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Stadtrat diskutiert neue Bahnpläne

„Kämpfen schon lange um Bahnhaltepunkt“: Bad Reichenhall Nord kommt frühestens 2025

Deutsche Bahn Bad Reichenhall Nord Bahnhaltepunkt
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Auf Höhe der Kreuzung Grabenbachstraße - Auenstraße soll sich künftig die neue Bahnhaltestelle „Bad Reichenhall Nord“ befinden.

Wieder einmal beschäftigt sich der Stadtrat Bad Reichenhall mit den überarbeiteten Planungen der Bahn: Der Bahnhaltepunkt Nord rückt darin in das Jahr 2025 - oder später.

Bad Reichenhall - „Es ist ein Projekt, das uns schon länger beschäftigt. Ob das zufriedenstellend ist, dass der Bau eines Bahnhaltepunkts zehn Jahre dauert, überlasse ich jedem selber.“ Oberbürgermeister Christoph Lung (CSU) spricht vom geplanten Bahnhaltepunkt Nord an der Grabenbachstraße.

Bad Reichenhall Nord: Barrierefrei Bahn und Bus fahren nicht vor 2025

Den neuesten Planungen zufolge, kommt der Haltepunkt frühestens 2025. „Voraussichtlich werden für das Jahr 2025 die für den Bau erforderlichen Gleissperrungen beantragt, so dass mit einem Baubeginn im Jahr 2024 gerechnet werden kann. Der Bau der Umfeldmaßnahmen wäre somit erst in der zweiten Jahreshälfte 2025 oder später möglich“, erklärt Thomas Knaus, Abteilungsleiter beim Stadtbauamt, in seinem Sachvortrag am Dienstag (12. Juli).

150 Meter lang zieht sich der geplante Bahnhaltepunkt und beginnt auf Höhe der Grabenbachstraße 2. Hier befinde sich auch der über ein Rampenbauwerk geplante barrierefreie Zugang zum Bahnsteig, erklärt Knaus in seinem Sachvortrag. Das Ende befindet sich auf Höhe der Grabenbachstraße 9.

Die Planungen zu den Umfeldmaßnahmen sind Stadtsache. Bereits fix sind Park and Ride Plätze, eine überdachter Fahrradständer, eine Bushaltestelle und ein Fußweg zum Landratsamt in der Salzburger Straße. Zwischen den beiden Zugängen zum Haltepunkt, also der barrierefreien Rampe und einer zusätzlichen Treppe, sollen die 16 Parkplätze entstehen. „Sollte die Zahl der Fahrradabstell- oder auch der Park and Ride Plätze zu gering sein, stünde in Richtung Norden, entlang des Bahnsteigs, eine entsprechende Erweiterungsfläche zur Verfügung“, so Knaus.

Barrierefreiheit am Bahnhof und den Bussen

Gleich beim barrierefreien Zugang entstehen drei Behindertenparkplätze. „So ist der Zugang zum Bahnsteig für Bürger mit Handicap möglichst kurz“, so Knaus. Von den Stellplätzen ausgehend, führt ein Gehsteig südwärts zu einem gesicherten bestehenden Bahnübergang in Richtung Grabenbachweg. Von dort aus kann die Verbindung als Fußweg zum Landratsamt sichergestellt werden. Für die neue Bushaltestelle sind beidseitig der Grabenbachstraße Wartehäuschen geplant. Auch hier soll der Zustieg zu den Bussen barrierefrei möglich sein.

Die Planung der Umfeldmaßnahmen dient der Bahn mit als Grundlage für die notwendigen Genehmigungsverfahren. Sobald ein Planungsrecht da ist, verfeinert die Stadt die eigenen Planungen rund um den Bahnhaltepunkt.

Da der Bau noch so weit in der Zukunft liegt, kann die Verwaltung keine verlässlichen Kosten nennen. Bei einer befestigten Fläche von circa 1300 m² bei möglichen Kosten von circa 230 Euro pro m² könne man jedoch von rund 300.000 Euro ausgehen. Ob und welche Förderprogramme genutzt werden können, ist noch unklar.

„Wir kämpfen schon lange um den Bahnhaltepunkt“, so dritter Bürgermeister Hans Hartmann (CSU). „Mir wäre der in der Innenstadt lieber gewesen.“ Die jetzigen Planungen finde Hartmann sehr ungeschickt. „Wer zum Landratsamt will, muss beim Aussteigen extra über die Gleise gehen.

„Bahnplanung scheint eine eigene Wissenschaft zu sein“, so Knaus. Die Stadt habe bereits angefragt, ob bei den Zügen auf dieser einspurigen Strecke auf beiden Seiten die Türen geöffnet werden könnten und somit die Fahrgäste auch in Richtung Landratsamt aussteigen könnten. „Das funktioniert nicht, weil nur ein Schaffner da ist und nur eine Seite kontrollieren kann. Das ist die ganz verkürzte Argumentation der Bahn, warum der praktikable Vorschlag nicht angenommen wurde.“

Letztlich stimmt der Stadtrat den neuen Planungen einstimmig zu.

ce

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