Die Bundeswehr übt für den Ernstfall

Gebirgsjäger üben auf Reiteralpe Kampf im Hochgebirge

Ein Soldat des GebJgBtl 231 bei der Lawinenverschüttetensuche.
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Ein Soldat des GebJgBtl 231 bei der Lawinenverschüttetensuche..jpg

Um die 150 Soldaten haben auf dem Gebirgsübungsplatz Reiteralpe den Kampf im Hochgebirge trainiert. Sie mussten unter Anderem die Suche nach Verschütteten erproben und sich eigene Unterkünfte bauen.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Bad Reichenhall - Die Beweglichkeit auf Ski, die Suche nach Verschütteten sowie der Bau von Unterkünften – Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 231 lernen und üben den Kampf im Winter im Hochgebirge. Für rund 150 Soldatinnen und Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 231 geht es zum Winterbiwak auf den Gebirgsübungsplatz Reiteralpe.

Der Übungszeitraum wird aufgrund der aktuellen Pandemielage unter den fünf Kompanien aufgeteilt, sodass die Einhaltung des Hygienekonzepts gewährleistet werden kann. Von Oberjettenberg aus gilt es, den Schrecksattel zu überwinden und mit Ski, Waffe und Marschgepäck die Biwakräume zu erreichen. Für viele Soldaten ist es der erste Aufstieg auf über 1500 Metern Höhe - eine Herausforderung, die am Ende von allen Gebirgsjägern gemeistert wird.

Ausbildung bei Wind und Wetter

Das Biwak dient dazu, die Soldaten im Gefechtsdienst unter winterlichen Bedingungen im Hochgebirge auszubilden. Der Kampf im Gebirge unter schwierigen Bedingungen gehört zum besonderen Fähigkeitsprofil der Gebirgsjäger. Unterschiedliche Stationen bieten hierfür Gelegenheit. Um im Rahmen von Bergrettungsmaßnahmen für den Ernstfall vorbereitet zu sein, wird beispielsweise die Suche nach Lawinenopfern geübt.

Mit Lawinensonde und Suchgerät im Schlepptau werden Kameraden, die sich aus Übungszwecken freiwillig vergraben lassen, aufgespürt. Die „Verschütteten“ wiederum können die Erfahrung machen, wie es sich anfühlt, wenn schwerer Nassschnee mit all seiner Masse auf den eigenen Körper wirkt. Ebenso gehört der Abtransport von Verletzten mit der Universaltrage 2000 zum Lerninhalt.

Das Üben der Anschlagsarten auf Ski, der Bau von Stellungen und Schneeunterkünften sowie die Grundsätze des Gebirgskampfs stellen weitere Ausbildungsinhalte dar. Dass das Wetter einem nicht immer in die Karten spielt und zusätzliche Kraftanstrengungen erfordert, müssen die Soldaten schon früh feststellen. Schneeverwehungen und mangelnde Sicht erschweren die Durchführung der Aufträge.

Die Motivation und der Tatendrang der Soldaten werden dennoch keineswegs getrübt, eher spornt es die Männer und Frauen zusätzlich an, ihre Willenskraft und Durchhaltefähigkeit unter Beweis zu stellen.

Biwak mit Rahmenlage

Das Winterbiwak wird in eine fiktive Rahmenlage eingebettet: Zwischen den Staaten Wislanien und Altraverdo bestehen bereits seit langer Zeit Spannungen. Die Gebirgsjäger sollen daher neben der Durchführung der eigenen Ausbildung ihren Raum verteidigen und sich darauf vorbereiten, weitere Angriffe auf Altraverdo zu unterbinden.

„Auftrag erfüllt“

Zusammenfassend stellt der Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 231, Oberstleutnant Dennis Jahn, fest, dass „der Auftrag trotz der aktuellen Rahmenbedingungen erfüllt werden konnte“.

Pressemitteilung Bundeswehr Bad Reichenhall

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