Videothek verletzt Jugendschutzgesetz

Traunstein - Eine Videothek ist bei einer Kontrolle von Zivilbeamten komplett durchgefallen, weil auch Kinder Zugang zu jugendgefährdenden Medien hatten.

Am Nachmittag des 19. Januar kontrollierten Zivilbeamte des Einsatzzuges Traunstein eine Videothek.

Hierbei wurden zwei Verstöße gegen die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes festgestellt. Zum einen war die jugendfreie Videothek durch eine Innentüre unzulässigerweise mit einer Abteilung für Erwachsene verbunden. Diese Türe war zwar geschlossen, konnte aber jederzeit von allen Besuchern geöffnet werden. Somit hätten auch Kinder und Jugendliche sich leicht Zutritt zur Porno- und Gewaltfilmabteilung verschaffen können.

Die Aushilfskraft, ein 20-jähriger Mann aus dem Berchtesgadener Land, wurde angewiesen, die Türe zu verschließen und nur Erwachsenen zu öffnen.

Desweiteren wurden im Jugendbereich acht Gewaltfilme in den Regalen aufgefunden, die besonders jugendgefährdenden Inhaltes sind. Fünf davon sind bereits in einem Index für jugendgefährdende Schriften enthalten. Ein Ausstellen, Bewerben, Anbieten und Verleihen oder Verkaufen solcher Medienträger in einer sogenannten "familienfreundlichen“ Videothek ist strafbar. Zudem waren die Regale mit den verbotenen DVDs auch von außen durch die Schaufenster einsehbar. Kinder und Jugendliche hätten die Hüllen der Filme mit den Gewalt darstellenden Bildern jederzeit betrachten können. Die besagten Medienträger wurden aus dem Verkaufsraum entfernt und als Bewismittel sichergestellt.

Sowohl der zur Kontrollzeit anwesende Aushilfsvideothekar als auch der Inhaber der Videothek, ein 45-jähriger Kaufmann aus München, müssen sich nun wegen zweier Vergehen nach dem Jugendschutzgesetz verantworten.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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