Anerkennung für ehrenamtliche Arbeit

+
Besuch im Tierheim Bad Reichenhall bei winterlichem Wetter (von links nach rechts): Helmuth Loibl (Schatzmeister Tierschutzverein), Dr. Hergard Spielvogel (Tierärztin), Wolf Guglhör (Sprecher SPD-Stadtratsfraktion), Adelheid Rupp (Landtagsabgeordnete), Roman Niederberger (SPD-Kreisvorsitzender), Peter Friedrich (Vorsitzender Tierschutzverein), Manfred Adldinger (2. Bürgermeister)

Bad Reichenhall - SPD-Landtagsabgeordnete Adelheid Rupp besuchte gemeinsam mit Manfred Adldinger das Reichenhaller Tierheim und lobte dessen Tierhaltung.

Gleich in zwei Funktionen besuchte die SPD-Landtagsabgeordnete Adelheid Rupp am vergangenen Donnerstagvormittag das Tierheim in Bad Reichenhall: als im September neu gewählte Vizepräsidentin des Bayerischen Tierschutzbundes und als Betreuungsabgeordnete der SPD im Bayerischen Landtag für das Berchtesgadener Land. Begleitet wurde die Juristin bei ihrem Besuch von dem SPD-Kreisvorsitzenden Roman Niederberger, dem zweiten Bürgermeister Manfred Adldinger und dem Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion Wolf Guglhör.

Der Vorsitzende des Tierschutzvereins Bad Reichenhall und Umgebung Peter Friedrich hieß die Besucher gemeinsam mit Dr. Hergard Spielvogel und Helmuth Loibl willkommen und kam gleich auf die Diskussion über die Unterbringung von Obdachlosen in der Nähe des Tierheims zu sprechen: „Eine schwierige Auseinandersetzung liegt hinter uns; jetzt wollen wir gemeinsam nach vorne schauen. Uns liegt sehr viel an einer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Stadt und ihren Repräsentanten“, erklärte der Vereinsvorsitzende. Wolf Guglhör bedankte sich für das große ehrenamtliche Engagement der Mitglieder des Tierschutzvereins und betonte die Unterstützung der SPD-Fraktion für das nun beschlossene Konzept einer dezentralen, auf mehrere Standorte verteilten Unterbringung von Obdachlosen in der Stadt: „Das neue Konzept muss noch mit Leben erfüllt werden, wobei wir auf das Verständnis und die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger angewiesen sind“, erklärte der SPD-Sprecher.

Auf die konkrete Arbeit im Tierheim kam Adelheid Rupp zu sprechen: „Man merkt sofort, dass man hier eine gute geführte Einrichtung betritt“, stellte sie fest. Bei einem Rundgang durch das Tierheim konnte sie sich von der guten Unterbringung der Hunde, Katzen, Kaninchen und seit einiger Zeit auch von mehreren Papageien überzeugen. „Wir versorgen jährlich ca. 400 Tiere, wobei die Hunde durchschnittlich 8 Wochen und die Katzen 3 Monate bei uns sind“, erklärte Peter Friedrich auf Nachfrage von Roman Niederberger. Aktuell ist es bei den Hunden etwas ruhiger, während es einen ungebremsten Zugang von Katzen gibt. Als kleine Zusatzeinnahme nimmt das Tierheim auch Pensionstiere auf, die nach dem Urlaub von den Besitzern wieder abgeholt werden. Als sehr positive Einrichtung im Tierheim stellte Dr. Spielvogel den hinteren Eingangsbereich vor, in dem zu allen Tageszeiten von der Polizei Fundtiere abgegeben werden können. „Diese Schleuse macht für alle Beteiligten das Leben leichter“, so die Tierärztin.

Die gute finanzielle Zusammenarbeit mit Bad Reichenhall und den umliegenden Gemeinden betonte der Vereinsschatzmeister Helmuth Loibl: „Mit der Vergütung von 50 Cent bzw. 30 Cent pro Einwohner haben wir eine faire Lösung mit möglichst geringem Verwaltungsaufwand gefunden“, erklärte er. Ein besonderes Problem im Landkreis seien die auf Bauernhöfen lebenden Katzen, von denen viele nicht kastriert sind, erläuterte Peter Friedrich. „Die Kosten für Kastration und Impfung will dann niemand übernehmen – und auch Tierschutzvereine und Kommunen sind damit überfordert“, so der Vereinsvorsitzende. „Dieses Problem haben wir in vielen ländlichen Regionen Bayerns“, pflichtete ihm Adelheid Rupp aus ihrer Erfahrung als Vizepräsidenten des Tierschutzbundes bei. Ein Schritt in die richtige Richtung sei ein von der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag eingebrachter Gesetzentwurf zur Kastrationspflicht von freilaufenden Katzen.

Zum Schluss des Besuch konnte Adelheid Rupp sich noch den „Spendenbaum“ im Eingangsbereich des Tierheims ansehen, bei dem auf jedem Blatt ein Spender für das vor zwei Jahren neu eingeweihte Heim mit Namen genannt wird – mit dabei auch die SPD Bad Reichenhall, wie Manfred Adldinger erfreut feststellte. „Aber es sind noch jede Menge Blätter frei, weil wir nach wie vor auf die Spenden unserer Freunde und Mitglieder angewiesen sind“, meinte Peter Friedrich.

SPD-Kreisverband Berchtesgadener Land

Zurück zur Übersicht: Region Bad Reichenhall

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser