Amann und Baumgartner holen sich den Sieg beim Grand Prix

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Dormagen/Anger - Ringerinnen des SC Anger zeigen exzellente Leistung beim internationalen Tunier und feiern mit Amanns Sieg ihren ersten internationalen Kampf.

Nikki Amann (in der Gewichtsklasse – 40 kg) und Katharina Baumgartner (- 43 kg, jeweils 1 kg Gewichtstoleranz) haben bei den Kadetten (Jahrgang 1992 – 1997) am Wochenende beim Grand Prix von Deutschland in Dormagen (Ausrichter: AC Ückerath) jeweils den 1. Platz belegt.

Während der Erfolg von Baumgartner fast schon vorprogrammiert ist kommt der Sieg Amanns fast schon einer Sensation gleich. Beide setzten sich in dem mit 366 Teilnehmerinnen (168 Frauen, 198 Kadetten aus über 20 Nationen) stark besetzten Turnier des Deutschen Ringerbundes entscheidend durch, mussten keine Runde abgeben und beendeten alle Kämpfe siegreich. Zahlenmäßig stark vertreten waren wie in den Vorjahren Aktive aus Polen (33) und Russland (28), die auch auf der Matte in vielen Kämpfen dominierend waren.

 Stark vertreten waren auch traditionell die skandinavischen Länder Finnland und Schweden. Aber auch Österreich war mit 8 Ringerinnen vertreten und zeigte eine aufstrebende Leistungstendenz. Die Nationenwertung ging erwartungsgemäß an Rußland, vor Polen und Deutschland. Allerdings waren einzelne Bundesländer (darunter das 7.platzierte Team Bayern) extra gewertet, sonst hätte sich das deutsche Gesamtteam Platz 1 in der Nationenliste gesichert. Baumgartner marschierte souverän Richtung Finale und räumte dabei die bis zu diesem Zeitpunkt enorm stark auftrumpfende Russin Ekaterina Kizima in 2 Runden (5:0, 6:3) souverän aus dem Weg. Sechs Siege standen am Ende auf dem Konto der amtierenden Europameisterin die in dieser Form zu den ganz heißen Titelaspiranten für die EM gehört, die in knapp 2 Monaten stattfindet.

4 Schultersiege und 2 Punktsiege – einzig die DM-Vierte Jenny Singer (Nordbaden) konnte ihr einigermaßen Paroli bieten. 42:7 Punkte und 17:05 Minuten Kampfzeit für ihre 6 Kämpfe waren auch statistisch eine überragende Bilanz. Eine eindrucksvolle Bestätigung ihres nationalen Triumphes bei der Deutschen Meisterschaft Anfang März diesen Jahres lieferte Nikki Amann ab. 2 Schultersiege, 1 Sieg mit technischer Überlegenheit und 2 knappe Punktsiege – darunter auch der taktisch klug erkämpfte Finalsieg gegen die Französin Julie Sabatie – machten Platz 1 für Amann frei. Wie schon bei der Deutschen Meisterschaft landete die Sächsin Jane Schmieder als härteste deutsche Konkurrentin hinter Amann auf Platz 3. 34:1 Punkte standen statistisch für Amann nach ihren 5 Siegen zu Buche in denen sie insgesamt 16:23 Minuten effektive Kampfzeit benötigte.

 Für die junge Angererin Sophie Weinert, die neben einem Alters- auch einen Gewichtsnachteil zu verkraften hatte, war nach 2 Kämpfen Schluß. „Die knappe Niederlage gegen die Deutsche Vizemeisterin in der Gewichtsklasse – 34 kg Laura Schmidt hat aber gezeigt, wie nahe Sophie dran ist“ verbuchte BRV-Ringertrainer und Betreuer Peter Amann das Turnier für Weinert unter dem Motto „Standortbestimmung und Erfahrung sammeln.“ Am Ende stand Platz 9 zu Buche.

Lobende Worte fand indes auch Sabine Amann aus Traunstein, die beim Bayerischen Ringer Verband als Frauenreferentin fungiert: „Das Niveau des Turniers war wie erwartet hoch. Natürlich freut mich der Erfolg von Nikki und Kathi. Beide haben gezeigt, daß sie international ein ganz gewichtiges Wort mitzureden haben. Bei Kathi war das als amtierende Europameisterin zu erwarten. Daß sich Nikki aber gleich bei ihrem 1. internationalen Top-Turnier so durchsetzen kann ist schon eine Überraschung.“

Quelle Wittenzellner

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