Vier Frauen am Vorderberghörndl vermisst

Lofer - Die Bergwacht Ramsau startete in der Nacht von Freitag auf Samstag eine aufwändige Suchaktion. Ein Gastwirt hatte zuvor vier Frauen als vermisst gemeldet.

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde durch einen Gastwirt aus dem benachbarten Weißbach bei Lofer eine Mutter mit ihren drei erwachsenen Töchtern als vermisst gemeldet. Die vier Frauen wollten am Donnerstag vom Gasthaus Hirschbichl zum Vorderberghörndl aufsteigen. Den Gipfel konnten sie nicht erreichen, sondern kamen lediglich bis zu den sogenannten Todtenlöchern, worauf sie beschlossen, wieder in Richtung Hirschbichlstraße abzusteigen.

Dazu wählten sie jedoch nicht den ihnen bekannten Aufstiegsweg, sondern entschieden sich für eine Variante über den Begangsteig in Richtung Ragertalm. Da sie jedoch die Zeit falsch einschätzten und vom Weg abkamen, wurden sie von der Dunkelheit überrascht und sie mussten im freien biwakieren.

Die Bergwachtbereitschaft Ramsau suchte mit 10 Mann bis gegen 1.00 Uhr die bekannten Wege und Steige ab. Unterstützt wurden sie durch einen Hubschrauber der bayrischen Polizei mit Wärmebildkamera. Die Suche wurde am nächsten Morgen mit einem Polizeihubschrauber fortgesetzt. Auf österreichischer Seite suchte die Bergrettung Lofer mit 13 Mann und wurden ebenso von einem Hubschrauber des österreichischen Innenministeriums unterstützt.

Aufatmen konnten die eingesetzten Kräfte erst gegen 10.00 Uhr, als sich die vier Damen über das Handy eines Forstarbeiters meldeten und angaben, dass sie unversehrt seien und aus eigener Kraft ihre Unterkunft aufsuchen werden.

Pressemeldung Polizeiinspektion Berchtesgaden

Rubriklistenbild: © dpa

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