”. Weitermachen wird er trotzdem, “bis es zu Entscheidungen kommt”. Als nächstes werde er Gesundheitsminister Holetschek einen Brief schreiben, denn “es hat wirklich Bedeutung”. 

Ludwig Niederberger auf der Demonstrationsveranstaltung in Bad Reichenhall am Rathaus, 11. März.


In seiner Rede auf dem Rathausplatz nannte der 68-Jährige seine Forderungen:


  • „Besuche in den Heimen müssen jeden Tag möglich sein.
  • Besuche von mehreren Personen müssen möglich sein.
  • Eine zeitliche Beschränkung der Besuchsdauer darf es nicht mehr geben.
  • Besuche müssen auch zu Essenszeiten möglich sein.
  • Besuche müssen auf den Zimmern möglich sein.
  • Besuche müssen ohne Anmeldung zu jeder Zeit möglich sein.“

“Söder, Holetschek, Kern und alle anderen Landräte, werden sie tätig und zwar sofort”, und nicht erst vielleicht ab Ende März, meint der Veranstalter in seiner Rede noch zum Schluss. 

ce

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