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Amtshilfeeinsatz im Landratsamt Berchtesgadener Land beendet

500 Gebirgssoldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 weiterhin in der Amtshilfe gebunden

Amtshilfe der Bundeswehr im Berchtesgadener Land
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Als Dank für die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr überreichte Landrat Bernhard Kern bei der gemeinsamen Verabschiedung im Landratsamt eine kleine Aufmerksamkeit an die zur Amtshilfe eingesetzten Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 231.

Seit dem 21. Oktober 2020 unterstützen Soldatinnen und Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 das Landratsamt Berchtesgadener Land im Rahmen der Amtshilfe nach Artikel 35 Abs. 1 Grundgesetz bei Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Bad Reichenhall - Nun endet diese Amtshilfemaßnahme offiziell zum 14. Mai. Dennoch unterstützen weiterhin 500 Gebirgssoldaten bei Amtshilfemaßnahmen in Oberbayern, Schwaben, Mittelfranken, Unterfranken und Baden-Württemberg.

Bis zu 50 Gebirgssoldaten eingesetzt

Die Gebirgsjägerbrigade 23 ist im Landkreis Berchtesgadener Land nicht nur stationiert. Die Region bedeutet für viele Soldaten Heimat. Sie sind mit ihren Familien tief mit diesem Landkreis verbunden. Weshalb es der Brigadeführung auch ein Anliegen war, innerhalb von zwei Tagen nach Amtshilfeantragsstellung durch das Landratsamt Berchtesgadener Land am 21. Oktober 2020 50 Gebirgsjäger aus dem Gebirgsjägerbataillon 231, dem Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen 230, der Stabs- und Fernmeldekompanie und dem Stabszug der Gebirgsjägerbrigade 23 zur Unterstützung des Gesundheitsamtes bei der Nachverfolgung von COVID-19 Infektionsketten einzusetzen. 

Der Auftrag der Gebirgsjäger im Gesundheitsamt

Die im Gesundheitsamt eingesetzten Soldaten telefonierten unter anderem mit Kontaktpersonen der Kategorie 1 und sogenannte Indexpersonen, also positiv getestete Personen, und fragten nach dem Gesundheitszustand. „Wir nehmen aber auch mit den Indexpersonen Erstkontakt auf, fragen Kontaktpersonen ab und geben Hinweise zum weiteren Verhalten“, erklärte Oberleutnant Stephan Kaltenhauser aus der 5. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231 und eingeteilter Gruppenführer der eingesetzten Soldaten im Gesundheitsamt Berchtesgadener Land.

Außerdem unterstützten sie das Gesundheitsamt bei der EDV-Pflege zur Meldung der aktuellen Zahlen an das Robert-Koch-Institut. Zusätzlich übersendeten sie die Allgemeinverfügungen an Betroffene nach Kundgabe von Quarantäneverpflichtungen. „Darüber hinaus bearbeiten wir die Rückläufer der Telefonisten, also die Mitarbeiter, welche die Kontaktpersonen anrufen. Manchmal gibt es dort Probleme bei der Kontaktaufnahme, aufgrund fehlerhafter Angaben. Dann wird der „Fall“ an uns weitergeleitet und wir versuchen die Personen zu erreichen. Entweder durch interne Recherche, durch Mithilfe der Polizei oder auch durch simples Suchen im Telefonbuch“, erklärte der 34-jährige Offizier der Reichenhaller Jager weiter.

Seit Weihnachten 2020 reduzierte sich die Anzahl der eingesetzten Soldaten sukzessive auf nunmehr 12 „Jager“ aus dem Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall. 

„In meiner neunjährigen Dienstzeit war die Amtshilfe eine neue Erfahrung. Es hat Spaß gemacht. Besonders die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern im Landratsamt bleibt mir in Erinnerung“, resümierte der Offizier aus der 5. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231.

Beendigung der Amtshilfemaßnahme zum 14. Mai

Im Rahmen der täglichen Lagebesprechung des Corona-Krisenstabes im Landratsamtes Berchtesgadener Land unter Anwesenheit des stellvertretenden Brigadekommandeurs der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Peter Eichelsdörfer, wurde nun die Beendigung der Amtshilfemaßnahme im Gesundheitsamt Berchtesgadener Land zum 14. Mai offiziell bekannt gegeben.

„Die Unterstützung der Bundeswehr für unser Staatliches Gesundheitsamt und natürlich auch in unserem kommunalen Testzentrum war in den vergangenen Monaten von unschätzbarem Wert für unseren Landkreis. Ich möchte daher diese Gelegenheit nutzen, und mich, auch im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landratsamt, für die Unterstützung der Bundeswehr während dieser Pandemie zu bedanken“, bekräftigte Landrat Bernhard Kern bei der gemeinsamen Verabschiedung im Landratsamt.

An die eingesetzten Soldaten gerichtet, ergänzte er: „Sie alle haben mit Ihrem Engagement während Ihres Einsatzes bei uns im Landkreis einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz unserer Bürgerinnen und Bürger geleistet. Ich danke Ihnen allen für die hervorragende Zusammenarbeit und wünsche Ihnen für Ihre künftigen Einsätze alles Gute.“ Landrat Kern bekräftigte in seinen Ausführungen auch, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Staatlichen Gesundheitsamt auch nach dem Ende der Amtshilfe durch die Bundeswehr bestens auf die weiteren Herausforderungen während dieser Pandemie vorbereitet sind.

Amtshilfeeinsatz bindet weiter viele Gebirgssoldaten

Dennoch bleibt die Amtshilfe derzeit weiter ein wesentlicher Auftrag der Gebirgsjägerbrigade 23. Das Krisen- und Reaktionszentrum der Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall koordiniert alle nicht-sanitätsdienstlichen Amtshilfeeinsätze im Raum Oberbayern, Schwaben, Mittelfranken, Unterfranken und unterstützt auf Antrag der Deutsch-Französischen Brigade aus Müllheim bei Einzelaufträgen in ganz Baden-Württemberg. Unter nicht-sanitätsdienstliche Amtshilfemaßnahmen fallen unter anderem die Kontaktnachverfolgung in Gesundheitsämtern sowie die administrative Hilfe in Alten- und Pflegeheimen sowie in Impf- und Testzentren.

Hierfür wurden der Brigade zusätzlich 760 Soldaten aus Truppenteilen anderer Teilstreitkräfte sowie militärischer Organisationsbereiche der Bundeswehr zur Erfüllung von Aufträgen im Zuge der Pandemie unterstellt. Momentan sind in Summe 1.080 Soldaten, davon 500 Gebirgssoldaten, in der Amtshilfe gebunden oder bereits für anstehende Hilfe fest zugewiesen, um die aktuell 70 parallellaufenden Amtshilfen im Verantwortungsbereich der Brigade zu erfüllen.

Neben der Corona-Amtshilfe stellt die Gebirgsjägerbrigade 23 derzeit außerdem eine erhebliche Anzahl an Soldaten für die Auslandseinsätze der Bundeswehr oder einsatzgleiche Verpflichtungen. Weitere 200 Soldaten stehen für eine Ausweitung des Auftrages European Union Training Mission (EUTM) in Mali als Verstärkung bereit. Des Weiteren bereiten sich etwa 1000 Gebirgssoldaten für die kommenden Auslandseinsätze ab April 2022 vor.

Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“

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