Auch der Opa arbeitet mit

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Hans Lohwieser (2.v.l.) erklärt Martin Neubauer, Klaus Burger und Markus Goebel (v.r.) den weiteren Zeitplan.

Bad Reichenhall - Der Neubau der Bad Reichenhaller Bergrettungswache liegt im Zeit- und Budgetplan. BGLand24 hat die Baustelle besichtigt.

Innerhalb von sechs Wochen haben die verantwortlichen einheimischen Firmen unfallfrei den Rohbau der neuen Bergrettungswache in Bad Reichenhall hochgezogen. Natürlich hat auch das Wetter seinen Teil dazubeigetragen, dass am vergangenen Freitag die Hebfeier stattfinden konnte. Alle am Bau bisher beteiligten Handwerker und Bergwachtleute feierten das erste Fest in den neuen Räumen, die dank frisch eingebauter Fenster und eines Holzofens bereits beheizt werden konnten.

Der Planer und Statiker des Neubaus Martin Neubauer blickte zusammen mit Bereitschaftsleiter Klaus Burger im BGLand24-Interview auf das Geschehen der letzten zweieinhalb Jahre zurück. Zuerst musste die Bergwacht aus den Räumen im BRK-Haus in der Riedelstraße ausziehen. In der Frühlingsstraße hausen die Bergretter seitdem in einem Provisorium, das vor allem die Ausbildung und die Nachwuchsförderung sehr schwierig macht. Für den Neubau war es sehr schwer, die nötigen Mittel zu beschaffen. "Doch dank der Kommunen Bad Reichenhall, Bayerisch Gmain, Schneizlreuth, Piding und Bischofswiesen, dem Landkreis Berchtesgadener Land und vielen Spenden haben wir es geschafft", freut sich Pressesprecher Markus Goebel. "Wir kriegen eine Punktlandung auf die 360.000 Euro hin."

Neue Bergrettungswache entsteht

Diese Summe kostet die Errichtung der neuen Bergrettungswache ohne die Eigenleistung, die die 50 Bergwachtmänner und -frauen erbringen. "Sogar unsere 80-Jährigen arbeiten mit", betont Goebel. Sie und alle anderen haben dazu beigetragen, dass die Bauarbeiten bisher im Zeitplan liegen. "Der Rohbau ist fertig. Fenster und Türen, sowie sämtliche Anschlüsse installiert. Jetzt kann der Innenausbau beginnen." Einzig für die Wiederbegrünung und die Parkplätze benötigt die Bergwacht noch Gelder.

Reichenbachstraße idealer Standort

"Die Reichenbachstraße ist für uns der ideale Standort", betont Burger im BGLand24-Interview noch einmal. "Von hier können wir effektiver und schneller ausrücken. Jede Minute kann Menschenleben retten." Im Provisorium sind die nötigen Einsatzutensilien eben auch provisorisch untergebracht. In der neuen Wache bekommt jedes Teil seinen Platz und ist so schneller eingepackt. Außerdem liegen die anderen Blaulichtorganisationen wie Feuerwehr und Rotes Kreuz in direkter Nachbarschaft.

Tag der offenen Tür im Juni

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Weiter Zahngold für einen guten Zweck

Kommendes Jahr im Mai will die Bergwacht Bad Reichenhall zusammen mit dem Rechenzentrum der Bergwacht Bayern und der Bergwacht Chiemgau in die neuer Bergrettungswache einziehen. Ende Juni soll dann eine große Einweihungsfeier und ein Tag der offenen Tür stattfinden. Dann wird die Arbeit vor allem für den stellvertretenden Ausbildungsleiter Hans Lohwieser weniger, der die Bauaufsicht übernommen hat und jeden Schritt, der derzeit im Rohbau gemacht wird, überwacht. „Auch in Zukunft hat Hans Lohwieser einen straffen Zeitplan vorgesehen“, erklärt Goebel. Die einzelnen Gewerke sind meist auf den Tag genau terminiert, von Putz-, Maler-, Innenausbauarbeiten bis hin zum Umzug.

„Die Bergwacht legt wenig Wert auf südseitige Sonnenterrasse, so etwas brauchen wir nicht. Wir brauchen ein Grundstück mit zentraler Lage in Bad Reichenhall, zur schnellen Erreichbarkeit im Einsatzfall, mit Nähe zum Krankenhaus und Hubschrauberlandeplatz in der Kaserne. Ein idealer Standort war hier mit der Reichenbachstraße schnell gefunden“, betont Neubauer abschließend.

cz

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