Wilde Verfolgungsjagd durch Traunstein

Traunstein - Als die Polizei am späten Freitagabend einen Pkw in Traunstein anhalten wollte, gab der Fahrer plötzlich Gas und lieferte sich mit den Beamten eine wilde Verfolgungsjagd.

Am späten Freitagabend, gegen 22.55 Uhr, fiel einer Zivilstreife der Verkehrspolizei Traunstein, die gerade gegenüber dem Club „Villa“ stand, ein blauer Ford Focus Kombi auf, der von der Wasserburger Straße sehr unsicher in großem Bogen in die dortige Kernstraße einbog. Die Beamten folgten dem Pkw und versuchten ihn in der Güterhallenstraße - nachdem er abermals enorm viel Platz beim Rechtsabbiegen benötigte - mit Blaulicht anzuhalten.

Als der Fahrer, ein 26-jähriger Monteur aus Waging das zivile Polizeifahrzeug wahrnahm, gab er Gas. Im Anschluss lieferte er sich eine wilde Verfolgungsfahrt über die Jahnstraße wieder zurück über die Herzog-Wilhelm-Straße zur Wasserburger Straße. Dort ging die Fahrt unter Inanspruchnahme von Blaulicht und Martinshorn, weiter über den Bahnhof zur Wegscheidbrücke. Dort blieb der Fahrer kurz stehen.

Als die Beamten aussteigen wollten gab der Fahrer erneut Vollgas. Im Anschluss ging die Verfolgung, bei der Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h gefahren wurden, weiter über die Von-Ficht-Straße zur Leonrodstraße. Mittlerweile war eine Unterstützungsstreife der Polizei Traunstein in die Verfolgung mit eingebunden. In der Herzog-Friedrich-Straße gelang es dann das Fahrzeug zu stoppen.

Da der Fahrer den Anweisungen der Polizeibeamten nicht Folge leistete wurde er zu Boden gebracht und gefesselt. Hierbei verletzte er sich leicht. Es wurde festgestellt, dass der Fahrer stark betrunken war. Ein Alkotest ergab einen Wert von gut 2,2 Promille. Die 20-jährige Beifahrerin im Fahrzeug gab den Beamten dann gegenüber an, dass sie unmittelbar vor der versuchten Anhaltung durch die Zivilstreife in der Güterhallenstraße einen geparkten Pkw gerammt hatten und dann aber weiterfahren seien.

Nach der Blutentnahme und der Sicherstellung des Führerscheines wurde der Fahrer entlassen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Folge Alkohol, Unfallflucht, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung. Mögliche Zeugen des Unfalles bzw. durch die Fahrweise des Ford-Fahrers gefährdete Verkehrsteilnehmer, werden gebeten sich mit der Verkehrspolizei Traunstein, Tel. 08662- 6682-0 in Verbindung zu setzen.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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