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Schwieriger Einsatz bei Ramsau

Niederbayer (58) stürzt an der Watzmannscharte 60 Meter in den Tod

Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021
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Drei Heli-Besatzungen waren bei dem schwierigen Einsatz gefordert.

Ein 58-jähriger Mann aus Niederbayern ist am Samstagmittag (10. Juli) am Watzmann abgestürzt und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.

Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021

Fotos: Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021
Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021 © BRK Berchtesgaden
Fotos: Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021
Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021 © BRK Berchtesgaden
Fotos: Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021
Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021 © BRK Berchtesgaden
Fotos: Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021
Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021 © BRK Berchtesgaden
Fotos: Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021
Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021 © BRK Berchtesgaden
Fotos: Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021
Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021 © BRK Berchtesgaden
Fotos: Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021
Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021 © BRK Berchtesgaden
Fotos: Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021
Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021 © BRK Berchtesgaden
Fotos: Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021
Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021 © BRK Berchtesgaden
Fotos: Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021
Einsatz an der Watzmannscharte am 10. Juli 2021 © BRK Berchtesgaden

Update, 11. Juli, 15.29 Uhr - Einsatzbericht des BRK Berchtesgaden

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau waren zusammen mit dem Landrettungsdienst des Roten Kreuzes und drei Heli-Besatzungen den ganzen Samstagnachmittag bei drei teilweise zeitgleichen und sehr schwierigen Einsätzen gefordert, darunter bei einem tödlichen 60-Meter-Absturz an der Watzmannscharte zwischen dem Kleinen Watzmann dem 1. Kind, wo ein 58-jähriger Bergsteiger aus Niederbayern auf der Suche zum Zustieg des Kriechbands ums Leben kam. Neben drei Fahrradunfällen innerhalb von nur einer Stunde hatte sich ein 29-Jähriger am Hinterberghorn verstiegen.

Nach einem noch ruhigen Vormittag gingen kurz nach 12.45 Uhr mehrere Notrufe mit unterschiedlichen Angaben vom Kleinen Watzmann und aus dem Watzmannkar ein, wo ein 58-Jähriger aus dem Landkreis Freyung-Grafenau auf der Suche zum Einstieg des Kriechbands im brüchigen Gelände rund 60 Meter tief in Richtung Kar abgestürzt war.

Den Ermittlungen des Berchtesgadener Polizeibergführers zufolge hatten der Mann und seine Begleiter im unübersichtlichen Gelände vom Watzmannkar hoch zur Watzmannscharte den eigentlichen Weg verfehlt; als der 58-Jährige dann versuchte, ein Stück abzuklettern, rutschte er aus und stürzte sich mehrfach überschlagend bis in rund 2000 Metern Höhe in eine Schuttrinne am Wandfuß unterhalb der Scharte ab.

Die alarmierte Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ suchte die Einsatzstelle, setzte dann den Notarzt beim Abgestürzten ab, der nur noch den Tod des Mannes feststellen konnte. „Christophorus 6“ flog drei Begleiter aus Niederbayern, dem Salzburger Pongau und dem Salzburger Land nach Kühroint aus. Die Bergwacht übernahm sie dort und brachte sie ins Ramsauer Rathaus, wo sie der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht weiter betreute.

Im Anschluss wurden sie zu ihren Autos am Hammerstiel-Parkplatz gefahren. Der Heli flog noch den Polizeibergführer zur Einsatzstelle, der den Unfall dann vor Ort aufnahm und kein Fremdverschulden feststellen konnte. Die Besatzung des nachgeforderten Polizeihubschraubers „Edelweiß 5“ setzte später einen Ramsauer Bergretter am Einsatzort ab, der zusammen mit dem Alpinbeamten den Toten für den Abtransport vorbereitete.

„Edelweiß 5“ nahm schließlich die beiden Einsatzkräfte und den Toten in zwei Anflügen mit der Winde auf und flog sie ins Tal, wobei der Einsatz bis 17 Uhr dauerte.

Die Bergwacht Traunstein wechselte den leeren gegen den vollen Tankanhänger am Ramsauer Sportplatz aus, so dass die Bergwachten im aktuell intensiv geforderten Einsatzleitbereich Königssee wieder für weitere Heli-Einsätze vorbereitet sind.

„Herzlichen Dank an die Kameraden aus Traustein, die dafür jedes Mal drei Stunden unterwegs sind!“, lobte Bereitschaftsleiter Thomas Meeß.

Pressemitteilung BRK Berchtesgaden

Erstmeldung, 10 Juli, 20.07 Uhr - Bergsteiger (58) stürzt am Watzmann in den Tod

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Ramsau - Am Samstagmittag, kurz vor 13 Uhr stürzte ein 58-jähriger Mann aus dem Landkreis Freyung-Grafenau zwischen kleinem Watzmann und I. Watzmannkind in Richtung Watzmannkar etwa 60 Meter ab und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.

Zusammen mit seinen Begleitern wollten sie über das sogenannte Kriechband auf den kleinen Watzmann steigen. Im Zustieg verfehlten sie in dem brüchigen und unübersichtlichen Gelände vom Watzmannkar hoch zur Watzmannscharte den eigentlichen Weg. Bei dem Versuch ein Stück abzuklettern, rutschte der Mann aus und stürzte sich dabei mehrfach überschlagend ab. Auf etwa 2000 Höhenmetern kam er in einer Schuttrinne zu liegen.

Die Begleiter setzten sofort einen Notruf ab. Der Notarzt des österreichischen Rettungshubschraubers konnte aber leider nur noch den Tod feststellen. Er hatte sich bei dem Absturz schwere tödliche Verletzungen zugezogen. Durch einen Polizeibergführer der Polizei Berchtesgaden wurde der Unfall aufgenommen.

In Zusammenarbeit mit der Bergwacht Ramsau, dem Polizeihubschrauber Edelweiß 5 und dem Polizeibergführer wurde der Leichnam geborgen und die Unfallermittlungen durchgeführt. Die Begleiter wurden durch das Kriseninterventionsteam der Bergwacht Bayern betreut.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand scheidet Fremdverschulden aus.

Pressemitteilung Polizei Berchtesgaden

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