Polizeikontrolle in Traunstein

Zugreisender (27) händigt freiwillig Drogen aus - Polizisten finden aber noch mehr

Ein Zugreisender händigte den Beamten der Schienenfahndung freiwillig eine Kleinstmenge Amphetamin aus - sein Plan, so eine weitergehende Kontrolle zu umgehen, misslang jedoch.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Traunstein - Bereits am Karfreitag, 2. April, wurde ein 27-jähriger Nordrheinwestfale in einem Zug auf Höhe Traunstein durch Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Piding auf der Fahrt von München nach Freilassing einer Kontrolle unterzogen. Den erfahrenen Beamten blieb die aufsteigende Nervosität des jungen Mannes nicht verborgen.

Auf die Frage, ob er denn verbotene Gegenstände mit sich führe, gab er bereitwillig ein in seiner Hosentasche verstautes Döschen mit einer Kleinstmenge Amphetamin heraus. Weiterhin behauptete er, nichts mehr bei sich zu haben. „Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser“ dachten sich die Schleierfahnder und durchsuchten auch noch das mitgeführte Reisegepäck des 27-Jährigen.

Bereits nach dem Öffnen der Reisetasche stieg den Fahndern intensiver Marihuanageruch entgegen. Dieser ging von knapp 5 Gramm Marihuana aus, welches neben weiteren knapp 10 Gramm Amphetamin in der Tasche aufgefunden wurde. Daraufhin wurde der Mann vorläufig festgenommen und zur weiteren Sachbearbeitung zur Dienststelle in Freilassing verbracht.

Nachdem er hier wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzes zur Anzeige gebracht und das aufgefundenen Rauschgift sichergestellt wurde, konnte er die Dienststelle wieder verlassen. Dem Sachverhalt nimmt sich nun die Staatsanwaltschaft an - weniger positiv für in dürfte hierbei sein, dass er bereits vor vier Jahren - ebenfalls durch die GPI Piding - wegen eines identischen Verstoßes angezeigt wurde.

Pressemitteilung Grenzpolizeiinspektion Piding

Rubriklistenbild: © Martin Schutt/dpa

Kommentare