Anliegen direkt an den Minister gerichtet

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Bundeverkehrsminister Peter Ramsauer diskutiert mit Bürgermeistern und CSU-Ortsvorsitzenden aus dem Berchtesgadener Land über Straßenbauprojekte.

Bad Reichenhall - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat Vertreter von fünf Gemeinden aus dem mittleren Landkreis Berchtesgadener Land zu einer außertourlichen Arbeitssitzung eingeladen.

Auf direktem Weg diskutierte man Straßenbauprojekte der unmittelbaren Zukunft. „Diese Maßnahmen haben Auswirkungen auf alle Bereiche und viele Gemeinden, da bietet es sich an, gemeinsam die Projekte durchzusprechen“, so Ramsauer zu Beginn der Sitzung. Bürgermeister, CSU-Ortsvorsitzende, Landtagsabgeordneter Roland Richter und Landrat Georg Grabner beteiligten sich intensiv an der Diskussion, an der auch der Leiter des Staatlichen Bauamtes, Sebald König, sowie der Abteilungsleiter Straßenbau in der Obersten Baubehörde im Bayerischen Innenministerium, Ministerialdirigent Karl Wiebel, und der Referatsleiter für Bayern im Bundesverkehrsministerium, Baudirektor Gerhard Rühmkorf teilnahmen.

Auslöser für dieses Treffen war ein engagiertes Schreiben des Schneizlreuther Bürgermeisters Klaus Bauregger an Peter Ramsauer, der diesen Brief als Anlass für das Treffen nahm. So thematisierte Klaus Bauregegger den geplanten und wegen der befürchteten Bremsmanöver der LKW`s so nicht erwünschten künftigen Kreisverkehr auf seinem Gemeindegebiet, die schwierige Wintersituation in Schneizlreuth sowie die Steinschlag- und Lawinengefährdung weiterer Straßen. Bürgermeister Silvester Enzinger aus Anger wiederum schilderte Maßnahmen in seiner Gemeinde, wobei der geplante Ausbau der Autobahn 8 den größten Raum einnahm. Unterstützt von Gemeinderat Christian Zarntner wurde der sogenannte Högl-Tunnel diskutiert sowie die derzeitige Emissionssituation intensiv besprochen.

Bürgermeister Hannes Holzner aus Piding erörterte die künftige Verkehrssituation mit Autobahn und Bundestraßen sowie der weiteren Gemeindeentwicklung. Piding sei von beiden Straßentypen sehr belastet. Hinsichtlich eines Högltunnels stellten sich die Fragen nach möglichen Ausfahrten aus dem Tunnel, um die Gemeinde nicht von der Autobahn gänzlich abzuschneiden. Auch wolle er als Ortschef um Unterstützung bei den Folgekosten eines Ausbaus der A 8 bitten, denn notwendige Verlegungen von Sportanlagen und weiteren Bereichen dürften nicht alleine auf die Gemeindekasse umgelegt werden. Oberbürgermeister Herbert Lackner wiederum machte sich für die geplanten Stadtbergtunnel in Bad Reichenhall stark. Er begrüßte die Aktualisierung der Planungen und stehe voll hinter dem Projekt.

Verkehrsminister Peter Ramsauer, Baudirektor Gerhard Rühmkorf sowie Ministerialdirigent Karl Wiebel und der leitende Baudirektor Sebald König nahmen die umfangreichen Belange der Bürgermeister auf, einzelne Anliegen konnten gleich vor Ort geklärt werden. So betonte Gerhard Rühmkorf, dass durch den Ausbau der Autobahn 8 keine Verschlechterung für die Anrainer eintreten dürfe. Auch würden notwendige Verlegungen im Zuge eines Autobahnbaus in den Planungen berücksichtigt. Karl Wiebel wiederum erläuterte, dass der Autobahnausbau erstmalig Umweltbelange berücksichtige und damit eine Verbesserung für alle Betroffenen mit sich bringen solle. Peter Ramsauer thematisierte die Kosten für einen Tunnel im Högl, die alleine genommen die gesamten Ausbaumittel der Autobahn zwischen Rosenheim und der Landesgrenze deutlich überschreiten würden. Gemeinsam mit Landrat Georg Grabner betonte er, dass aber jede Variante sorgfältig und intensiv geprüft werden müsse, ehe man eine Entscheidung treffe. Neben den schwierigen topografischen Gegebenheiten seien gerade an der A 8 die sensiblen Landschaftsbereiche zu berücksichtigen.

Sebald König berichtete in Richtung Schneizlreuth, dass an der Bundesstraße 21 eine Lawinengalerie in Planung sei und dort das Problem Schritt für Schritt angegangen werde. „Kritisch, konstruktiv, lösungsorientiert“ bewertete abschließend Peter Ramsauer diese Arbeitssitzung und bedankte sich für die engagierten Beiträge der Bürgermeister und Vorsitzenden.

Pressemitteilung Richter Medienservice

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