Ein Abschied in Adagio

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Stephan Hüfner (l.), Gabriella Squarra (2.v.l.) und Herbert Lackner (r.) verabschiedeten Thomas J. Mandl (2.v.r.).

Bad Reichenhall - Der Chefdirigent der Bad Reichenhaller Philharmonie, Thomas J. Mandl, ist offiziell verabschiedet worden.

Mandl hatte die Aufgabe als künstlerischer Leiter des Orchesters 2003 übernommen.

Im Namen des Orchesters und der Vorstände des Trägervereins der Bad Reichenhaller Philharmonie, Dr. Richard Griß und Tamás Ferge, bekundete Intendant Stephan Hüfner seinen Dank „für acht wichtige Jahre vertrauensvoller und freundschaftlicher Zusammenarbeit“ und betonte das „großartige künstlerische sowie persönliche Niveau und die professionelle Umsetzung der Konzerte und Veranstaltungen“ in diesen Jahren.

Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner bedankte sich im Namen der Stadt und des gesamten Stadtrates für die „hervorragende Arbeit“ und überreichte dem sichtlich gerührten Thomas J. Mandl das Bad Reichenhaller Stadtsiegel in Gold. „Thomas Mandl war acht Jahre lang ein hervorragender Repräsentant der künstlerischen Arbeit des Orchesters“, würdigte Kurdirektorin Gabriella Squarra den scheidenden Chefdirigenten.

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Mandl erreichte durch sein authentisches Auftreten in seiner Position als Dirigent und Moderator das Publikum, fesselte die Zuhörer durch interessante Darstellungen oder spannende Erklärungen und begeisterte auch völlig neue Publikumsschichten und Zielgruppen durch klugen Aufbau und interessante Programmatik und Werkauswahl. Mit klassischen Konzerten, Unterhaltungsmusik und der Kurmusik hat die Bad Reichenhaller Philharmonie viele Herzen berührt.

Das hohe Niveau des Orchesters geht Hand in Hand mit der Anerkennung der Attraktivität Bad Reichenhalls als Standort für klassische Musik. Kurdirektorin Gabriella Squarra lobte besonders Mandls Fähigkeit, Ideen und Visionen aufzugreifen und in Projekten zielgerichtet Realität werden zu lassen und bedankte sich für die „wichtigen Entwicklungsschritte, die Kurstadt und Philharmonie gemeinsam gehen konnten“.

„Danke für acht Jahre, in denen mir so viel Vertrauen entgegengebracht wurde“, bedankte sich Mandl seinerseits bei den Anwesenden. Es seien „äußerst fruchtbare Jahre“ gewesen, betonte der scheidende Chefdirigent. Er fühle sich mit Bad Reichenhall, der Stadt und den Menschen sehr verbunden und hob hervor, dass er als künstlerischer Leiter der Bad Reichenhaller Philharmonie das „wunderbare Privileg großer Freiheit in Entwicklung, Planung und Durchführung von neuen Ideen und kreativen Herausforderungen“ genoss.

Mandl sprach noch einmal über die „anfänglich etwas schwierige, aber aufregende Zeit“ in Bad Reichenhall und darüber, wie er sich „mit großer Neugier und viel Motivation an den Ort herangetastet“ hatte. Sein Motto „Qualität statt Quantität“ wurde bald deutlich und die intensive Zusammenarbeit mit dem Orchester trug Früchte. Mandl betonte, wie viel Spaß es ihm gemacht habe, „die verschiedenen Anforderungen Bad Reichenhalls zu erkennen und diesen entsprechend Konzepte und Formate zu entwickeln“. Neben den zahlreichen Höhepunkten sei es ihm immer am wichtigsten gewesen, „Musik zu machen, die die Leute bewegt, sie entspannt und aus der Reserve lockt“. Als Besonderheit erlebte der Dirigent die Konzerte, bei denen das Orchester auch repräsentative Aufgaben übernehmen konnte, wie zum Beispiel das 850-jährige Stadtjubiläum oder die Neujahrsempfänge.

Für die Zeit nach der Bad Reichenhaller Philharmonie gibt es auch schon Pläne: Mandl möchte sich ganz aufs Komponieren konzentrieren. Ab Dezember arbeitet er an der Vertonung des Kinderbilderbuches „Es klopft bei Wanja in der Nacht“.

Pressemitteilung Bad Reichenhaller Philharmonie

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