A8-Ausbau weiter heiß diskutiert

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Landkreis - Für die Grünen-Kreisverbände Berchtesgadener Land und Traunstein bleibt das Thema Ausbau der A 8 weiter eines der zentralen Themen in der aktuellen politischen Debatte.

Auf einer gemeinsamen Vorstandssitzung der beiden Kreisverbände bezeichnete der stellvertretende Vorsitzende der Grünen im Berchtesgadener Land, Dr. Bernhard Zimmer, die derzeit favorisierte Lösung eines Maximalausbaus mit sechs Fahrstreifen und zwei Standstreifen als in der Sache nicht gerechtfertigt. Wenn man sich die Verkehrszahlen anschaue und mit anderen Autobahnabschnitten vergleiche, so reiche ein Ausbau mit vier Fahrspuren und zwei Standspuren völlig aus. Für Spitzenverkehrsbelastungen könnten die beiden Standspuren zugeschaltet werden. Es entstehe sozusagen eine intelligente Autobahn. Ein solches Zuschalten von Standspuren werde andernorts bereits praktiziert. Mit einer solchen Lösung könnten nicht nur die Baukosten deutlich gesenkt werden, was angesichts der hohen Staatsverschuldung ja nicht direkt falsch sein könne. Auch der Landverbrauch werde deutlich vermindert.

Außerdem würde durch einen maßvollen Ausbau der Autobahn auch viel Konfliktpotential in den Anliegergemeinden minimiert. Das gelte insbesonders für die Gemeinden Piding und Anger. Die Entscheidung einer knappen Mehrheit im Pidinger Gemeinderat für eine Nordumfahrungstrasse auf Pidinger Gemeindegebiet nannte Zimmer eine Katastrophe. Im Übrigen verlaufe diese Trassenführung zu zwei Dritteln gar nicht auf dem Gemeindegebiet von Piding. Ein Großteil dieser Trasse liege auf dem Gemeindegebieten von Anger und von Bad Reichenhall.

Die Grünen-Kreisvorsitzende aus Traunstein, Helga Mandl, führte ein weiteres Argument für einen vierstreifigen Ausbau plus der Errichtung von zwei Standspuren ins Feld. Auf der Strecke entlang dem Chiemsee werde die A 8 nämlich nicht auf sechs Spuren ausgebaut. Der Grund hierfür sei die Wanne unter der bestehenden Trasse, die den Chiemsee vor Ölunfällen schützen soll. Ein sechsspuriger Ausbau entlang des Chiemsee mit Errichtung einer dazu gehörigen Wanne werde so extrem teuer, dass selbst die Befürworter eines sechsspurigen Ausbaus auf dem Rest der Strecke an dieser Stelle mit einer vierspurigen Lösung zufrieden wären. Es komme einem Schildbürgerstreich gleich, wenn man vom Autobahndreieck Inntal bis Bernau sechsspurig entlang des Chiemsees vierspurig, und ab Übersee wieder sechsspurig baue.

Pressemitteilung Grüne BGL

Rubriklistenbild: © dpa

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